Frage zu Kleinspannung und Auslegung der Regelung

Gast #2281781
Hi.


Zitat aus Wikipedia:

"Als Kleinspannung, umgangssprachlich auch Niedervolt oder Schwachstrom, 
werden in der Elektrotechnik Wechselspannungen (AC) bis 50 Volt 
Effektivwert und Gleichspannungen (DC) bis 120 Volt bezeichnet. Sie ist 
ein Teilbereich der Niederspannung. Diese Spannungen gelten beim 
Berühren für erwachsene Menschen als nicht lebensbedrohlich und 
entsprechen der maximalen dauernden Berührungsspannung beziehungsweise 
Fehlerspannung.

Die europäische Niederspannungsrichtlinie gilt daher auch für den oberen 
Bereich der Kleinspannung (AC über 50 Volt Effektivwert und DC über 75 
Volt).

Bei Spannungen unter 25 Volt AC oder 60 Volt DC kann gänzlich auf einen 
Schutz gegen Berühren verzichtet werden; diese Spannungen gelten auch 
für Tiere und Kinder als ungefährlich[1]."

Nun gehts mir um die Auslegung der Regelung bei einer symmetrischen 
Spannungsversorgung.
Wenn ich die Spannung erdsymmetrisch habe, so dass die Spannung gegen 
Erde nicht höher als 48Vac ist, aber die Spannung zwischen 2 Leitern 
100Vac, ist das dann noch Kleinspannung?
Oder bei DC: +/- 60 V DC.

Wegen der zu übertragenden Leistung kommt es auf jedes Volt an, da die 
Stromstärke durch den Drahtdurchmesser begrenzt ist, und die aktiven 
Komponenten schon ordentlich was brauchen.
Praktisch funktioniert es auch mit Netzspannung. Die Isolierung der 
Leitung schafft das, aber sie ist offiziell nur für Kleinspannung 
zugelassen.
Gast
> Wenn ich die Spannung erdsymmetrisch habe, so dass die Spannung gegen
> Erde nicht höher als 48Vac ist, aber die Spannung zwischen 2 Leitern
> 100Vac, ist das dann noch Kleinspannung?

Nein.

Allerdings:

Nach DIN VDE 0100-410 ist die DAUERND zulässige Berührungsspannung bei 
DC 120V. Allerdings ist bereits ab 60V ein Basisschutz gefordert (z.B. 
ein Gehäuse).

D.h. wenn die Kontanke deiner Leitung nicht offen rumliegen (Prinzip: 
Stereoanlage Lautsprecherausgang, anstatt Gleise einer Modelleisenbahn) 
sind 120V zulässig.

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm
Gast
Berührungsschutz ist soweit gegeben.

Es handelt sich um ein properitäres System, um LAN und SAT über eine 
busförmige Leitung zu übertragen.

Dazu verwendet wird ein CAT5+Coax Twinkabel (Ähnlich Homeway Kabel)

Die aktive Technik soll zentral versorgt werden, und nicht aus der 
jeweils nächstliegenden Steckdose, um die Betriebssicherheit zu erhöhen.

Das Kabel wird also immer unterbrochen, die Mini Switche sind als Kette 
hintereinander geschaltet, so dass ein Ethernet Bus entsteht.
Der NetCeiver für den TV Empfang muss auf dem Dachboden ebenfalls 
darüber versorgt werden.

Der fest installierte WLAN Router auf dem Dachboden muss ebenfalls 
Buspowered sein.

Über das zusätzliche Koax des Twinkabels wird noch Unicable verteilt, 
welches mittels einem TAP ausgekoppelt wird, dann kommt ein Verstärker, 
dann ein Splitter.

Über MicroCoax und HCNA wird es dann Wohnungsintern zu den Endgeräten 
verteilt.
Der Master HCNA Adapter soll ebenfalls "Buspowered" sein.


Insgesamt rechne ich mit etwa 50-80 Watt Leistung, die ich auf dem 
"Backbone" Twinkabel führen muss.
Gast
So entsteht ein Gigabit Backbone physikalisch als Bus ausgeführt (Also 
von Switch zu Switch weiter gereichtes Gigabit Lan) + Unicable+IPTV 
System, welches ohne Netzwerkleitungen innerhalb der Wohnungen auskommt, 
und nur ein kleines Twinkabel als Stammleitung braucht.
Ich hätte auch nur Koax verwenden können und mit HCNA gleich bis zum 
NetCeiver/Internetanschluss gehen können. aber wenigstens auf dem 
"Backbone" echtes Gigabit zu haben, ist mir lieber. Und das HCNA dann 
nur für die letzten paar Meter Wohnungsintern.

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