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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik SMD löten


Autor: Ralf (Gast)
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Ich habe mir gerade den Artikel über SMD löten durchgelesen. Allerdings
ist die Methode nicht unbedingt zeitgemäß. Ich verwende dazu immer
Flussmittel-Gel und eine "Hohlkehlen-Lötspitze" (z.B. von Weller Typ
GW).
Man macht einfach eine Portion Gel auf die Pads, setzt den IC (auch
Fine-Pitch) auf, verzinnt die Lötspitze und zieht sie zügig über die
Pins.
So lötet man z.B. einen ATMega128 innerhalb von 2 Minuten in der
Qualität vom Maschinenlöten auf. :-)

Autor: Einer der Bernds (Gast)
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Ja und?

Mach ich seit Jahren so. Und das auch noch ohne
"Hohlkehlen-Lötspitze", sondern mit einer ganz normalen 3-5mm breiten
Lötspitze.

Autor: Weihnachtsmann (Gast)
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Hallo

Ich löte auch erste seit kurzem SMD ich 2-Platinen kaputt gemacht
habe.

Ich löte mit einm recht grossem Lötkolbenspitz den ich bei normalen IC
verwende,

Das SMD-Löten habe ich erste im Griff seit dem ich flüssiges
Flussmittel (Sibalco) verwende, es ist fasst ein Kinderspiel.
Als erstes bentze ich die Kontaktflächen/Pins mit Flussmittel und
Positioniere ich das IC und löte übers Kreuz 2 Pins fest.
Dann jedes einzelne Pin.

Ich bin selber erstaunt wie gut das geht.
Wenn ich ein bisschen zu viel Lötzinn aufgetragen habe einfach mit
Entlötlitze wegsaugen.

Nachher muss reinige ich die Platine mit Spiritus.


Vorher bin ich fasst verzweifel ohne Flussmittel.

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,ich lach mich auch immer schlapp wenn einer versucht mit ner feinen
Spitze die Pinne einzeln zu verlöten. gg

Autor: Thorsten (Gast)
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Ich weiß nicht was ihr habt, so löte ich auch 100-Pinner mit .5mm
Pinabstand. Geht perfekt!

Autor: Ratber (Gast)
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Ja wie den nun ?
Mußt schon sagen ob einzeln oder mit Fluxer ? '-)

Autor: Thorsten (Gast)
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Sorry, einzeln natürlich :)

Autor: Peter (Gast)
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Hi,
mal ne Frage
@Einer der Bernds
Hat die "Hohlkehlen-Lötspitze" einen bestimmten Namen oder noch
besser wo kann man diese Lötspitze denn herbekommen? Ich habe noch eine
"alte" Weller Lötstation und wollte mir auch mal so eine Lötspitze
kaufen.
Gruß, Peter

Autor: dc6ri (Gast)
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Da wir grad beim Thema Lötspitzen sind. Ich hab hier eine alte ERSA
MS-250 bei der nur noch der 25W-Kolben vorhanden ist. Bei diesem wäre
jetzt eine neue Spitze fällig. Die Auswahl ist ja nicht groß, aber ich
bin mir trotzdem nicht sicher welche ich nehmen soll. Da wäre ja
1. die 172BD 1.1mm ERSADUR Dauerlötspitze oder
2. die 172BN 0.5mm vernickelt.

Und da kann ich mich eben nicht entscheiden. Qualitativ wäre ja die
ERSADUR-Spitze besser, wobei die andere feiner ist....
Wozu würdet ihr tendieren?

BTW: gibts eigentlich auch Hohlkegelspitzen für diesen Lötkolben?

Gruß, Andreas

Autor: FireFox (Gast)
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@Peter

Die Lötspitze gibts beim Conrad. Heisst glaub ET-GW oder so. Kostet
aber glaub 17€

Autor: Ratber (Gast)
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@Thorsten


Mann da biste ja ewig und drei Tage unterwegs.

Mit Fluxer mach ich nen Controllerwechsel (zb. TQFP80/100) komplett mit
Reinigen und laufen (Zum Entlöten muß ich nochmal an nen anderen Tisch
weil wir uns alle einen Entlöter teilen) keine 5 Minuten und ich
überschlage mich nicht gerade dabei und es sieht auch gleichmäßiger
aus.
Verwenden tu ich nur ne einfache 3mm flachspitze

Autor: Peter (Gast)
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@FireFox

Danke. Da werd ich mir mal so eine holen. Ich hoffe nur, dass das die
richtige ist. Auf der Seite von Conrad ist leider kein Bild vorhanden.

Autor: Kurt (Gast)
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Interessiert mich auch.

Wenn ich richtig verstanden hab ist das Flussmittel der entscheidende
Punkt.
Das (der) Zinn trennt sich automatisch (egal welche Spitze).

Wie schaut die Reinigung danach aus?
Muss sie sein oder ist es nur zur Optik ?

Gruss Kurt

Autor: Thomas K (Gast)
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Mir steht das SMS-Löten auch noch bevor. Ich habe mir schon so einen
FLussmittelstift von Conrad gekauft.

Wie genau muss ich den denn dann verwenden wenn ich nach eurer Methode
(also nicht jeden Pin einzeln) löte?

Darf ich mit dem Stift quer über alle Pads drüber oder muss ich alle
ganz genau einzeln "anmalen"?
(ich hoffe man versteht was ich meine)

Autor: Ratber (Gast)
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@Kurt

>Wenn ich richtig verstanden hab ist das Flussmittel der entscheidende
>Punkt.
>Das (der) Zinn trennt sich automatisch (egal welche Spitze).

Korrekt,das Flussmittle ist der springende Punkt und die Spitze ist
relativ egal (Sollte gut über die Kontakte gleiten und etwas
Wärmekapazität besitzen)

>Wie schaut die Reinigung danach aus?
>Muss sie sein oder ist es nur zur Optik ?

Teils teils.

Flussmittelreste bei einfachen Schaltungen stören nur Optisch.
Bei empfindlicheren Schaltungen können die aber auch störend sein dennn
in ihnen sammelt sich oft auch jeder Dreck der beim Löten anfällt und
der könnte leicht Leitend sein was bei sensiblen Schaltungen eventuell
stören könnte.
Zudem sieht man bei zuviel Flussmittelresten die Lötstellen nicht so
Toll.

Mit etwas alkohol ist der Spuk schnell gegessen.


Ich Schaue mal ob ich dir ein paar Bilder machen kann wie das mit und
ohne und überhaupt aussieht.



@Kurt

Richtig,einfach frei Schnauze quer über die Pinne Malen.
Ich habe hier meinen Fluxer in einer Plastikflasche mit Spritzennadel
weils da einfacher mit dem Verteilen ist.
Gib nicht zuwenig.

Autor: Benedikt (Gast)
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Flussmittelreste ziehen Feuchtigkeit an. Man hat dan zwischen den Pins
einen super Feuchtigkeitssensor (je höher die Luftfeuchtigkeit, desto
größer die Kapazität) und dazu kommt natürlich noch ein Leckstrom.

Reinigen mit normalem Alkohohl (Spiritus) ist nicht so ganz das wahre,
da beim Verdunsten weiße Rückstände (vom Vergällunsmittel ?) bleiben.
Besser gehts nicht Isopropanol. Das riecht auch besser...

Autor: Hauke Radtki (Gast)
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Das mti dem flussmittel kann ich nur bestätigen ... ich hatte einen
Folienleiter an einem LCD gelötet, doch als noch das flussmittel drauf
war, waren sehr viele pixel ausgefallen/falsch als ichs dann
saubergemacht habe gings super!

Autor: Kurt (Gast)
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Guten Morgen und Danke,

das mit dem Spiritus (stimmt).
"Isopropanol" , "Flussmittel (Sibalco)"
Werd beim "R" oder "C" mir welches besorgen.

Nochwas: Möchte meine Platinen auch gegen Feuchtigkeit schützen.
Dazu scheint "Plastikspray 70" ganz gut zu sein.
Gibt's sonst noch Spray's ?
Wie speichert Epoxyd-Platinenmaterial die Feuchte und wie bringt man
die ev. raus.

Gruss Kurt

Autor: Hauke Radtki (Gast)
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also epoxid speichert fast kein wasser/feuchtigkeit.
Du kannst natürlich deine platine mit dem plastikzeugs einsprühen ...
aber wenn du dann was auslöten willst, ist das sehr schlecht!
Hier hab ich irgendwo gelesen, das in spiritus gelöstes Kolophonium
(oder so ...) auch gut sein soll. Ich hab das noch nicht ausprobiert,
aber das werd ich glaub ich auch bald ma machen

Autor: Thorsten (Gast)
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Es gibt auch spezieller Schutzlack der lötbar ist, ich meine jetzt nicht
Lötlack. Finde jedoch die Bezeichnung nicht mehr.

Autor: Weihnachtsmann (Gast)
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Also ich möchte einfach noch jedem Anfänger raten nicht ohne Fluxer
zu löten denn der Unterschied ist wie Tag und Nacht.

Die weissen Rückstände bei Spiritus kann ich zwar nachvollziehen hatte
aber nie solche Rückstände. Vielleicht ist das eine Frage der
Herstellers.

Autor: Ratber (Gast)
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Die weißen Rückstände kommen vom Fluxer und nicht vom Alkohol.
Jedenfalls nicht in den Mengen das es unangenehm auffällt.

Die Bilder sind übrigens in Arbeit.........


Erstmal was Futtern ;)

Autor: Thorsten (Gast)
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Die weißen Rückstände kommen vom Denatoniumbenzoat, welches dem Spiritus
beigefügt wird, um es ungenießbar zu machen.

Autor: Ratber (Gast)
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Ähm,halben Text vergessen.

Wollte noch anfügen:

Wenn irgendein alk oder Iso stark weißen Belag zurücklässt dann ist der
Verunreinigt oder für was anderes gedacht.

Natürlich sollte man Flussmitelreste "runterwaschen" und nicht nur
einweichen und wieder als Fim antrocknen lassen. ;)

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,da war ich ne millisekunde zu spät.

@Thorsten

Tja,dann haben wir nen ganz besonderen Iso denn der hinterlässt keinen
Film.
Reiner Alk ist es jedenfalls nicht denn das wäre dann doch etwas Teuer
in den Mengen die wir brauchen.

Ich denke mal es gibt da unterschiede in der Qualität.

Autor: André K. (Gast)
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Im Isopropanol ist kein Vergaellungsmittel, da es ohnehin schon giftig
und nicht trinkbar ist. Aus Spiritus laesst sich dann aber leider doch
noch etwas machen, damit er wegen der Branntweinsteuer nicht zu teuer
wird, mischen die Hersteller dann Vergaellungsmittel bei, die das
Trinken zu einem wahren Erlebnis werden lassen.

MfG

Autor: Ratber (Gast)
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Gut ,dann ist das geklärt.

Autor: Marko B. (Gast)
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Tip am Rande: Aceton löst Flußmittel (und auch Fett und andere
unerwünschte Substanzen) besser als Alkohole.

Autor: Lukas (Gast)
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Leider greift Aceton einige Stoffe etwas zu agressiv an.

Autor: Marko B. (Gast)
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Ja, manche Kunststoffgehäuse werden angegriffen. Polystyrol löst sich
sogar in Sekundenschnelle auf :). Die Materialien aus denen Platinen
und Bauteile bestehen sind aber beständig dagegen.

Autor: Ratber (Gast)
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Hoppla,da hab ich doch glatt vergessen das Versprochene zu liefern.

Ich hab bewußt drauf verzichtet es besonders schön zu machen (Lange
rumputzen zwecks Angeberei überlasse ich anderen) also ein ganz
normaler Chipwechsel.
Ohne die ewige Rennerei zum Bildermachen ist sowas in wenigen Minuten
erledigt.

Auf Position 1 erkennt man den Grund für den Wechsel.
auf einer Seite sind die Beinchen hochgebogen.

Controller mit Heißluft abheben.(2),die Pads mit Litze absaugen (3).
Dann den neuen Chip Positionieren und mit etwas Lot ankleben (4).
Ja und jetzt noch mit viel Fluxer die Kleckse verteilen (5) und mit Iso
abspülen (6).
Das Anschließende verdampfen der Reste mit Heißluft hab ich mir
geschenkt.

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