mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LVDS-Interface


Autor: Tarzan (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wer kann mir ein LVDS-interface erklären ?

a) in welchem zusammenhang benutzt man LVDS mit Bild und Videodaten an
einem Display (speziell in verbindung mit digital RGB) ?

b) kennt einer gute Links oder Quellen zu diesem Thema ?

c) wozu benötigt man im Zusammenhang von LVDS mit Bild-/Videodaten
einen Deserializer bzw. Serializer (welche Art von Daten könnten da
umgewandelt werden)?

d)was kann als Quelle von LVDS dienen (Videoquelle oder ähnliches)?

e) was sind die Vorteile von LVDS ?

f) wie ist LVDS genau definiert oder aufgebaut ?

Autor: Tom (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
na .. sollma dein Referat auch gleich noch mit deinem Namen versehen ?

Autor: Martin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

einfach google anwerfen. Zusammengefasst ist es ein serieller high
speed bus.


Martin

Autor: Tarzan (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Haben PanelLink und TMDS irgendetwas mit LVDS zu tun?

Wenn ja, wie ? Sind es Übertragungsprotokolle für LVDS ?

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tarzan: Nein, haben sie nicht, außer, daß beide im "Dunstkreis"
Flachbildschirm verwendet werden.

TMDS ist die differentielle Signalisierung, die die von Silicon Image
patentierte "PanelLink"-Schnittstelle nutzt. Die ist in so gut wie
jeder ernsthaften Graphikkarte in Form der DVI-Schnittstelle
vorhanden.

LVDS ist ebenso eine differentielle Hochgeschwindigkeitssignalisierung,
die aber i.d.R. nur innerhalb von Geräten verwendet wird - im
TFT-Monitor zwischen Panel und Aufbereitungselektronik, im Notebook
zwischen Panel und Graphikcontroller.

TFT-Panels haben so gut wie immer eine LVDS-Schnittstelle, sofern deren
Auflösung jenseits von VGA/SVGA liegt. Natürlich gibt es Ausnahmen,
gerade bei älteren Displays.

Graphikkarten mit LVDS-Schnittstelle sind sowohl äußerst selten als
auch exorbitant teuer.


- Warum beantworte ich diese Fragen eigentlich?

Autor: JojoS (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
LVDS ist doch nur eine Bezeichnung für die Übertragungspegel an einer
Schnittstelle: 'low voltage differential signal'. Das sagt noch nix
über ein Protokoll oder Verwendung aus. Eingesetzt wird es z.B. bei
SCSI oder ich kenne es auch vom CameraLink Standard her, Verbindung zw.
Kameras und Framegrabbern. Damit kann man die Signale mit hoher Frequenz
bis ca. 10 m weit übertragen.

Autor: Dierk (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi,

ich beziehe mich mal auf die Antwort von Rufus:

wenn TFT fast immer ein LVDS in inneren ihres Gehäuses "versteckt"
haben - und ich ein Via Epia M Board mit LVDS Schnittstelle habe - kann
ich dann bei Aldi ein TFT kaufen, das Gehäuse aufmachen, ein geschirmtes
Kabel basteln, welches die Übertragunsfrequenz nicht inakzeptabel
dämpft, und dann mein Via Epia Board mit dem TFT verbinden?

Auf der Via Homepage gibt es, wenn ich mich nicht irre, LVDS Treiber
für die Via Embedded Lösung - das ist allerdings ein geringfügig
anderes Board - jedoch dürfte der Via Chipsatz praktisch identisch sein
(?)...

könnte das funktionieren? Ich ärgere mich nämlich schon immer, daß mein
Via Board die TFTs nur per Analog VGA ansteuert. Wenn es mit LVDS eine
einfache Lösung gäbe, wäre das top.

Grüße
Dierk

Autor: Matthias (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi

LVDS sagt noch nichts über das Datenformat aus das darin verpackt ist.
Es geht da wirklich nur um Layer0 im ISO/OSI Schichtenmodell. Also die
reine Bitübertragung. Mittels LVDS kann man digitale Bilddaten
übertragen oder auch SCSI oder aber auch Mammas Kuchenrezepte. Und dann
ist das LVDS-Interface für auch nicht bei allen TFT-Panels gleich. Und
ob ein TFT-Monitor intern nochmal mal ein LVDS-Interface hat wage ich
auch zu bezweifeln. Wenn die Daten mal im Monitor sind kann man sie
gleich parellelisieren. Wäre nicht unbedingt sinnvoll von DVI ->
parallel -> LVDS -> parallel umzusetzen.

Matthias

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
.

  "Wenn TFT fast immer ein LVDS in inneren ihres Gehäuses
"versteckt"
  haben - und ich ein Via Epia M Board mit LVDS Schnittstelle habe
  - kann ich dann bei Aldi ein TFT kaufen, das Gehäuse aufmachen,
  ein geschirmtes Kabel basteln, welches die Übertragunsfrequenz
  nicht inakzeptabel dämpft, und dann mein Via Epia Board mit dem TFT
  verbinden?"

Theoretisch ja. Praktisch nein.
Das liegt daran, daß das Epia-Board keine LVDS-Schnittstelle hat,
sondern nur eine Schnittstelle, an die man eine
Parallel-LVDS-Wandlerplatine anschließen kann. Und an diese Platine
gelangt der Normalsterbliche meines Wissens nach nicht.

Daß das keine LVDS-Schnittstelle ist, erkennt man an der im Handbuch
abgedruckten Pinbelegung - eine LVDS-Schnittstelle hat deutlich weniger
Leitungen - nämlich i.d.R. gerade mal vier differentielle Signale, und
mehr nicht.
Am Board liegen die Daten für das TFT-Panel in "nackter" paralleler
Form an, auf der Adapterplatine ist ein LVDS-Transmitter untergebracht,
der die Daten serialisiert.

Desweiteren ist zu klären, auf welche Art und Weise das Epia-Board von
der Auflösung des Panels erfährt, damit es das korrekte Timing für
dessen Ansteuerung erzeugen kann - es scheint so, als wäre auf der
Wandlerplatine ein kleines serielles EEPROM untergebracht, das analog
zu den VESA-DDC-Daten ebenjene Timinginformation liefert. Ohne EEPROM
kein Timing. Natürlich ist all dies vollständig undokumentiert ...


@Mathias:
So gut wie jedes "nackte" TFT-Panel hat eine LVDS-Schnittstelle,
Parallelschnittstellen sind äußerst selten, sofern wir von Auflösungen
jenseits VGA (640x480) reden. Ob das Panel nun in einem Notebook oder
einem Desktopmonitor verbaut ist, ist in dieser Hinsicht kein
Unterschied (natürlich werden in Desktopmonitoren andere Panels
verbaut, die unterscheiden sich aber nur in Dingen wie der Helligkeit
und dem Betrachtungswinkel, was eine unterschiedliche Anzahl von
CCFL-Röhren zur Hintergrundbeleuchtung bedeutet).

Allerdings kann sich von Panel zu Panel der Anschluss, dessen Belegung
und auch die Funktion der Signale unterscheiden, gerade etwas ältere
Displays wurden als zwei vertikal übereinander angeordnete Hälften
parallel angesteuert, was die doppelte Anzahl LVDS-Kanäle erforderte.
Etwas neuere Displays sind hingegen fast schon standardisiert - mir
sind etliche XGA-Displays mit exakt identischer Ansteuerung
untergekommen. Dabei dürfte diese "Standardisierung" nur zwischen
Panels mit der gleichen Auflösung möglich sein - die Datenrate eines
WUXGA-Panels braucht mehr LVDS-Kanäle als die eines XGA-Panels.

Ein Grund für die Verwendung von LVDS zwischen Panel und
Ansteuerungselektronik sind unter anderem die Gleichlaufprobleme, die
es bei der Parallelübertragung von 18 oder gar 24 Bit Daten mit
Datenraten von 50 MHz (XGA@60 Hz) oder 80 MHz (SXGA@60Hz) gibt ... vom
fetten abzuschirmenden Kabelstrunk ganz zu schweigen.
Daher verwenden in der Tat auch Monitore mit DVI intern LVDS.

Es gab übrigens mal den Versuch, direkt LVDS zwischen Graphikkarte und
Monitor als externe Schnittstelle einzusetzen - dieser von exakt einem
Monitor verwendete "Standard" hatte den großartig klingenden Namen
"OpenLDI" (SGI 1600SW). War kein wirklicher Erfolg ...

Davon unbeeinträchtigt bleibt natürlich Deine Aussage, daß LVDS auch in
ganz anderen Anwendungsfällen verwendet wird und die transportierten
Daten dann auch ganz anders zu interpretieren sind ...

Autor: Matthias (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi

die Panels die man, als Industriekunde, kaufen kann haben natürlich ein
LVDS-Interface. Parallel wäre nicht sinnvoll und DVI (bzw. das darin
verwendete TMDS) sind lizenzpflichtig.

Wenn aber ein Hersteller wie NEC PC-TFT's macht wird er doch nicht den
Aufwand betreiben das serielle Hochgeschwindigkeitssignal des DVI in ein
paralleles zu dekodieren, sein OSM einbauen und dann wieder mittels LVDS
geräteintern! zu seriealisieren, dann über wenige cm Leiterplatte zu
übertragen und dann nochmal zu dekodieren um abschließend dann das
TFT-Panel selbst mit diesen Daten zu füttern. Das wäre irgendwie
wiedersinnig und total unnötig. Und bei den Teilen aus Fernost wird
doch so oder so an jedem Cent gespart.

Aber um das zu verifizieren müßte ich jetzt meinen TFT zerlegen. Und
nein, das tue ich nicht.

Matthias

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tja, das magst Du jetzt glauben oder nicht. Der LVDS-Receiver ist
übrigens ein Bestandteil des Panels, aber diese Information hilft Dir
wohl auch nicht weiter. Nur soviel: ich saug' mir meine Behauptungen
nicht völlig grundlos aus den Fingern.

Autor: Dierk (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
also hier

http://www.elcosystems.com/products/images/viaprod...

sieht man mal wie so eine LVDS-Wandlerplatine aussieht... kostet 65 $

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja, Bilder von den Wandlerplatinen (es gibt wohl drei verschiedene: LVDS
für "interne" Displays, DVI für -na, was wohl?- und noch eine, deren
Aufgabe mir im Moment nicht einfallen will) hab' ich auch schon
gesehen. Aber eine real existierende Bezugquelle ist mir bislang nicht
untergekommen.
Schon mal was mit elcosystems zu tun gehabt?

Autor: Gerhard Gunzelmann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
LVDS ist die Bezeichnung für eine serielle Datenübertragung, so wie
RS232 mit +-15 Volt bzw +-12 Volt arbeitet. Hier werden die Daten
differentiell mit einem geringen Signalhub übertragen. Dadurch sind
sehr hohe Datenraten (so um die 400MHz) möglich. Verwendet werden
solche Treiber z.B. für Firewire.

Gerhard

Autor: Lichtmichl (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

heißt das im Klartext, dass ich an eine DVI-Graphikkarte direkt ein
Panel mit LVDS-Eingang anschließen kann (vorausgesetzt das EEPROM ist
vorhanden und programmiert)??

Michael

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nein, das kannst Du definitiv gar nicht. DVI verwendet TMDS und nicht
LDVS.

Autor: Corni (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kann mir jemand eine Grafikkarte (am besten eine PCI oder miniPCI GraKa) 
nennen mit der ich ein LVDS Panel direkt ansteuern kann? Ich habe 
zufällig ein LTN150XB-L01 herumliegen und weiß nicht so recht was ich 
damit anfangen soll - verkaufen lohnt wohl nicht.

Datenblatt habe ich vorsichtshalber mal hier hinterlegt: 
http://cpoth.de/temp/LTN150XB-L01.pdf

Danke schonmal!

Autor: Ulrich Langenbach (basseuph)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

auch wenn es wahrscheinlich zu spät kommt. Der sn75lvds83b von TI kann 
das Display ansteuern, er erwartet parallele Eingänge, die man zum 
Beispiel aus dem TFPS401a von TI bekommt.

Oder man kann das Display mit dem erst genannten Chip hoffentlich an das 
IGEPv2 Board hängen, was ich demnächst mal ausprobieren möchte. (wenn 
auch mit einem anderen Display)

Schöne Grüße!

PS: Nicht vergessen, dass es da eine Einschaltprozedur (wird im 
Datanblatt zum SN75LVDS83b angerissen) für die Panels gibt und auch die 
Hintergrundbeleuchten betrieben werden möchte.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.