USB Scope

Gast #166667
Lesenswert?
• ▲
▼
hiho,

also ich wurd aufpassen, 2MS/s ist nicht das maß der dinge, wenn ich
dran denke das mein PM97 auch nur mit 5MS/s abtastet, aber bis zu 50MHz
anzeigen kann durch mehrfachabtastung (10ns/DIV). Es steht ja auch da
das der eingang 5MHz bandbreite hat.

CA
Gast #166668
Lesenswert?
• ▲
▼
Mhmm bin ich blind? Wo steht da was von der Bandbreite? Abgesehen davon
ist das mit der Mehrfach-Abtastung immer so eine Sache, denn das
funktioniert ja dann nur bei periodischen Signalen, und für den Preis
bekommt man ein vernünftiges Stand-Alone Oszilloskop mit mindestens
20MHz Bandbreite.
Ich persönlich würde außerdem ein Stand-Alone Gerät einer PC Lösung
immer vorziehen. Ist zwar ein weiteres Steh-Im-Weg, aber dafür muss man
nicht immer den PC anmachen und kann sich sicher sein, das das ganze
auch in 5 Jahren noch funktioniert, wenn es schon wieder 2 neue
Windows-Versionen gab...
Gast #166669
Lesenswert?
• ▲
▼
Man sollte immer genau lesen, 1 MS/s mit 16 Bit pro Kanal und 256 Ks
Sample Speicher ist ja nicht schlecht, kommt halt immer auf die
jeweilige Anwendung an. Für Frequenzen bis 100 kHz oder zum UART, SPI
oder I2C tracen ist das Teil doch vollkommend ausreichend.
Gast #166670
Lesenswert?
• ▲
▼
naja, blind muss man nicht sein, aber die kurzanleitung mit den
technischen daten kann man ja lesen. :-) Aber du hast recht, ein
stand-alone gerät wäre die bessere wahl. ich finde mein DigiOszi immer
noch am besten, ich kann es alleine betreiben, oder wenn ich will per
selbst geschriebener software auslesen.
Aber was die mehrfachabtastung angeht, so arbeiten alle modernen
DigiOszis mit dieser art der abtastung, technisch ist mehr "fast"
nicht möglich. z.b. habe ich letztens einen artikel für ein 1GHz
DigiOszi gelesen von fluke, welches aber mit "nur" 25MS/s abtastet,
und der preis war auch nicht ohne, der lag bei mehreren tausend euro.

CA
Gast #166671
Lesenswert?
• ▲
▼
Ich habe ein 2-Kanal DigiScope von Wittig, kann 100MS/s, 20Mhz.
Ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber hat mir schon sehr gute Dienste
geleistet. Reicht aus meiner Sicht für private Basteleien vollkommen
aus. Vor allem die sehr geringe Tiefe des Geräts kommt meiner permanent
völlig überfüllten Arbeitsplatte sehr entgegen....
Gast #166672
Lesenswert?
• ▲
▼
Mehrfachabtastung ist nur bei billigen Geräten bzw. bei Geräten
für extrem hohe Frequenzen (20 GHz) üblich.

Alle professionellen Geräte haben entsprechende Bandbreiten
auch im One-Shot Betrieb. Tektronix 3032: 300 MHz / 2,5 Gs/s(!).

Gruß, Marcus
Gast #685927
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo zusammen,

Letzten Sommer habe ich angefangen Elektrotechnik zu studieren und bin 
nun auf der Suche nach einem preiswerten Oszilloskop für meine 
Bastelecke :D

Dabei haben USB Scopes mein Interssen geweckt, da sie klein und portabel 
sind. Und da ich mein Notebook sowieso immer dabei habe, eine nette 
Ergänzung :D

Nun habe ich leider schon viel negatives über USB Scopes gehört. Dennoch 
gehen die Meinungen immer wieder auseinander...

Was sagt ihr über den MEphisto Scope UM20x
http://www.meilhaus.de/produkte/usb-mobile-messtechnik/?user_produkte%5BPATTR%5D=HPG_3-UPG1_3-UPG2_40&user_produkte%5BPR%5D=8&cHash=3bef5620cb

vielen Dank für jegliche KONSTRUKTIVEN Antworten ;)
Gast #686071
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,
die Meisten USB Scopes haben meistens relativ geringe realsampel Raten. 
Das heißt im Singelshot Berreich sind sie nicht wirklich gut zu 
gebrauchen. Aber durch das Respektives Sampling durchhaus für 
wiederholden Signale geeignet das entspricht dann etwa der 
gebrauchsfähigkeit eines Analoges Scopes. Nur das es halt noch ein paar 
extra Mess und Speicherfunktionen hat.
Bei dem oben genannten Meilhaus sollte man noch dazu sagen das es 16Bit 
hat. Normale Scopes haben in der Regel immer nur 8 Bit. Ausnahmen 
bestätigen die Regel.
Das einzigste USB Scope das ich kenne was 1GS/s hat ist das PS5000 von 
Meilhaus. Aber das kostet dann soviel ich weiß auch mehr als 1k€. Ist 
dafür aber auch für richtige Langzeitmessung geeignet dank großen 
Internen Buffer.

So wie ich die meisten USB Lösungen interpretiere sind diese Meistens 
als Logger für Langsame Signal ausgelegt.

Wie gut ein DigitalOszilloskop ist lässt sich an folgenden Werten fest 
machen:

Sampelrate real/je nach einsatzwunsch kann evt auch die Respektive 
genutzt werden. Siehe oben.

Auflösung Mehr als 8 Bit sind bei den Schnellen in der Regel nicht drin 
es seiden man langt tief in die Tasche. Aufpassen sollte bis zu welchen 
Bedingungen die 8 Bit garantiert sind.

Analoge Bandbreite sprich die MHz Zahl.

Emfindlichkeit der Eingänge. Auch hier Schauen bis wieviel MHz die 
jeweilge bereiche garantiert sind.

Evt. auch die Marke man sieht ja was bei Wittig rauskam.

Evt. auch noch die Bedienung und die schnellikeit der Bedienung und wie 
verwinkelt die Menüs sind.

Ich würde mich aber ebenfalls mal am gebraucht Markt umschauen. Hier 
sind evt auch die Lecroy Kisten interesant. evt. auch über einen Einkauf 
in den USA nachdenken. Allerdings lässt hier der Zoll grüßen aber der 
Dollar lädt dazu trotzdem ein.
Gruß
Peter
#686087
Lesenswert?
• ▲
▼
Peter wrote:
>> Ich würde mich aber ebenfalls mal am gebraucht Markt umschauen. Hier
> sind evt auch die Lecroy Kisten interesant. evt. auch über einen Einkauf
> in den USA nachdenken. Allerdings lässt hier der Zoll grüßen aber der
> Dollar lädt dazu trotzdem ein.
> Gruß
> Peter

Das Beste, was man aus meiner Sicht auf dem Gebrauchtmarkt bekommt, ist 
Tektronix 11000er Serie bzw. DSA601/DSA602 direkt aus USA, von 
Gebrauchtgerätehändlern oder über Ebay.

Die Geräte sind anscheinend relativ unbekannt und haben daher ein 
vergleichsweise gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

ABER:

1. Bleibt es ein Risiko, da Reparaturen fast nicht möglich. Es gibt 
allerdings technische Unterlagen und gelegentlich auch Ersatz-Boards.

2. Mit 200 bis 300 US$ Transportkosten muss man schon rechnen, und einen 
größeren Rollwagen braucht man auch dazu.
Gast #687777
Lesenswert?
• ▲
▼
Vielen Dank Peter und Dieter für die ausführlichen Informationen! :D

Leider kann ich mich immer noch nicht entgültig für ein Analoges 
Oszilloskop oder einem USB Scope entscheiden... :S :(

Ich denke, ich schreibe einfach mal kurz, für was ich es etwa zu 
gebrauchen gedenke :D

Nach wie vor, bin ich ein Anfänger in der Eletkrotechnik :D Ich verfüge 
zwar schon über ein einigermassen solides Grundwissen, aber leider 
bezieht sich das hauptsächlich auf die Theorie :( Ein grosser Nachteil 
der ETH!
Daher würde ich mir gerne einen tieferen Einblick in elektronische 
Netzwerke verschaffen. Vorallem interessiert mich das Verhalten div. 
Bauelemente in einfachen Schwingkreisen (wie z.B. mit Spulen und 
Kondensatoren, div. OPV's, Hoch- und Tiefpassfilter, etc...)
Ich habe aber auch ein FPGA board ( 
http://www2.ife.ee.ethz.ch/~zinniker/digiprakt//sb2board/index.html ), 
sowie dem RN-Control board ( 
http://www.roboternetz.de/wissen/index.php/RN-Control ) auf dem ich 
gerne div. Signale anschauen möchte.
Zudem würde ich mir gerne Mikroprozessoren und einfache logische 
Schaltungen genauer anschauen.

Ich würde mir gerne ein USB-Scope kaufen. Ich bin von diesen Dingern 
richtig angetan :D da diese meiner Meinung nach auch grosse Vorteile 
haben. Sie sind platzsparend und mobil, haben (meistens) einen 
integrierten Logic Analyser sowie weitere interessante Features, die 
Daten lassen sich bequem abspeicheren, weiterverarbeiten und weitergeben 
und und und...

Aber wie gesagt, ich habe schon viel negatives über ihre Leistung gehört 
und dass sie trotz vielen features technisch gesehen dem Altbewährten 
mächtig hinterher hinken...

Nach den Merkpunkten von Peter würde ich mich für das bitsocpe BS100U 
entscheiden ( http://www.bitscope.com/product/BS100/ ) Zusätzlicher 
Vorteil, die Software läuft, wie schon bemerkt, auf Linux ;)
Der Preis beträgt 384 Euro und ist nur in Australien erhältlich. Die 
Kosten für den Versand sind aus eigenen Erfahrungen sehr gering. Über 
die Import-Gebühren weiss ich nicht viel, jedoch sollten sie auch nicht 
allzu hoch ausfallen.

Was denkt ihr über das Preis/Leistungs-Verhatlen? Oder ratet ihr mir 
doch lieber zu deiem Analogen Oszilloskop sowie einem einfachen Logic 
Analyser?
Gast #687904
Lesenswert?
• ▲
▼
Also, wenn ich das richtig gelesen habe, hat es darüber ETS. Von 
unbrauchbar kann bei diesen Daten also keine Rede sein.

1S/s to 50kS/s (continuous)
1kS/s to 40MS/s (per buffer) real-time
10MS/s to 2GS/s (per buffer) ETS

Man muss halt wissen, was man will und was man dafür ausgeben möchte. 
Nach dem Preis/Leistungsverhältnis erscheint das Gerät sehr günstig. Die 
Frage, ob so ein Gerät ausreicht, oder ob es nicht 200, 300, 400 MHz 
sein müssen und höhere Single-Shot-Abtastrate wird heir immer wieder 
diskutiert, entscheiden kann man das nur anhand der Anwendung.
Gast #688148
Lesenswert?
• ▲
▼
Vielen Dank für die schnellen Antworten ;)

Aber könnte mir mal jemand erklären, was der Unterschied zwischen 
Streaming Sample Rate, Real Time Sample Rate und Equivalent-Time Rate 
ist? :D

@ DR
Für welche Anwendungen braucht man denn höhere Single-Shot-Abstraten? 
Und würden die vom Bitscope BS100U für die von mir oben angegeben 
Anwendungsbeispiele ausreichen?
#688156
Lesenswert?
• ▲
▼
Tobias Bleiker wrote:

> Real Time Sample Rate und Equivalent-Time Rate

RT: Daten werden in einem Rutsch gesampled und dann ist Schluss. Die 
Zeitauflösung wird hier durch Samplerate und Bandbreite definiert.

ET: Daten werden in mehreren Zyklen mit geringem Zeitversatz zum 
vorherigen Zyklus gesampled und eingesammelt. Das Ergebnis ist 
vergleichbar zu Analogscopes, essentielle Voraussetzung ist ein sich 
praktisch identisch wiederholendes Signal. Vorteil dabei: die maximale 
Samplerate ist nicht mehr relevant, die Zeitauflösung wird nur noch von 
der Bandbreite definiert.
Gast #688168
Lesenswert?
• ▲
▼
Also demnach sollte eigentlich das Bitscope Bs100U für meinen geplanten 
Gebrauch (siehe oben) vollkommen ausreichen, oder?

Für logische Schaltungen, Mikroprozessoren und meine Boards sollte der 
RT (1kS/s to 40MS/s per buffer) bei einer bandbreite von 100MHz 
ausreichen und für die Untersuchung an einfachen Schwingkreise sollte 
der ET (10MS/s to 2GS/s per buffer) auch genügen. Oder liege ich da 
falsch? ;)
Gast #688243
Lesenswert?
• ▲
▼
Vorsicht beim Gebrauchtgerätekauf im Ausland.
Ein Freund von mir hat sich n tolles Fluke
Handheld Digi-Scope gebraucht geleistet, nach
3 Monaten Freude hat sich nun Kanal 1 aus heiterem
Himmel verabschiedet.
Kostenvoranschlag Fluke 1 k€, keine Garantie etc..

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren