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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welcher µC zum Einstieg?


Autor: Chris (Gast)
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Hallo,
ich würde gerne in die Welt der µC einsteigen, weiß aber nicht so recht
welchen ich nehmen soll... der AVR bietet eine große Community und es
gibt sehr viele verschiedene Varianten für jeden Einsatzzweck. Dann
gibt es den MSP430, welcher ideal sein soll wenn es darum geht seine
Programme in C zu schreiben, da die Addressierung des Speichers anders
geregelt ist als beim AVR(oder irgendwie so war das ;) ) und es gibt
noch einige andere µC... z.B. den PIC, oder ARM... Ich wollte fragen
was ihr einem Einsteiger denn so empfehlt? Der AVR hat den großen
Vorteil der großen Community... der MSP430 wäre einfach in C zu
programmieren... und der ARM hat einiges an Power und ist nebenbei ein
32bit µC. Ich kann mich nicht wirklich entscheiden... ich würde gerne
in C programmieren aber würde auch auf Assembler umsteigen wenn das
wirklich nen ganzes Stück besser ist und wenn ich dann schon auf
Assembler umsteige denke ich fällt der MSP430 schon fast ganz raus,
weil das C programmieren, so weit ich das sehe, wohl der einzig
wirklich ausschlaggebende Faktor ist beim MSP... Aber da ist ja noch
der ARM... die Community scheint auch nicht so groß zu sein wie beim
AVR (oder irre ich mich da?) aber die Power in dem Ding ist einfach
größer... was mich persönlich schon reitzt, weil ich vielleicht später
auch mal bisschen mehr versuchen möchte. Wäre der Umstieg von AVR auf
ARM schwer? Weil wenn nicht, dann würde ich eindeutig mit dem AVR
anfangen und später wenn die Power vom AVR mal nicht ausreichen sollte
mich dann mal mit ARM auseinandersetzen.

Vielen dank fürs durchlesen...
ich bin für jeden Beitrag und jede Kritik offen.

Autor: Jochen (Gast)
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Also auch wenn das vielleicht in einigen Beiträgen so rüber gekommen
ist, so ist der AVR leicht in C zu programmieren. Ein paar
Besonderheiten gibt es halt zu beachten, z.B. beim Ablegen von
Konstanten oder Strings im Flash, aber das schaut man sich einmal an
und das war es. Ist nur ein bisschen Tipp-Mehrarbeit.
Der ARM hat sicherlich mehr Rechenpower, ist allerdings komplexer,
sowohl bei der Hardware (Du willst Dir ja sicher mal ne Platine selber
basteln) als auch bei der Software.

Mein Tip: Nimm Dir nen kleinen AVR, z.B. den Mega8, und ein Steckbrett
und leg los. Falls Fragen auftauchen und Du selbst nach intensivem
Datenblattstudium und Suche hier im Forum keine Antwort findest, dann
stell hier eine Frage.

Autor: namenlos (Gast)
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Frage mal einen Christen, Hindu und Moslem (Reihenfolge rein
alphabetisch, keine Wertung) welchem Glauben Du beitreten sollst.

;-)

Autor: KoF (Gast)
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glaub mir, C ist nicht der einzige pluspunkt für einen msp430 :-P

bezüglich asm:
da jeder prozessor/uC seinen eigenen befehlssatz hat, müsstest du beim
wechsel des prozessors/uc`s auch gleich einen neuen asm syntax lernen.
bei C ist das aber bei weitem nicht so kompliziert :-)

Autor: dose (Gast)
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Der AVR ist für günstig für einen Einsteiger.
Ich habe selbst mit Ponyprog und Winavr als Einstiegstools gute
erfahrungen  gemacht. Heute würde ich einen kleineren Mega nehmen.
ATmega8 oder Atmega16. Es gibt auch eine gute Homepage zum AVR.
www.avrfreaks.net Die solltest du ersteinmal durchforsten. da gibt es
gute Hinweise.

Autor: Detlef Wilken (Gast)
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Hallo

Ich habe mich damals für AVR entschieden und habe nur positive
Erfahrungen gesammelt. Ich arbeite mit WinAVR (kann man für umsonst im
WWW bekommen) und programmiere in C. Zum flashen verwende ich den
ISP-Programmer (Für unter 40 Euro bei Reichelt: Und AVR Studio ist
dabei).

Mir war zu Anfang die einfache Handhabe wichtig: Man braucht neben der
Versorgung des Controller nur einen 1k auf Reset legen, und schon hat
man einen betriebsfähigen Controller (Kann man einschließlich ISP in
einer Minute zusammenlöten)

Wie das bei den anderen Controllern ist, weiß ich nicht, aber ich
bereue meine Entscheidung nicht.

Gruß

Autor: Tobias Paul (Gast)
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Ich wollte zuerst den PIC (Microchip) programmieren, hab mich aber dann
für den AVR (Atmel) entschieden.
Meine persönlichen Auswahlkriterien waren:

-µC sollte auf jeden Fall in C programmiebar sein

-für den PIC gibt es nur sehr beschränkte C-Compiler

-für den AVR gibt es den kostenlosen C-Compiler überhaupt (WinAVR)


-µC sollte wenig ext. Beschaltung haben

-beim PIC weis ich es nicht genau

-aber beim AVR gibt es Typen mit int. Oszillator, int. Pull-UP
Widerständen, d.h. einfach nur noch 5 V anlegen, Reset-PIN mit 10k auf
VCC legen, ISP-Pins auf eine Steckleiste legen und schon kanns
losgehen.


-µC sollte einfach zu flashen sein

-beim PIC wird meist noch ein Brenner benötigt
also µC in Brenner stecken, Code drauf laden, µC wiede in die Schaltung
stecken, schauen was passiert, wieder Code ändern, µC wieder in den
Brenner stecken, Code laden, usw. bis irgendwann die Pins des µC
abbrechen.

-beim AVR die ISP-Pins mit dem ISP Programmer verbinden und schon kann
man den AVR direkt in der Schaltung programmieren. Sehr nützlich beim
Ausprobieren von Codeänderung. Also Code ändern, flashen, schauen was
passiert, Code ändern, flashen usw.

Autor: Rolf F. (Gast)
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MSP430 ist empfehlenswert weil nicht alt ("state-of-the-art"), ständig
neue Chips dieser Art mit neuen Features auf den Markt kommen, viel
Dokumentation z. B. in Form von Application Notes vorhanden ist, es
auch einen GCC-Port dafür gibt, und es die am wenigsten Strom
verbrauchende Prozessorfamilie ist (zumindest unter den >=16-Bittern).
Man kann da mit einem einfachen Chip anfangen und später Sachen wie
DMA, Low-Power-Modi, AD-/DA-Wandler programmieren und z. B. mit der
internen Temperatur-Diode die IC-Temperatur zu messen. Sowas wie
Reprogrammierung des Flash im laufenden Betrieb um z. B. Daten zu
speichern, ist auch machbar.

Autor: Michael F. (Gast)
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Also ich hab vor ein paar Wochen mit nem ATmega162 und Assembler-Code
angefangen.
Wichtig war:
- geringer (Gesamt-) Preis
- kein ewig großer hardware-aufwand

hab jetzt grad: AVRStudio4, yaap und nen selbstbau-ISP mit 4
Widerständen, funzt eigentlich alles.

Für Einsteiger würd ich eher Assembler und AVRs empfehlen, weil man da
relativ schnell versteht wie so ein µC funktioniert. Am Anfang ist es
natürlich ein bissle kompliziert

Autor: Olaf (Gast)
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Die MSP430 sind fuer 3.3V. Das wuerde ich mir als Bastler noch gut
ueberlegen. Einfach deshalb weil es eine unmenge an erprobten Standard
ICs gibt die immer noch fuer 5V sind.

Olaf

Autor: Peter Dannegger (Gast)
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Also ich fände es höchst deprimierend, wenn man eine funktionierende
Schaltung für ein neues Projekt auseinanderreißen muß, weil man ein
teures Entwicklungsboard benutzt.

Ich setze immer gerne den µC direkt in die Schaltung, belasse ihn dort
und nehme den nächsten für das nächste Projekt.

Und dazu ist es schön, wenn der µC im DIL-Sockel erhällich ist, dann
kann man prima Universalplatinen nehmen zum Aufbau.

Damit sind der MSP und ARM aus dem Rennen und der AVR übrig (ATMega8
nehme ich gerne).
Auch, daß er 5V-fähig ist, ist sehr vorteilhaft (V-Typen bis herab zu
1,8V).


"der ARM hat einiges an Power"

Wenn man noch nicht die geringste Vorstellung hat, wieviel man
benötigt, ist es müßig, sich darüber Gedanken zu machen.

Auch ist beim Bitschubsen (Portpins) und Statemachines der ARM kaum
besser als der AVR.


Peter

Autor: Dieter (Gast)
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"MSP430 ist empfehlenswert weil nicht alt ("state-of-the-art"),"

Die Architektur ist sehr alt: Vieles von der PDP11 (1970!) übernommen
(was nicht bedeutet, dass sie schlecht ist).


"ständig neue Chips dieser Art mit neuen Features auf den Markt
kommen, viel Dokumentation z. B. in Form von Application Notes
vorhanden ist, es auch einen GCC-Port dafür gibt,"

Das trifft auf den AVR auch zu. Die Unterstützung durch andere User im
Internet ist allerdings um Welten besser aufgrund der Verbreitung.
Ein schlagendes Argument für Einsteiger.

" und es die am wenigsten Strom verbrauchende Prozessorfamilie ist
(zumindest unter den >=16-Bittern)."

Dafür ist er der langsamste 16Bitter. Wird vom AVR langgemacht.


"Man kann da mit einem einfachen Chip anfangen und später Sachen wie
DMA, Low-Power-Modi, AD-/DA-Wandler programmieren und z. B. mit der
internen Temperatur-Diode die IC-Temperatur zu messen. Sowas wie
Reprogrammierung des Flash im laufenden Betrieb um z. B. Daten zu
speichern, ist auch machbar."

Gibt es beim AVR auch.

Autor: jzgzgrzr (Gast)
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Autor: Rolf F. (Gast)
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>" und es die am wenigsten Strom verbrauchende Prozessorfamilie ist
>(zumindest unter den >=16-Bittern)."
>
>Dafür ist er der langsamste 16Bitter. Wird vom AVR langgemacht.

Unsinn, da die (meisten) MSP430er einen Hardware-Multiplikator und
einen Konstanten-Generator haben. Die neueren Typen können mit 16 MHz
Takt betrieben werden und es sind welche mit 32 MHz angekünidgt (100 %
übertakten ist auch möglich). Zudem sind die AVRs nur 8-Bitter, also
bei Datentypen größer 8 Bit langsam.

Autor: Schoaschi (Gast)
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Hi!

Da, wie du sicher auch schon bemerkt hast, hier im forum recht wenig
über PICs gesprochen wird, möchte ich dir ein paar erfahrungen
mitgeben. ich selbst bin eher neuling in der welt der PICs, möchte dir
diese aber hier etwas näherbringen um sie ins rechte licht zu rücken.

ein vorteil gegenüber dem MPS ist, dass PICs mit TTL-Pegel arbeiten,
also standartmäßig mit den 5V.

Bezüglich dem Brennen ist es so, dass es zwar echt ein Brenner
erforderlich ist, aber dieser schnell nachgebaut ist und das mit
standart bauteilen. ich benutze den brenner von Sprut (www.sprut.de).
Noch am rande erwähnt, PICs besitzen auch ISP!!! Auf dem Brenner von
sprut sind auch diese anschlüsse und ich selbst benutze dies auch recht
häufig... zur zeit eigentlich immer, das mein controller nicht in den
sockel passt ;-)
und mir persönlich ist es lieber einen brenner zwischen PC und
controller zu haben, der schön aufgebaut und geroutet und gelötet ist,
denn mir ist leid um die SChnittstelle am PC. Ich hätte da immer angst
das ich die vl einmal bei brennfehlern zerstören würde, aber das sei
jedem selbst überlassen was er wählt.

Was hier auch angesprochen wurde: die PICs laufen auch schon ab 2V!;-)

Und ja! Es gibt gute C-Compiler für PICs und zwar den CCS-Compiler. Und
es gibt auch ein sehr gutes Forum für PICs (ich habe in der Linksammlung
ein Link hinzugefügt http://www.fernando-heitor.de/). Ich hatte am
anfang ein paar schwierigkeiten aber auf dieser seite ist ein
hervoragendes toturial für CCS programmieren.

was mir auch noch an PICs gefällt ist, dass sie an schüler samples
vergeben. warum erwähne ich das?! nicht weil ich schnorren will,
sondern weil ich einmal testen will wie sie so sind, was ich dir auch
empfehle. ausserdem, wenn du einen gratis chip tötest ist es nicht so
tragisch als wie wenn du einen chip um ein paar euro zerstörst.
An dieser stelle will ich gleich mal festhalten, dass PICs recht robust
sind :D. das habe ich erst heute wieder gemerkt wie ich aus versehen die
versorgungsspannung falsch gepolt habe. die komplette schaltung hat
geraucht... aber der PIC hat überlebt... und da weis ich nicht ob das
ein ATMEL (AVR oder 8051 typen) überlebt hätte.

nun zu der grund beschaltung. mein kleines testboard für die ersten
paar programme bestand aus:
1x Steckbrett
1x Widerstände
(1x Kondensator ) // funktionier auch ohne ;-)
1x Led
1x Quarzoszillator
mit diesen bauteilen lässt sich schon was zusammenbauen und
programmieren. jetzt hab ich lediglich noch einen MAX232
dazugeschalten. mit dieser beschaltung hab ich schon
UART,PWM,Interrupts, IOs, AD-Wandler, SPI und I²C zum laufen gebracht
und damit geübt.

ich hoffe ich habe dir nicht zu viel und zu detailiert geschildert ;-)
vl sieht man sich ja im PIC-Forum ;-)

mfg schoasch

Autor: Chris (Gast)
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Danke für eure zahlreichen Beiträge...
Ich habe mich jetzt dazu entschieden den AVR zu testen. Ich hab mir mal
das Tutorial hier durchgelesen und bestellt was ich so brauche ;) hat
zwar eineinhalb Stunden gedauert bis ich den blöden Conrad durch hatte
und zusammen hatte was ich brauchte aber ich glaube das lern ich auch
noch ;)
Also das PIC angebot zum testen für Schüler klingt interessant. Weil
ich bin selber noch einer... wenn ich mich mit den Grundlagen der µC
vertraut gemacht habe werde ich denke ich mal darauf zurückgreifen.
Aber wichtig ist jetzt erstmal sich mit der Materie vertraut zu machen
und auf Conrad zu warten ;) obwohl ich sagen muss die AtMega sind da
ziemlich teuer im Vergleich zu Reichelt oder so... aber nachdem noch
nen paar andere Leute aus dem Katalog was brauchten... naja was solls
;)
Das ganze brauch ich übrigens für meine Facharbeit in Chemie. Es soll
ein Fotometer zur Konzentrationsbestimmung werden...

Gruß
Christopher

Autor: Rolf F. (Gast)
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www.olimex.com bietet auch billige Hardware zum entwickeln, auch für AVR
und MSP. Eine Alternative ist www.elektronikladen.de .
Die ICs bekommt man bei Reichelt relativ günstig, aber auch auf ebay
gibt es ein paar Sachen; insbesondere von Leute die mal mit MCs
anfangen wollten, aber dann nicht dazu kamen oder nicht mehr als
"Hello World" gemacht haben.

Autor: Messfux (Gast)
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Hallo Chris,

Photometer habe ich mir mit einem Atmel m16 aufgebaut. Ist recht
unempfindlich gegenüber verpolung etc. Erstaunt mich immer wieder der
Chip.  Programmierung ist allerdings in Basic bei mir. Der Chip hat 8
A/D-Kanäle mit einer Auflösung von 10 Bit. Melde Dich wenn Du Fragen
hast.

Gruß

Messfux

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