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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik USB zu RS232 Konverter


Autor: Felix Tischer (Gast)
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Hallo alle zusammen

Was haltet ihr eigentlich von diesen USB zu RS232 Konvertern, wie man
sie z.B. relativ günstig bei Ebay kaufen kann:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&categ...

Ich habe nämlich folgendes Problem, dass ich zuhause an meinem Notebook
nur eine RS232-Schnittstelle habe, aber eigentlich drei bräuchte. Eine
für das STK500, eine für das ICE200 und eine für den UART des µC.
Jetzt habe ich mir gedacht, wäre es doch sehr einfach jedem so ein USB
zu RS232 Konverter zu spendieren, welches mir das dauerhafte umstöpseln
erspart. Die drei Konverter würde ich dann an einen USB-Hub
anschliessen.
Jetzt hab ich mir aber überlegt, dass ja eigentlich in den
entsprechenden Windows-Programmen die jeweiligen COM-Ports fest
eingestellt sind (COM2 für STK500, COM3 für ICE200...). Was passiert
aber wenn ich dann den HUB abstöpsle und neu anschliesse, werden dann
die COM-Ports schön durcheinander gewürfelt? Soll heissen, dass dann
das STk500 nicht mehr an COM2 hängt sondern an COM3 und ich wieder
alles umstellen muss? oder ist WindowsXP so schlau sich die
Einstellungen für jeden Adapter zu merken.
Und was sind so eure weiteren Meinungen zu diesen Konvertern? Können
sie tatsächlich den OnBoard-COM-Port komplett ersetzen?
Freue mich auf eure Antworten.

Gruß Felix

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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Ob die Zuordnung Adapter-Schnittstellennummer beim Trennen und
wiederverbinden erhalten bleibt, hängt vom verwendeten Adapter und
Devicetreiber ab. Wird die Anschlussreihenfolge verändert (bei zwei
USB-Buchsen genügt ein Vertauschen), dann können viele Adapter nicht
mehr auseinandergehalten werden.
Die USB-Seriell-Konverter von FTDI sehen vor, daß ein EEPROM
angeschlossen werden kann, in dem unter anderem eine Seriennummer zur
eineindeutigen Identifizierung gespeichert werden kann. Damit sollte
ein Adapter eindeutig identifiziert werden können, egal, an welchem
USB-Port er angeschlossen wird.
Das ist die Theorie; praktisch habe ich das noch nicht ausprobiert.

Die üblichen fertig zu kaufenden Adapter sehen dieses EEPROM natürlich
nicht vor ...

Autor: peter dannegger (Gast)
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Wenn Dein PC 4* USB hat und Du steckst es in den ersten, dann ist es
z.B. COM3, beim nächsten COM4, COM5, COM6 usw.

Damit sind dann alle 4 USB-Anschlüsse zugewiesen, kannst es aber im
Gerätemanager wieder umwürfeln.

Wie das aber bei einem Hub ist, weiß ich nicht.


Peter

Autor: Markus_8051 (Gast)
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Die Erfahrungen von Peter habe ich auch schon gemacht: Der Rechner, an
dem ich arbeite, hat vier USB Ports und läuft unter Win2k. In dieser
Konfiguration gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen verwendetem
Port und zugewiesener COM-Nummer. Das geht sogar so weit, daß man den
Treiber neu installieren muß, wenn man den USB-COM-Adapter in einen
Port steckt, an dem er noch nie angeschlossen war. Das ist besonders
ärgerlich, wenn man auf dem Rechner nicht über die nötigen Rechte
verfügt, und erst den Admin rufen muß. ;-)

Gruß,
Markus_8051

Autor: Andreas Hesse (Gast)
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Hi,

du musst vorsichtig sein. Vermutlich kannst Du nur einen Adapter
gleichzeitig betreiben. Wir haben hier mal versucht, mehrere Adapter zu
betreiben. Die liefen aber alle auf der selben ID, so dass immer nur
einer wirklich funktionierte. Die COMs wurden zwar eingetragen, aber
funktionerten eben nicht (? im Gerätemanager).
Ich glaube (weiss es aber nicht 100%), dass das einfach daran liegt,
dass sich die ID-Nummern nicht ändern lassen (kein EEprom am
FT232-chip). Wir hatten Anfragen an mehrere Anbieter geschickt, aber
nie eine Antwort erhalten.
Wir haben nachher einen RS232 Hub gekauft (Usb auf 4 mal RS-232).

Das Problem mit den Treibern kann ich auch bestätigen.

Aber an meinem Notebook habe ich jetzt einen dranhängen (immer am
selben USB-Port) und der läuft absolut zuverlässig (WINXP
Professional).

Gruss
Andreas

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Also ich hab 2 Stück von Reichelt und die laufen wie dumm.

Wenn natürlich ein ? im Gerätemanager ist, kann nichts laufen.
Eventuell hast Du den falschen Treiber. Ein Bürklin-Konverter läuft
z.B. nicht mit einem Reichelt-Treiber und umgekehrt.


Die Zuweisung per USB-Anschluß ist die einzig sinnvolle, sonst müßte
man ja jeden Konverter kennzeichnen.


Peter

Autor: Andreas Hesse (Gast)
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Hm,

es waren 3 gleiche mit dem gleichen Treiber (standard FTDI-Treiber).
Die  sollten korrekt installiert worden sein.
Aber es ist alles nur Vermutung, wir haben es dann nicht mehr weiter
verfolgt, weil die angeschlossenen Geräte (Klimaschränke) in Betrieb
gehen mussten.

Gruss
Andreas

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

also von den FTDI's laufen tatsächlich mehrere (bis zu 5 hab ich mal
probiert) an einem PC. Die zugeordnete COM-Schnittstelle ist dabei von
der betreffenden USB-Buchse (am Hub oder am Mainboard) abhängig, kann
aber auch per Software geändert werden und bleibt dann identisch für
diese Buchse. Wie das Verhalten bei programmiertem EEPROM ist kann ich
bei Gelegenheit mal probieren.

Matthias

Autor: Andreas Hesse (Gast)
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Nachtrag:

@Peter:
Interessieren würde mich doch mal:
sind denn die PID und VID bei Deinen beiden Geräten gleich? Meine
Vermutung war, dass es deswegen bei uns nicht geklappt hat.

Gruss
Andreas

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@Andreas,

"sind denn die PID und VID bei Deinen beiden Geräten gleich?"

Ich habe von USB nicht die geringste Ahnung.

Wenn Du die Geräteinstanzerkennung meinst, da steht ein identischer
Text mit "...VID...PID..."

Wie gesagt, die Zuordnung erfolgt nur über die USB-Buchse, eine
Seriennummer ist daher nicht nötig.


Ich hab auch keine Ahnung von Windows-Programmierung, ich spreche die
UART im DOS-Fenster direkt über die Portadressen (0x3f8, 0x2f8, 0x3e8,
0x2e8) an und es funktioniert wie echt.
Nur die Timeouts muß man etwas größer machen, dafür ist ne größere FIFO
drin (384Byte).


Peter

Autor: Andreas Hesse (Gast)
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Hallo,

@Peter:
Danke für die Auskunft.

Ich habe die Konverter mal an meinem neuen Rechner (WINXP-Prof)
gehangen. Der eine funktioniert korrekt (COM4). Bei der Installation
des zweiten meckert Windows den Treiber an (obwohl es der selbe wie
beim baugleichen ersten ist). Im Gerätemanager habe ich dann auch einen
Anschluss (COM5) aber immer gekennzeichnet mit "!" (dieser
funktioniert dann nicht).

Gruss
Andreas

Autor: doß René (Gast)
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Das sind alles so kleine Treiberprobleme.
Es gibt neue Treiber vom 24.März.2005.

http://www.ftdichip.com/Drivers/FT2232CDrivers.htm

Vielleicht ist das eine Abhilfe.

Autor: Rahul (Gast)
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Moin!
Ich habe gestern bei Reichelt gesucht, aber ausser dem FTDI-Chip keinen
gefunden.
Hat vielleicht jemand einen Link für mich?
Ich bräuchte nämlich schnellstmöglich 3 Stück.
Es sollte doch möglich sein, das Signal dann auch auf RS422 mittels
MAX232, SN75179, etwas Kleinkram und Strom umzusetzen, oder?
Gruß Rahul

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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@Rahul:
Nimm den FTDI-Chip. Genau der ist eh' am besten geeignet.
Für eine Umsetzung auf RS422 solltest Du allerdings den Max232
weglassen, der ist schlichtweg unnötig, da nirgendwo V24-Pegel
auftreten.

Wenn Du mit RS485 auf einer Halbduplex-Strecke arbeiten solltest
(Zweidraht, abwechselnd für Senden/Empfangen genutzt), dann ist der
FT232 sogar besonders gut geeignet, da der direkt ein Steuersignal für
die erforderliche Sender/Empfänger-Umschaltung liefert - siehe
Datenblatt.

Autor: Rahul (Gast)
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Danke, Rufus,
 aber ich brauche eine Lösung, die bis spätestens Mittwoch
funktioniert. Bis dahin werde ich es kaum schaffen, eine Platine mit
FTDI und 3 seriellen Schnittstellen auf die Beine zu stellen.
Langfristig soll es eine Mikrocontroller-Lösung werden, die bis jetzt
aber noch nicht funktioniert.
Als Provisorium soll ein Notebook mit den drei USB-Umsetzern und den
Wandlern auf RS422 benutzt werden, da die Steuerung auf einem PC
einfach zu realiseren ist (sie funktioniert schon...).
Trotzdem danke.

Rahul

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