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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik H-Brücke Schaltplan überprüfen


Autor: Herbert K. (avr-herbi)
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Hallo,

es wäre nett, wenn jemand, der mehr Erfahrung hat als ich, und 
vielleicht auch schon Erfahrungen mit solchen H-Brücken hat, 
konstruktive Kritik an meiner Schaltung übt, bevor ich davon eine 
Platine mache.

Bauteilwerte in Klammern sind alternative Typen, falls mal was defekt 
ist, damit man nicht lange suchen muß.

Die Ansteuerung (links) will ich ein wenig variabel halten, so das das 
PIC/AVR/TTL/... möglich sein sollen.
Ziehen der Diode im Opto gegen Masse sollte mit jedem Opencollector 
Baustein möglich sein.

Rechts die Kontroll Pins können genutzt werden (z.B. A/D Wandler beim 
ATmega8) oder auch nicht. Gegebenfalls auch die Vorwiderstände + ZD gar 
nicht bestückt). Die Möglichkeit wollte ich mir offen halten um nicht 
extra eine andere Platine zu ätzen.

Der Motor wird immer nur für 1-5 Minuten eingeschaltet (kein PWM, 
sondern fest) und ist dann ca. die gleiche Zeit oder länger auch wieder 
aus. Die Stromaufnahme des Motors liegt bei so ca. 800 mA.

geringe Auflösung (200KByte):
http://web202.sv02.net-housting.de/jpg/H-Bruecke-S...

hohe Auflösung DSL (800KByte):
http://web202.sv02.net-housting.de/jpg/H-Bruecke-S...

Das es 2er oder 4er Optokoppler gibt, weiß ich, im Ersatzteilfall ist 
aber ein 1er sicher einfacher zu finden. Spezial Teile wollte ich 
möglichst auch nicht verwenden (wie fertige Brücke L293 oder ähnlich).

Das es keinen Kurzschluß im linken oder rechten Zweig gibt, soll Sache 
der Software sein.

So nun würde ich mich freuen, wenn ich Kritik (oder auch Lob) von Euch 
bekommen würde.

Viele Grüße Herbert

Autor: MaWin (Gast)
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Totaler Murks.

Du baust an das Gate der MOSFETs absichtliche eine BAT45 Diode um das 
entladen gegenüber den aufladen (welches über 300 Ohm erfolgt) zu 
beschleunigen (Erreichung einer dead-time zur Vermeidung von 
Kurzschlüssen beim Umschalten), aber entlädst bei abgeschaltetem 
Optokoppler über 100k ?

Das ist sinnbefreit.

Ebenso ist die Einstellung der dead time sinnbefreit, wenn du sowieso 
beide MOSFETs einzeln per Optokoppler steuerst, da kann bei 
Fehlansteuerung ein satter Kurzschluss bei rauskommen.

Dann misst du die Spannung, sogar alle 4 Spannugen. Das braucht man auch 
eher selten bis nie, schliesslich steuert man die Spannung, sondern man 
will den Strom (durch den Motor) messen, aber dazu reicht ein 
Messwiderstand.

Bau einfach eine ordentliche H-Brücke nach, Schaltpläne gibt es geung, 
vor allem bei den richtigen H-Brücken-Treiber-ICs.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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SO geht das.

Autor: max (Gast)
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Falls T3 leitet, leitet der N und P-Kanal. Das ist nicht gut.

Zusätzlich sind exteren Freilaifdioden (Schottky) empfehlenswert.

Autor: Herbert K. (avr-herbi)
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Danke für die bisherigen Beiträge!

@Matthias Lipinsky (lippy):
Hallo Matthias,
wie stellst Du denn in Deiner Schaltung sicher, das max. "VGS" 
beispielsweise bei dem BSP171P (und den anderen) nicht überschritten 
wird, wenn Deine Schaltung mit 45 Volt betrieben wird?


@alle:
Ich schrieb:
Das es keinen Kurzschluß im linken oder rechten Zweig gibt, soll Sache
der Software sein. Falls ich mich da nicht klar ausgedrückt haben 
sollte: Die Software soll sicherstellen, das zu keiner Zeit T3/T4 bzw. 
T2/T5 gleichzeitig leitend sind.
Das kann man ohne Frage natürlich auch in Hardware sicherstellen - so 
verstehe ich Eure Lösungsansätze/-hinweise.


@MaWin:
Hallo MaWin,
Danke für den Hinweis auf die 100K Widerstände. Die werde ich auch auf 
6K8 ändern.

Ansonsten habe ich Dich in Bezug auf die R/D Kombination so verstanden, 
das die hier entfallen kann. -> Also werden R10, R8, R13, R9 einfach 0R 
Widerstände (Drahtbrücke) und Dioden BAT86 entfallen.
(BAT45 hatte ich nie, 300 Ohm hatte ich auch nie. Ich denke aber, Du 
meintest diese R/D Kombination).
Platzmangel habe ich nicht. Um einen Cent muß ich auch nicht feilschen, 
da es keine Serienproduktioon werden soll. Nur Huckepacklöten, weil was 
vergessen wurde mag ich nicht. Da ist mir eine Drahtbrücke schon lieber.

Ich möchte den Strom in jeder der beiden 1R Widerstände wissen. Das hat 
schon seinen Grund. Wenn man nur den Strom durch den Motor wissen will, 
kann man das auf einen reduzieren, das ist mir schon klar.

@max:
Hallo max,
beziehst Du Dich auf den Schaltplan von mir (Eröffnungs Beitrag) oder 
den Schaltplan von "Matthias Lipinsky (lippy)"?

Viele Grüße Herbert

Autor: Herbert K. (avr-herbi)
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@Matthias Lipinsky (lippy):
Hallo Matthias,

"wie stellst Du denn in Deiner Schaltung sicher, das max. "VGS"
beispielsweise bei dem BSP171P (und den anderen) nicht überschritten
wird, wenn Deine Schaltung mit 45 Volt betrieben wird?"

Ich habe einen anderen Beitrag von Dir völlig zufällig gefunden:
http://www.mikrocontroller.net/attachment/34752/P_FET.png
Beitrag "Re: Wie Ugs (p-FET) sinnvoll begrenzen?"
Somit vergiß das bitte mit "VGS".

Ich werde nachher mal in Ruhe den Beitrag (mit den Transistorpärchen) 
studieren und darüber nachdenken. In meiner Frage habe wohl zu digital 
gedacht.

Viele Grüße Herbert

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Ich habe einen anderen Beitrag von Dir völlig zufällig gefunden:
>http://www.mikrocontroller.net/attachment/34752/P_FET.png
>Beitrag "Wie Ugs (p-FET) sinnvoll begrenzen?"
>Somit vergiß das bitte mit "VGS".


Ja. Dort ist das Prinzip erklärt.

kleiner Hinweis: Das Digitalgatter dient nur als Levelshifter 5V => 10V, 
kann also u.U. weggelassen werden.

Autor: MaWin (Gast)
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> Das kann man ohne Frage natürlich auch in Hardware sicherstellen

Das merkwürdige ist halt:

In deiner Schaltung gibt es einige Bauteile, die genau das sicherstellen 
sollen, die es ermöglichen sollen bei gemeinsamer Ansteuerleitung 
trotzdem das kurze gleichzeitige Einschalten der beiden MOSFETs im 
Umshcaltmoment zu unterdrücken, eben durch eine dead time (dead time 
control Schaltung)

aber dann kam jemand und hat die Schaltung auf 2 Ansteuerleitungen 
umgebaut ohne diese Schaltungsteile zu entfernen. Zu kann er durch 
falsche Ansteuerung die MOSFETs grillen, und muss auch noch den (nun 
eventuell störenden) Effekt der dead time control rausrechnen.

Das ist doch widersinnig und zeugt von der laienhaftigkeit mit der die 
Schaltung entwickelt wurde, wenn man nicht weeiss, wozu die Bauteile 
eigentlich mal dienten.

Wenn, dann hätte man es reduzieren sollen auf eine Schaltung, die eine 
Fehlbedienung durch die Software verhindert, dann hätte man die Bauteile 
wenigstens noch mit Sinn und Verstand eingesetzt, aber so sind sie 
sinnlos.

Autor: MaWin (Gast)
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Und warum eigentlich so ein Aufwand und nicht einfach einen L6501 ?

Autor: Herbert K. (avr-herbi)
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Hallo MaWin,
zu "L6501 filetype:pdf datasheet" findet google leider nichts 
brauchbares.
Wo sind denn dazu Angaben zu finden?
Viele Grüße Herbert

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Suche lieber nach L6205 (und variiere die letzen Ziffer von 1 bis 8,
dann kommen noch mehr).

Autor: MaWin (Gast)
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http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/SGSThoms...

Es gibt natürlich weitere für 40V/nicht mal 1A,
je nach dem, was dein Händler da hat.

Autor: max (Gast)
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Man muss aber beachten, dass mit einem L6502 ein PWM nötig ist. Nur so 
kann über die Ladungspumpe der P-Kanal FET leiten.

Also einen konstanten Gleistrom kann man nicht durch den Querweg fließen 
lassen.

Autor: Herbert K. (avr-herbi)
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Hallo max,
Danke für den Hinweis auf den PWM.

Hallo Yalu X. (yalu),
Danke auch für Deinen Hinweis.

Hallo MaWin,
Danke auch für Deine ergänzenden Hinweise.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag.

Viele Grüße Herbert

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Ich hatte hier schon mal etwas gepostet, was auch HIER interessant sein 
könnte: [[Beitrag "Re: Mit PWM motor ansteuern"]]


Gruß

Jobst

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