Hallo,
Danke für eure Antworten!
Lucky: Auf diese Papers beziehe ich mich eigentlich - zumindest
indirekt. Klar, wenn mein Signal erstmal digitalisiert ist kann ich so
einen Filter sicher implementieren - ob in einem FPGA oder in einem DSP.
Ich meine aber, ob es nicht möglich ist direkt ein Analogsignal in
Hardware zu filtern (und erst danach samplen). Als Analogsignal denke
ich dabei an ein sehr breitbandiges Signal wie z.B. ein UWB Signal
welches sich mit herkömmlichen ADCs gar nicht so einfach samplen lassen
würde.
Mein Lösungsansatz hätte ja gelautet: B-Spline Ordnung 1 ist ein
(ideales) Rechteck und B-Spline Ordnung N ist ein (N+1)-fach gefaltetes
(ideales) Rechteck. Wenn man das Rechteckfilter irgendwie approximieren
könnte, könnte man das Eingangssignal einfach (N+1)-mal durchfiltern.
-> Kann man ein Rechteckfilter (natürlich approximiert) leicht in
Hardware bauen?
Oktal Oschi: Es geht um eine neue, innovative Samplingmethode die bisher
nur theoretisch beschrieben ist. Das Prinzip ist vereinfacht: Ein UWB
Signal wird durch ein B-Spline der Ordnung N gefiltert, danach niedrig
(<<Nyquistrate) abgetastet und durch einen komplexen, digitalen
Rekonstruktionsalgorithmus rekonstruiert.
Ich habe das in MATLAB nachgebaut und es funktioniert zu einem gewissen
Grad theoretisch. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen wie man das
Filtern mit dem B-Spline in der Praxis (analog!) realisieren soll!
Und selbst wenn man das schaffen würde hat man trotzdem noch mit
mindestens einem Problem zu kämpfen: Angenommen das UWB Signal welches
ich samplen will hat eine Nyquistrate von 10Ghz und mit der
beschriebenen Methode kann ich es mit 100kHz samplen. Für einen
praktischen ADC darf das Eingangssignal dennoch keine wesentlich höheren
Signalkomponenten als 100kHz besitzen, da der ADC einen impliziten
Tiefpaßcharacter hat. Da ein B-Spline allerdings (theoretisch) eine
unendliche Bandbreite hat, hat es das gefilterte Signal ebenfalls und
Aliasing wäre die Folge.
LG
Pete