H-Brücke aufbauen

Gast #2330500
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Hallo Leute ich habe eine Frage zur H-Brücke, ich will eine H-Brücke 
aufbauen die einen Motor ansteuert ( wegen der Laufrichtung ). Klar ich 
benötige hiefür einen µC. Aber trotzdem meine Frage, welche Transistoren 
werde ich da brauchen, 4 x BC548 ? Und sollen alle NPN sein?

Danke im Vorhinein , MFG
Gast #2330508
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Danke für die schnelle Antwort...

Also es soll ein µC so programmiert werden, dass, wenn ich einen Taster 
drücke der Motor nach rechts läuft, beim betätigen des anderen Tasters 
soll der nach links laufen. Daher brauche ich eine H-Brücke. Der µC ist 
ein AN2131 von Cypress, Spannung am Port wird sein 3,3V mit maximal 20mA 
aber die sind echt maximal, also sagen wir 300µA. Und es soll auch eine 
PWM programmiert werden die dann den Motor ansteuert. Das ist das ganze 
Projekt. Motor mit PWM ansteuern und Laufrichtung ändern mit der 
H-Brücke.
Gast #2330530
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Ja ja die Sandra, das ist meine Klassenkollegin  :D

Auf meinem Moor steht genau nichts oben :O

Aber recht klein ist er nicht, so groß wie eine große Batterei für eine 
etwas größere Taschenlampe.
Gast #2330545
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Nein, wenn die Transistoren auf der Brücke durchschalten hängt der Motor 
dann auf 12V. Die Basen von den Transistoren hängen auf Portpins wo 3,3V 
rauskommt.

Der Motor braucht 200mA wenn er sich dreht, also ohne einen Widerstand.
Aber den Strom nimmt er sowieso dann vom Netzgerät welches die 12 V 
liefert, also den µC passiert da nichts.
Gast #2331403
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Nimm einfach einen L293D, verdrate ihn nach seinem Datenblatt und 
fertig.
Eine H-Brücke als Anfänger und ohne viel Ahnung in Elektronik (so kommts 
mir jedenfalls vor) zu bauen geht höchstens schief.

PS: Schickt euch euer Lehrer eigentlich absichtlich hier her oder warum 
fragt ihr den nicht?
Gast #2331408
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Da hast du recht, fast die ganze Klasse kennt sich nicht aus :/
Der Lehrer meint nur, informierts euch im Internet, und ihm jetzt fragen 
geht ja ncht weil ja noch Ferien sind.

L293D ist das eine fertige H-Brücke als IC ?

Danke für die Antwort :)
Gast #2331412
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leo1988 schrieb:
> L293D ist das eine fertige H-Brücke als IC ?

Jap, zwar etwas angegraut, aber grad weil es den schon lang gibt, gibt 
es viele Schaltpläne dazu zu finden.

Was mich interessieren würde:
- Wie ist euer Wissensstand?
- Was wird das? Projekt? Unterricht?
- Taugt euer Lehrer was?
:-)
Gast #2331417
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Passt der dann auch für µC, also 3,3V ?

Oder braucht dieser mehr Spannung/Strom ?

Hab mir das Datenblatt angeschaut und es verwirrt mich ein bisschen weil 
es da 20 Pins gibt :O

Es ist eine Ferienarbeit, wer diese schafft bekommt zum Schulanfag ein + 
:D
Gast #2331420
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Warum immer das Gemecker gegen die, die hier Fragen stellen?
Ich dachte, dass das Forum gerade für die gedacht ist, die etwas noch 
nicht wissen, also "Anfänger und ohne viel Ahnung in Elektronik".

Denn hätten sie Ahnung, dann würden sie in diesem Forum keine Fragen 
stellen.

Und so mancher Schreiberling sollte mal an die Zeit zurück denken, als 
er selbst das Wort "H-Brücke" zum ersten mal gehört hat.

Die Qualität der Antworten und nachfolgenden Beiträge lässt sich an der 
Länge des entstehenden Threads erkennen. Nach einer guten Antwort und 
einem erschöpfenden Beitrag wird sich kein Thread endlos hinziehen.

Joe
Gast #2331426
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Da geb ich dir vollkommen Recht, der der fragt wird immer so behandelt 
wie der letzte volltrottel auf dieser Welt. Ich bin oft in diesem Forum 
und lese nach, ab bis jetzt selten gute Antworten gesehen...
Gast #2331438
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Ach ja, hab mich verschaut im Datenblatt :)
Kannst du mir erklären wie man den verbindet, wo müssen zum Beispiel Die 
PINS vom µC angeschlossen werden, wo wird der Motor angeschlossen und wo 
wird der IC eigentlich versorgt ( was heisst Vs und Vss ) ?

Sorry für die ws einfachsten Fragen aber ich hab echt keinen blassen 
schimmer, ich sehe eine H-Brücke in einem IC heute zum ersten mal.

Danke im Vorhinein, Lebe Grüße
Gast #2331440
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leo1988 schrieb:
> Ach ja, hab mich verschaut im Datenblatt :)
> Kannst du mir erklären wie man den verbindet, wo müssen zum Beispiel Die
> PINS vom µC angeschlossen werden, wo wird der Motor angeschlossen und wo
> wird der IC eigentlich versorgt ( was heisst Vs und Vss ) ?

Schau mal hier ->
http://www.rn-wissen.de/index.php/Getriebemotoren_Ansteuerung

Da gibt es auch einen Schaltplan zu deinem Vorhaben.
Gast #2331444
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Man kann mit dem 293 zwei Motoren betreiben. Ich gebe mal kurz erklärung 
zu einem Kanal ab, der zweite ist das gleiche.

Alles was ich hier sage bezieht sich auf diesen Plan:
http://www.rn-wissen.de/index.php/Bild:L293B_Schaltplan.png

Der Controller wird an Input1 und 2 und Enable 1 angeschlossen. Mit 
Input1 und 2 kann man die Richtung des Motors einstellen. (Siehe DB) Am 
Enable 1 kann man ein PWM Signal anlegen um die Drehzahl zu steuern.

An Output1 und 2 wird ein Motor angeschlossen. Je nach Typ des L293 
können die externen Dioden weggelassen werden.

An VSS wird die Logikspannung von 5V angeschlossen. Am VS kommt die 
Betriebsspannung deines Motors.

Nachteil dieses ICs ist, dass an dem große Verluste abfallen können.
#2331455
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mr. mo schrieb:
> Schau mal hier ->
> http://www.rn-wissen.de/index.php/Getriebemotoren_...
>
> Da gibt es auch einen Schaltplan zu deinem Vorhaben.

und im Datenblatt (http://www.mikrocontroller.net/part/L293) gibt es ab 
Seite 7 auch noch einige Informationen zur Anwendung (Application 
Information). Dein Fall wäre Seite 9, Figure 5. Die Darstellung macht 
die Funktion vielleicht etwas verständlicher.

Gruß Dietrich
#2332138
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Alexander Schmidt schrieb:
> H-Brücken Übersicht: Schaltung mit Bipolaren Transistoren

Ich empfehle unbedingt noch je einen Widerstand zwischen Kollektor von 
Q3 und Q4 und  Basis von Q5 und Q6 zu schalten, um bei Übersteuerung der 
Eingänge die Transistoren zu schützen. Ohne diese Widerstände existiert 
keinerlei Strombegrenzung in den Pfaden Q5-Q2-Q3 bzw. Q6-Q4-Q1.

Für eine "saubere" Schaltung fehlen auch noch Widerstände zwischen Basis 
und Emitter von Q1, Q2, Q5 und Q6. Sie sollen die Kollektor-Emitter 
Restströme von Q3 und Q4 und die Kollektor-Basis-Restströme von Q1, Q2, 
Q5 und Q6 ableiten. Nur damit kann sichergestellt werden, dass keine 
ungewollte Querströme fließen und im abgeschalteten Zustand der Motor 
wirklich spannungsfrei ist.

Gruß Dietrich
Moderator #2332180
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Dietrich L. schrieb:
> Ich empfehle unbedingt noch je einen Widerstand zwischen Kollektor von
> Q3 und Q4 und  Basis von Q5 und Q6 zu schalten, um bei Übersteuerung der
> Eingänge die Transistoren zu schützen.

Für die Basisstrombegrenzung ist D6/R8 und D5/R6 zuständig. Durch sie
sollen Q1 und Q2 gerade so weit aufgesteuert werden, dass sie knapp in
Sättigung gelangen. Wenn natürlich wegen zu hoher Last Q1 und Q1 die
Sättigungsgrenze gar nicht erreichen, kann der Basisstrom tatsächlich
sehr hoch werden. Allerdings wird in diesem Fall auch der Kollektorstrom
so hoch, dass isowieso mit dem Ableben der Transistoren zu rechnen ist.

Bei der Schaltung sollte aber darauf geachtet werden, dass die
Stromverstärkung von Q6 und Q5 mindestens so hoch ist wie die von Q1 und
Q2. Ist sie zu niedrig, schalten Q6 und Q5 nicht voll durch, wodurch
ihre Verlustleistung u.U. zu hoch wird. Wenn also — wie im Beispiel —
oben BC327-40 eingesetzt werden, sollte man unten BC337-25 oder noch
besser BC337-16 nehmen.

In der Originalschaltung von Mark Tilden fehlten die strombegrenzenden
Dioden und Widerstände, stattdessen wurden die Basiswiderstände von Q4
und Q3 so groß gewählt, dass auf Grund der begrenzten Stromverstärkung
von Q4 und Q3 auch die Basisströme von Q6, Q1, Q5 und Q2 begrenzt
wurden.

Diese und weitere Beispiele für Einfachst-H-Brücken findet man hier:

  http://www.beam-wiki.org/wiki/Category:H_Bridges

Einige davon funktionieren aber nur, wenn die Ansteuerspannung gleich
der Versorgungsspannung ist, was in diesem Fall aber nicht zutrifft.
Darüberhinaus fehlen bei allen die Freilaufdioden.

So richtig sauber sind diese Schaltungen alle nicht, dafür eben einfach.
Man sieht an diesen Beispielen, dass auch bei einer zunächst einfach
anmutenden Aufgabe wie der Entwicklung einer H-Brücke viele Fallstricke
lauern. Eine zuverlässig arbeitende diskrete Lösung benötigt mindestens
die dreifache Anzahl an Bauteilen und eine gute Portion Erfahrung in der
Schaltungsentwicklung.

Deswegen ist es für erste Versuche auf jeden Fall ratsam, ein fertiges
H-Brücken-IC zu verwenden, wie auch schon oben vorgeschlagen wurde. Das
funktioniert nicht nur, sondern hat i.Allg. schon Schutzschaltungen
gegen Überstrom und -temperatur eingebaut. Statt des L293D würde ich den
etwas kräftigeren L298 nehmen.
#2332220
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Joe schrieb:
> Warum immer das Gemecker gegen die, die hier Fragen stellen?

Weil viele, wie diese wildgewordene Schulklasse auch, uns wie ihre 
Privat-Bitches behandeln, die auf Verlangen jegliches Ergebnis zu 
liefern haben - sofort. Die aber andererseits so faul sind und sich 
absolut nichts selbst erarbeiten, dass man sich fragen muss, wie die es 
schaffen sich morgens selber ein Butterbrot zu schmieren.

Im konkreten Fall kommt dann noch eine fauler Lehrer hinzu, der seine 
Schüler hirnlos auf dieses Forum hetzt, so dass die Moderatoren einen 
Thread nach dem anderen zumachen müssen.

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