Salve,
das neueste, was ich mit IrDA gemacht habe, war, meinen Palm OS
Fahrradcomputer ( http://veloace.sf.net ) per IR an den Radsensor
anzukoppeln. Dafür wollte ich keinen AVR abstellen (weil es einfach
nachzubauen sein soll). Also einfach per Monoflop einen verzögerten
IR-Blitz gesendet, der auf der IrPHY-Schicht als Startbit wirkt und
somit den Palm ein gültiges Byte erkennen läßt. Funktioniert
ausgezeichnet. Nur ist der Empfänger im Palm auf der IrPHY-Ebene (das
ist ja nichts anderes als UART, nur daß die Bits durch Blitze codiert
sind) etwas anfällig gegen moduliertes Licht. So kann man z.B. auch mit
einer IR-Fernbedienung, einem TFT-Hintergrundlicht bzw. einer
Leuchtstoffröhre einen Empfang auslösen. Allerdings funktioniert das
logischerweise seltener ohne Framing Error, und auch nicht über größere
Strecken. Für die Anwendung auf dem Fahrrad ist es also trotz dieser
Einschränkung absolut praktikabel. Sinn war, VeloAce auch auf
Palm-Modellen einsetzbar zu machen, die kein echtes RS232 mehr haben
(bei der RS232-Variante schließt der Radsensor einfach RTS gegen RXD
kurz).
Zurück zum Thema. Du kannst also auch auf IrPHY ganz prima
kommunizieren. Mußt Dich dann natürlich selbst um eine fehlerfreie
Übertragung kümmern, denn IrPHY ist das reine Hardwareprotokoll.
Schlechte Sichtverbindung und schon sind die Daten Müll. Im Prinzip
kannst Du Dir sicherlich auch den MCP2120 sparen, wenn Du den AVR
entsprechend codiert senden/empfangen läßt. Schade, daß die AVR die
UART nicht von sich aus mit der IrPHY-Codierung betreiben können, so
wie es bei den IrDA-fähigen UARTs in allen modernen PCs der Fall ist.
Mark