Hallo! Ich verwende einen Sensor (magnetischer Drehencoder), der ein Quadratursignal ausgibt. Dieses übertrage ich über ein längeres (~ 2 m) mehradriges Kabel zum auswertenden µC. In dem Kabel befinden sich außerdem einige andere Adern, über die andere digitale Inforamtionen übertragen werden. Ich beobachte nun ein Übersprechen der Quadratursignale in die anderen Adern. Dieses stellt sich so dar, dass ich auf einer anderen Ader bei den Flankenwechseln im Quadratursignal kleine Spikes sehe, die schnell ansteigen und dann exponentiell abfallen mit tau = ~ 3-5 µs (per Auge auf dem Oszi abgeschätzt). Das Übersprechen findet wirklich im Kabel statt, wenn ich eins der digitalen Signale direkt vor dem Kabel abgreife, sind die Spikes nicht vorhanden, außerdem sehe ich die Spikes auch in einer beidseitig offenen Ader in dem Kabel (hochohmig mit Oszi gemessen). Ich beobachte das Phänomen vor allem bei Adern, die im Kabel auch tatsächlich direkt aneinander liegen. Mir ist zwar in Grundzügen (mehr will ich ja ganricht behaupten...) klar, was da physikalisch vor sich geht, meine Frage ist aber: hat dieses Phänomen etwas mit der Art oder Qualität des verwendeten Kabels zu tun? Welche Möglichkeiten habe ich praktisch, das Problem zu minimieren? Nur über ein Filterung (RC)? Vielen Dank für alle Tipps und Hinweise! Gruß Moritz
@ Moritz (Gast) >klar, was da physikalisch vor sich geht, meine Frage ist aber: hat >dieses Phänomen etwas mit der Art oder Qualität des verwendeten Kabels >zu tun? Teilweise. Wenn man Adernpaare oder Gruppen mit einem separaten Schirm versieht, verringert sich die Kopplung. > Welche Möglichkeiten habe ich praktisch, das Problem zu > minimieren? U.a. über eine niederohmigeren Abschluss der Leitungen. Deine Digitaleingänge sind sehr hochohmig, da koppelt jedes leise Husten ein. Schließ die Leitungen mal mit 1-10kOhm gegen Masse ab und miss noch einmal. MFG Falk
Danke für die Infos, ja, dass das an dem relativ hochohmigen Aufbau liegt habe ich mir gedacht. Ich habe den Abschluss gegen Masse noch nicht praktisch ausprobiert, weil ich da folgendes Problem sehe: die Sensorausgänge (und die anderen digitalen Ausgänge auch) sind über 10k gegen 5 V hochgezogen. Wenn ich jetzt 10k oder gar noch weniger nach Masse dazuschalte baue ich doch einen ordinären Spannungsteiler auf und halbiere mindestens die Spannung des high-Zustandes. Gruß Moritz
na dann mach halt einen Pull-UP an deine Eingänge, dann passt das wieder. Ob Pull-Up oder DOWN ist der HF-Einkopplung egal. MfG Falk
Ok, dann solltest du eher die 10k Pullup soweit verringern, wie es die Treiberleistung des Sensorausgangs erlaubt...
Du solltest paarweise verdrilltes Kabel nehmen und dann je Paar ein Signal mit GND. Noch besser ist differentielle Übertragung (RS-485 Treiberchips). Peter
Sorry, das war dämlich von mir. Und ja, das hilft, hab's gerade mit 1k nach +5V ausprobiert (also parallel zu dem 10k pull-up). Das ist zwar jetzt etwas üppig, ich spiel noch mal und guck wie stark ich den Widerstand noch vergrößern kann. Ganz vielen Dank! Gruß, Moritz.
@ Moritz (Gast) >nach +5V ausprobiert (also parallel zu dem 10k pull-up). Parallel ja, aber bitte am EINGANG des Empfängers. Spielt vor allem bei längeren Leitungen eine Rolle. > Das ist zwar >jetzt etwas üppig, ich spiel noch mal und guck wie stark ich den >Widerstand noch vergrößern kann. Ganz vielen Dank! Gruß, Moritz. Vielleicht reicht es, die 10K vom Ausgang des Sensors zum Eingang des Empfängers zu verschieben. MFG Falk
ja, am Eingang. Der Sensor befindet sich auf einem kleinen PCB das ich nach Möglichkeit nicht verändern wollte. Insofern leg ich den Pull-up am "Empfänger" Eingang parallel zum schon vorhanden auf dem PCB. Danke nochmal fürs mitdenken! Moritz.
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