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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DDS Power Synthesizer


Autor: Radiofreak (Gast)
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Kennt jemand von Euch den AD9951 von Analog devices? Das ist ein
400 MHZ DDS Synthesizer, alles auf einem Chip. Bin geade dabei
einen breitbandigen Frequenzgenerator zu entwerfen. Ist aber noch nicht
fertig. Da der AD9951 nur einige Milliwatt Output hat, habe ich
einen breitbandigen Verstärker entworfen ,der zwichen 0 und 180 MHZ
max. 2 Watt Output liefert. Schaltbild und Simulationsprotokoll als
Anhang.Mein Ziel ist
es nun, einen DDS Sender zu entwerfen ,der das komplette Spektrum bis
ca 180 MHZ abdeckt und eine Reichweite von ca. 10 Kilometern liefert.
Die AD Chips unterstüzen alle möglichen Modulationsarten, wie FM ,AM
,Phase bis hin zu QUAM. Der AD9951 kann aber nur FM und AM.

Ich möchte auch für das neu eingeführte digitale DRM Radio einen Sender
bauen. Aber dazu brauch ich einen DDS der QUAM Modulation beherrscht.

Normales UKW Radio in Stereo dürfe mit dem Chip kein Problem sein.
Natürlich soll das Stereosignal  mit einem yC gecodet und digital an
den DDS Sysnthesizer übertragen werden.

Wenn jemand so etwas ähnliches schon einmal gebaut hat ,bitte hier
melden !!!
Villeicht können wir ja Erfahrungen austauschen.


Habe mit diesm Verstärker aus einem Digana UKW- Adapter der
eine Reichweite von gerade mal 20 Metern hat, 3 Kilometer
herausbekommen. UKW Adapter kann man bei Ebay für ca 50 Euro kaufen.
Er hat ein komplett digital abgestimmtes PLL Stereo-Sendeteil.
Es ist bestimmt bei optimaleren Verhältnissen bestimmt mehr als 3 KM an
Reichweite drinnen. Die 3 Kilometer habe ich in einem dicht bebautem
Gebiet erreicht. Nach einer Minute oder so habe ich
den Sendebetrieb wieder eingestellt um niemanden weiter zu stören.


Im Bereich bis 180 MHZ sind etliche Datendienste. Darunter
Pogsag (BOS Daten-Dienste), Ampelsteuerungen, Digiteler Polizeifunk
und dieverse andere.  Wer also mit diesem Versärker experimentiert,
soll unbedingt einen Dummy wiederstand an den Ausgang schalten.
Selbst wenn man nur einen kleinen Drahtstummel am Output hat ,
strahlt das Ding volles Rohr nach draussen!!!

Wir wollen doch nicht ,das unsere lieben grünen Freunde Sprachprobleme
oder so bekommen g.

Autor: Richy (Gast)
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Hi Radiofreak,
hast hier was weitergebaut weil das projekt interessiert mich auch!!
HF-Verstärker wäre für mich kein problem.

L.G.
Richy

Autor: Christoph Kessler (Gast)
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wenns nur ein UKW-Stereosender sein soll, schau mal in den neuen
"Funkamteur" 2/2006 S.189-190, das Datenblatt zu einem Einchip-Sender
mit Stereo-Coder und UKW-PLL-Synthesizer mit serieller Programmierung in
100 kHz-Stufen von www.rohm.com Typ BH1415F im 22poligen SMD-Gehäuse.
Auf Seite 217 wird er auch angeboten für 13,50 €.
Gleiches Heft, Anzeige von www.sander-electronic.de S.210: AD9951YSV:
34,48€

Autor: Richy (Gast)
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Hallo Christoph!
Nach der analogen methode ist das ja kein problem, habe mal von
einer Kabelferseh-Kopfstation ein paar module bekommen für Stereo-FM
die habe ich mit einem AVR zum I2C Bus angesteuert und es klappte auch
aber nur mit 0,6mW. Also mit einem 40db verstärker waren es dann auch
stabile 6Watt an 50 Ohm.
Aber da ich einen AD9951 und einen AD9954 herumliegen habe wäre
die Softwäremäßige FM-Stereoaufbereitung schon interessant gewesen.

Autor: Hans (Gast)
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stereo geht sicher noch irgendwie, weil das spi interface von den
dingern recht fix ist.. alles andere kannst aber vergessen...

vernünftiger wäre es per dsp das signal im base-band zusammenzubaun und
dann über die dds hochzumischen...

alleine die harten phase-shifts, die von der dds gemacht werden dürften
zu bösen oberwellen führen...

btw hast du dir schon mal angeschaut was die dds so an nebenwellen
produziert??? allein schon durchs verstärken von 1mW auf 2W kommen die
nebenwellen schon in bereiche wo sie dir zumindest deine empfänger
dichtmachen können...

also lieber schön filtern.. ich hab mir schon über das thema gedanken
gemacht und es wegen fehlender zeit und fehlendem equipment beiseite
gelegt...

also hol dir eine schnelle dsp und mach dir dein baseband signal mit
der.. dann misch es mit der dds rauf und jags durch ein schönes
filter.. dann auf nen amp und schon hast du ein soft-radio :)

73 de oe6jwf

Autor: Christoph Kessler (Gast)
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Autor: MaG2k (Gast)
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Hallo Radiofreak,

also der AD9951 ist ein einfacher DDS-Generator. Der liefert einfach
ein Sinussignal mit der Frequenz die zufor Seriel in den Chip
programmiert wurde. Es hat überhaupt nichts mit AM, FM oder QAM zu tun.
Er liefert ein reines Sinus Signal und ist damit nichts anderes als ein
programmierbarer Oszillator. Fereinfacht könntest du dir den Chip als
einen Quarz vorstellen dem man sagen kann mit welcher Frequenz er
schwingen soll.
Die Modulation erfolgt erst danach. Wenn du also einen DRM-Sender Bauen
möchtest (mal davon abgesehen das du eine Funklizenz haben solltest)
dann könntest du den AD9951 schon dazu nutzen. Er dient wie gesagt dann
nur als Oszillator.
Der Chip ansich kann weder AM noch FM noch irgendeine andere
Modulationsart. Er erzeugt nur die Sinusschwingung mit der Frequenz die
du ihm programmierst.
Prinzipiell sollte ein Kurzwellen AM Sender sich zu einem DRM Sender
umbauen lassen. DRM ist ja nichts anderes als eine
Phasen-/Amplitudenmodulation mit mehreren Phasenwinkeln und mit
mehreren Akplitudenstufen. (Bei 16 QAM 12 Phasenwinkel und 2
Amplitudenstufen).

Ich hoffe das dir das etwas weiter geholfen hat!

MfG
MaG2k

Autor: Profi (Gast)
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@Radiofreak:
Der Power-Verstärker dürfte bei 160MHz so nicht funktionieren, da
selbst bei 400 MHz nur noch 2,x Punkte pro Sinuswelle übrigbleiben.
Da muss ein filternder Verstärker ran, der daraus einen oberwellenarmen
Sinus erzeugt. Dürfte als Breitbandausführung relativ anspruchsvoll
sein.

@MaG2k:
Hast Du eigentlich vor Deiner Behauptung das Datenblatt gelesen?
Da bin ich nämlich ganz anderer Ansicht.
Die Modulation erfolgt durch ständiges Umprogrammieren der Frequenz-,
Phasen- und Amplituden-Register.

Beim Stöbern habe ich folgenden sehr lesenswerten Text gefunden:
A Technical Tutorial on Digital Signal Synthesis
http://www.analog.com/UploadedFiles/Tutorials/4509...
Bezieht sich zwar auf die älteren AD9851 und AD9854, kann jedoch fast
1:1 übertragen werden.
Auf S. 48-51 geht's um Ausgangsanpassung und -filterung.

Ansonsten sehr interessante Thematik.

Einführung in DDS:
http://www.analog.com/library/analogDialogue/archi...

Autor: Michael (Gast)
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Bei DRM hast du nicht nur einen Träger, denke das kann selbst der beste
DDS nicht direckt.

OFDM Modulation = Ortogonale Träger = Frequenzabstand so das bei
gewählter Symbolrate Frequenzen Ortogonal = IDFT = IFFT bzw

Viel Spass ;-)

Autor: MaG2k (Gast)
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@Profi....

ja Schlaumeier...ich habe das Datenblatt gelesen und nicht nur
das...ich arbeite sogar damit...aber gut dann legen wir es doch mal
darauf an...
Wie stellst du dir denn beispielsweise eine Amplitudenmodulation vor?
Nach deiner Aussage möchtest du ja dazu gern ständige die Register
umprogrammieren. Also gut. Wir programmieren also entsprechend, der NF
die aud den AM-Träger aufmoduliert werden soll, ständig den AD9951
neu...dann frage ich mich wie du das bewerkställigen willst....erstens
besitzt der AD9951 eine Serielle Schnittstelle über die der Chip
programmiert wird...nicht sehr schnell um Ständig neue Informationenen
an den DDS zu schicken...aber sagen wir mal einfach es ginge...wie
willst du dann bitte das NF-Signal so zerlegen das du die
entsprechenden Seriellen Steuerdaten erhältst?

Gut sagen wir mal einfach du läßt den PC das regeln...die Soundkarte
nimmt also die am Mic-Eingang (oder Line Eingang) anliegenden
NF-Informationen auf und wandelt sie in eine zeit- und wertediskrete
Information um...du schreibst eine Software die aus dem digitalen
Audiosignal die entsprechenden Steuerinformationen generiert und an den
seriellen Port schickt...dann stehst du immernoch vor dem Problem das
die Schnittstelle damit leicht überfordert sein wird, mal ganz vom
AD9951 abgesehen.

Also...bevor du hier große Worte schreibst und andere Fragst ob sie das
Datenblatt gelesen haben, denke mal erstmal über deine Behauptung nach.

So einfach ist ein Sender dann doch gleich wieder nicht gebaut!
Schaue dir mal erstmal an was ein DDS wirklich macht und lerne das zu
begreifen.
Wenn du dann mit diesem "programmierbaren Oszillator" einen
entsprechenden Modulator aufgebaut hast ist das Signal (vorrausgesetzt
es hat einen entsprechenden Spannungspegel) mit einer Handelsüblichen
PA verstärkbar.

Also nochmal - bevor du hier jemand der Unwissenheit
beschuldigst...erst genau lesen und dann auf den putz hauen!

Aber gut...wenn du es geschafft hast mit dem AD9951 oder ähnlichen
einen Sender auf so simple Art und Weise aufzubauen wäre ich an der
Schaltung und der dazugehörigen Software wirklich sehr interessiert.

Jetzt habe ich doch glatt mal in das Tutorial geschaut das du angegeben
hast...du hast gut aufgepasst da steht was über "simple digital
modulation"...und das bezieht sich sogar auf den DDS...nur hast du die
Symbolik auch verstanden? Der DDS ist nur ein kleiner Teil daran...da
sind auch noch externe Mischer abgebildet und aufgepasst...bei den
meisten Abbildungen handelt es sich um einen I/Q-DDS.

Na da bin ich ja jetzt mal auf deinen "Senf" gespannt! :-)

MfG
MaG2k

Autor: MaG2k (Gast)
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Ein kleiner Tipp...hier mal ein Beispiel für einen modifizierten
SSB-Sender der DRM Senden kann. Der DDS könnte an dieser Stelle nur für
die Erzeugung der Sendefrequenz genutzt werden.

http://www.ai.fh-nuernberg.de/Professors/Lauterbac...

Viel Spaß

MfG
MaG2k

Autor: Profi (Gast)
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Habe gerade wenig Zeit.
Du hast Recht, manches bezieht sich nicht auf den AD9951.

Figure 9.8. Basic Digital Modulation Structures
Also zuerst mal das Datenblatt des AD9951:
http://www.analog.com/UploadedFiles/Data_Sheets/38...

"Wie stellst du dir denn beispielsweise eine Amplitudenmodulation
vor?
"
Indem ich mit dem 25MHz-SPI das 14-bit ASF (Amplitude Scale
Faktor)-Register (Adresse 02) beschreibe.


"wie willst du dann bitte das NF-Signal so zerlegen das du die
entsprechenden Seriellen Steuerdaten erhältst?

genauso wie sie es für FM vorschlagen, nur dass ich anstatt des
Tuningwords das ASF beschreibe.


http://www.analog.com/en/prod/0,,770_860_AD9857%2C00.html

FM Modulation
Frequency modulation (FM) is accomplished by varying the frequency of a
carrier in sympathy with another signal, the message. In a DDS system,
FM is implemented by rapidly updating the frequency tuning word in a
manner prescribed by the amplitude of the message signal.

Thus, performing FM modulation with a DDS requires extra hardware to
sample the message signal, compute the appropriate frequency tuning
word from the sample, and update the DDS.

A broadcast quality FM transmitter using the AD9850 DDS is described in
an application note (AN-543) from Analog Devices.

AN-543: High Quality, All-Digital RF Frequency Modulation Generation
with the ADSP-2181 and the AD9850 DDS (pdf, 50,435 bytes):
http://www.analog.com/UploadedFiles/Application_No...


The AD9853 is capable of direct implementation of the 16QAM and D16QAM
encoding. The AD9856, on the other hand, can be operated in any QAM
mode. However, the AD9856 is a general purpose quadrature modulator
that accepts 12-bit 2’s complement numbers as I and Q
input values. Thus, the burden is on the user to parse the input data
stream and convert it to bandlimited I and Q data before passing it to
the AD9856.


"Gut sagen wir mal einfach du läßt den PC das regeln..."
PC ist nichts, da muss ein DSP ran.

"Schaue dir mal erstmal an was ein DDS wirklich macht und lerne das
zu
begreifen."
Das wollte ich Dir auch gerade empfehlen.


Im angegebenen Tutorial kann ich statt "simple digital modulation"
nur "Figure 9.8. Basic Digital Modulation Structures" finden.
Meinst Du dies?



Wenn Du mehr Möglichkeiten brauchst, gibt es spezielle
Modulator/Demodulator-ICs:
http://www.analog.com/en/subCat/0,2879,770%255F849...

Autor: Stefan R. (Gast)
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Hallo,

wenn es zunächst nur um Stereo mit RDS geht, würde ich so vorgehen:
Nimme einen fertigen Software-Stereo/RDS-Enkoder (gibts mittlerweile
auch als opensource, musst mal danach suchen), der auf einem PC läuft.
Die fertigen Frequenzsteuerdaten gibst du über USB aus. Deine Platine
hat dann nen ftdi-Chip plus noch ein kleines cpld drauf, das eine
kleine fsm für den ftdi und das Busprotokoll des dds-Chips
implementiert (AM oder was du für drm brauchst sollte auch so gehen,
wenn der dds in dieser Hinsicht steuerbar ist.)
Noch was zu den wenigen Stützstellen bei 400MHz Takt und z.B. 100MHz
Sendefrequenz: Zu einem DDS gehört ja immer ein Tiefpass am Ausgang,
und man kann das mathematisch beweisen (fragt jetzt nicht wie ;-) dass
am Ausgang dieses Tiefpasses das rekonstruierte Sinussignal sehr sauber
und Ober-/Nebenwellenfrei bleibt, solange man unter ca. 40 Prozent der
Taktfrequenz bleibt.
Trotzdem wird natürlich ein Breitbandverstärker die vorhandenen
Reststörungen auch verstärken. Du kannst ja avtl. am Ausgang noch
schaltbare Tiefpassfilter für verschiedene Bereiche vorsehen um
zumindest die Oberwellen zu dämpfen.
Wenn es nur FM sein soll tut es natürlich auch die klassische C-Klasse
Endstufe, also mehr oder weniger hart geschaltete Transistoren, der
saubere Sinus entsteht dann erst am Ausgangstiefpass.

Gruß,
Stefan

Autor: Hans (Gast)
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AM kann die dds recht einfach machen... einfach frequenc einstellen und
den komischen referenz-strom-R durch einen fet ersetzen der dann das
aufzumodulierende signal ans gate bekommt... ;)

QAM ist auch nicht das problem.. man nehme 2 dds.. versorge sie mit dem
selben takt und stelle sie gleich ein .. fertig ;) es gibt eine app-note
zum dem thema von AD...

auf einer DDS musst noch 90° phase einstellen dann hast du von einer
DDS  das i signal und von der anderen das Q ;)

73

Autor: MaG2k (Gast)
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@Profi

>> Indem ich mit dem 25MHz-SPI das 14-bit ASF (Amplitude Scale
>> Faktor)-Register (Adresse 02) beschreibe.

Das klingt schon recht plausibel und ist sicher auch möglich...sofern
das register auch so schnell ansprechbar ist.  Aber das was "Hans"
dazu schrieb klingt eigentlich gar nicht mal so schlecht nur ist das
dann nicht unbedingt eine AM-Modulation im digitalen Zweig. Verstehe
mich mal nicht falsch Profi...ich glaube schon das das mit dem
ASF-("Ramp Generator"!!!) Register gehen wird, aber du mußt natürlich
vorher auch die aufzumodulierenden Audioinformation in digitaler Form
forliegen haben und wenn ich das ganz richtig verstehe in "14-Bit"
(oder wird das Register mit weniger gesteurt...glaube ich aber nicht).
Also daran denken das du auch nen digitalen Audiodatenstrom benötigst.
Ich glaube auch das für solche Modulationszwecke DSPs ehr geeignet
sind. Denn wenns so einfach wäre, würden sicher Sender nur auf diese
Weise gebaut werden!

Ah ja...ich lese gerade in deinem Posting... das es eine Beschreibeung
für ein Broadcast-Quality Transmitter gibt...aber wie zu sehen...es
wird ein DSP benötigt.

Das Oberwellenproblem ist aber auch nicht zu verachten!

Also wenn du das so realsisieren willst...würd ich gern mal sehen wenns
läuft. klingt ja interessant, aber ist glaube ich recht aufwendig. Aber
wenn du mit DSPs firm bist...warum nicht?
So ein kleiner DRM-Localsender... ;-)

DRM ist aber eben nicht einfach nur QAM sondern COFDM...da gehört dann
etwas mehr dazu...aber für analoge Modulationsarten...okay.

Die Modulator ICs die du angegeben hast sind alle samt für den Bereich
über 250MHz.

Also wie gesagt...wenn du dein Projekt komplettiert hast und es
läuft...das würd ich mir gern mal anschauen.

MfG
MaG2k

Autor: Edgar Müller (Gast)
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Liebe oms und Radiofreunde,

ich habe eure Diskussion über die DDS und ihre Anwendung in der
Radiotechnik verfolgt, und möchte euch auf ein paar 'missing links'
hinweisen: den Tayloe-Detektor einerseits, und das Polyphasen-Filter
(4-Phasen Filter) andererseits!
Siehe dazu die Links:
http://www.norcalqrp.org/files/AustinNC2030Presentation.pdf
http://www.oe1ira.at/sl/mix.html
http://www.nikkemedia.fi/hohtola/dc-trcvr/DCradio.htm
http://home.planet.nl/~niess153/Polyphase_networks...

In a nutshell: Der Tayloe-Sampler (er ist nicht bloss ein Detektor,
sondern auch ein Modulator) verteilt ein Eingangssignal auf vier gleich
grosse Zeitschlitze, bzw. komponiert ein Ausgangssignal aus vier gleich
grossen Zeitschlitzen. Je zwei gegenüberliegende Zeitschlitze werden
dann zu einem I- bzw. Q- Signal zusammengefasst. Der Sampler muss mit
der vierfachen Frequenz (4F) der angesprochenen Radiofrequenz (F)
getaktet werden. Das Taktsignal kann aus einer DDS stammen.

Schaltet man Integratoren (Tiefpass-Filter mit cut-off Frequenz f) auf
die vier Zeitschlitz-Signale, so kann man einen Bereich wählbarer
Bandgreite (2f) aus dem Hochfrequenz-Spektrum (F-f bis F+f)
herausgreifen und als Quadratursignal ins Basisband (I und Q von 0 bis
+f) versetzen; bzw. ein Quadratursignal (I und Q von 0 bis f) in den
Hochfrequenz-Bereich (F-f bis F+f) transponieren.

Für DRM-Empfang muss dafür gesorgt werden, dass die halbe Bandbreite f
genügend gross gewählt wird (ist bloss eine Sache der richtigen
Kondensatorwerte).

Werden für den Tayloe-Sampler schnelle Leistungs-FET (z.B. HexFETs
u.ä.) und entsprechende andere Bauteile eingesetzt, so kann man ihn als
Front-End zum Senden und Empfangen verwenden. Die Umschaltung
Senden/Empfangen erfolgt dann vollständig auf der Niederfrequenz-Seite
des Tayloe-Samplers, wo alle Verstärker (Vor- und Leistungsverstärker)
angebracht sind.

Die Modulation muss ebenfalls auf der NF-Seite erfolgen, d.h. für AM
kann man direkt einen der Ein-/Ausgänge (I oder Q) beschalten. Für die
übrigen Modes muss man noch die Frequenz-Ueberlappung (-f und +f) aus
dem Quadratur-Signal entflechten, bzw. zum Senden eine
Einseitenband-Information in ein Quadratur-Signal umwandeln.

Dies geschieht am einfachsten mittels eines Polyphasenfilters, in
diesem Fall ein Vierphasenfilter. Das Vierphasenfilter besteht aus 6
bis 10 Sektionen von zyklisch verschalteten, hochpräzisen RC-Elementen,
und erlaubt es, aus dem Quadratursignal einen der beiden Rotations-Sinne
(-f oder +f) mit hoher Dämpfung und auf grosser Bandbreite zu
unterdrücken, bzw. aus einem eingespeisten Monosignal ein
Quadratursignal mit definiertem Rotationssinn zu erzeugen, wie es für
die Einseitenband-Modulation gebraucht wird.

Der Fachmann erkennt natürlich ebenfalls, dass mittels derselben
Technik ein Stereo-Signal übermittelt werden kann, wobei z.B. der linke
Kanal auf dem einen Seitenband (F-f) und der rechte Kanal auf dem
anderen Seitenband (F+f) übertragen wird; für die Kanaltrennung, bzw.
Kanalzusammenfügung, werden entsprechend zwei entgegengesetzt drehende
Vierphasenfilter eingesetzt.

Der Tayloe-Sampler ist enorm intermodulations- und störfest, da:
1) eine strikte Trennung zwischen Nutzsignal und HF-Mischsignal
aufrechterhalten wird (das Nutzsignal, HF oder NF, hat keinen Einfluss
auf die Impedanz der Schaltelemente);
2) bloss die gewünschte Information aus dem Hochfrequenzspektrum
herausgegriffen wird, und somit die nachfolgenden NF-Stufen nicht mit
Parasitsignalen überladen werden;
3) die Hochfrequenz-Handhabung auf eine einzige Stufe im Signalweg
(Tayloe-Sampler + DDS oder VFO) beschränkt bleibt, und sämtliche
übrigen Operationen am Signal im NF-Bereich durchgeführt werden.

73
hb9tru
Edgar Müller
Fribourg
Schweiz

Autor: Edgar Müller (Gast)
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Liebe oms und Radiofreunde,

noch ein kleiner Nachtrag zu meinen vorgängigen Zeilen:

Die DRM-Modulation ist relativ kompliziert, da es dabei nicht bloss um
Quadratur-Amplituden-Modulation (QAM) geht (diese ist bloss die
'Basis-Schicht') sondern um eine darauf aufbauende digitale Steuerung
des Empfängers durch den Sender. Es gibt ein dickes technisches
Reglement darüber: ETSI ES 201 980 V2.1.1 (2004-06). Ich habe einmal
einen kleinen Vortrag über DRM gegeben (so ziemlich 'light'), der
aber in diesem Zusammenhang noch nütlich sein könnte; eine Kopie davon
kann man unter der folgenden Adresse finden:
http://hb9tmw.free.fr/Menu/Frame4.htm
(eventuell DRM anklicken)

Im wesentlichen kann QAM mit vielen nahe beieinanderliegenden
Parallkanälen (orthogonal frequency division multiplexing = OFDM) bloss
mittels informatischen Mitteln (short-time Fourier-Transform) erzeugt
und dekodiert werden. Der DRM Empfänger muss ja über einen
leistungsfähigen Prozessor verfügen; u.U. kann man auch einen PC zum
Empfang (digitale Dekodierung) einsetzen.

QAM auf einem einzigen Kanal ist mittels Festverschaltung aber noch
zugönglich; im Grunde genommen ist auch die PSK31 Modulation eine
rudimentäre Version von QAM, mit einem einzigen Amplituden- und zwei
Phasen-Werten.

73
hb9tru
Edgar Müller
Fribourg
Schweiz

Autor: Edgar Müller (Gast)
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Liebe oms und Radiofreunde,

noch eine abschliessende Bemerkung zum Thema der digitalen
Uebertragungs-Moden (zu denen ja auch OFDM und DRM gehören):

Bei digitaler Uebertragung ist es nicht nötig, das hinter dem
Tayloe-Sampler vorhandene Quadratursignal mit analogen
Schaltungsmitteln zu verarbeiten, bzw. zu generieren. Dieses Signal
kann nämlich direkt digitalisiert und einer komplexen STFT (short-time
Fourier Transform) zugeführt, bzw. aus einer solchen erzeugt werden.
D.h., dass in auf der Basis von OFDM arbeitende Sende- und
Empfangs-Anlagen (auch bei DRM) in der Regel hinter dem Tayloe-Sampler
direkt ein digitales Processing folgt.

73
hb9tru
Edgar Müller
Fribourg
Schweiz

Autor: Christian Rajek (Gast)
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Hy,

Ich bin Schüler in einer HTL und entwerfe dieses Jahr als Projektarbeit
einen Funktionsgenerator auf der Basis des DDS AD9833. Den muss man
jedoch mit einem SPI Bus ansteurn und ich hab noch gar keine ahnung wie
und was da der yC (bevorzugt Atmeg8) machen muss. Könnt ihr mir bitte
mal sagen ob das geht, ob es sehr schwer ist oder wo man Informationen
bekommt wie der AD9833 vom SPI behandelt werden will?

Danke im Voraus

Christian

Autor: Daniel Nöthen (bip)
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Autor: Christian Rajek (Gast)
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Danke aber das hab ich schon gelesen und vorallem!!! Das Basic Programm
kommt ja von mir ;-)

Aber trotzdem danke

Autor: Daniel Nöthen (bip)
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oh sorry, nicht gesehen.
Aber wo is dann nun das prob? :)

Autor: Christian Rajek (Gast)
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Ich muss den AD9833 mit dem Atmel ansprechen und dem Sagen welche
Frequenz und welche Signalform. Das alles läuft über SPI und ich hab
noch nie einenyC in der hand gehabt ;-)

Das beste ist jedoch dass die Lehrer immer sagen dass das kein problem
ist und wenn man dann mal fragt kennt sich keiner aus und alles ist
plötzlich ganz schwer.


ALSO: ICh muss nur wissen wie der DDS vom SPI behandelt werden möchte
und wie der Atmega8 das machen soll und ob er das kann. Im datenblatt
steht ja speziell dass er SPI kann also....

Autor: Daniel Nöthen (bip)
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In dem von mir genannten Link habe ich doch ein Beispielcode für einen
ATMega8 zur Verfügung gestellt. Dort nutze ich auch das SPI.
Wie man die Frequenz und die Signalform einstellt, steht im Datenblatt
vom AD9833.
Sicher, dass das mit einem Fingerschnips nicht funktioniert. Aber der
Code sollte dir schon um einiges weiterhelfen :)

Autor: Christian Rajek (Gast)
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Danke!

Kannst du mir deine mail addi geben dass ich dir mal eine frage stellen
könnte wenn es dann doch nicht geht? Ich habe das gefühl du hast den DDS
im griff und den Atmega8 und den SPI grins

Autor: Daniel Nöthen (bip)
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Wenn deine email addi stimmt, hast du jetzt Post bekommen ;)

Autor: Christian Rajek (Gast)
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jo :-)

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