Hallo, folgendes Problem: Messsystem mit 100kg Messbereich und Messfehler 1% fullscale, also 1kg. Es werden nun 50kg belastet, und wegen des Messfehlers liegen aber z.B. tatsächlich nur 49kg Last vor. Nun sollen 10kg entlastet werden. Es wird also solange entlastet, bis 40kg angezeigt werden. Kann es jetzt sein, dass wegen des Messfehler z.B. tatsächlich 41 kg vorliegen, also nur 8kg entlastet wurden. Konkret: muss ich bei der Differenz den doppelten Messfehler annehmen, weil ich ja zwei mal mit Messunsicherheit messe oder gibt es da andere Betrachtungsweisen, weil z.B eine statische Komponente mit reinspielt? Messfehler sind ja, so wie ich das kenne, Zufallsgrößen in einem bestimmten Rahmen (3fache Stanbdardabweichung z.B.). Im konkreten Fall ist die gemessene Differenz von Interesse und dafür soll eine Messunsicherheit angegeben werden. Oder doch Totales Differential für Fehlerfortpflanzung? Grüße, Alex
> Kann es jetzt sein, dass wegen des Messfehlers z.B. tatsächlich 41 kg > vorliegen, also nur 8kg entlastet wurden. Theoretisch ja; spezifiziert ist nur der jeweilige Messwert, eben auf +/- 1 kg. Sinnvoll wäre wohl, für die Endungenauigkeit dieses eine Kilogramm anzunehmen ( richtige Technik-"Experten" mit Dr. jur. im Namen sehen das u.U. anders ). => Auch "garantierte" Toleranzen werden leider nicht immer eingehalten, sonst wäre jedes Qualitätsmanagement überflüssig ...
Danke. Ich hatte noch 'ne Weile hin und her überlegt, aber es läuft wohl darauf hinaus. Auch wenn man mittels totalem Dieferenzial die Fehlerfortplanzung aus den beiden Einzelmessungen betrachtet, kommt der doppelte Messfehler für die Differenzmessung zustande. Grüße...
Ne.. wenn die Waage 1% zuviel anzeigt, zeigt sie 1kg auf 100kg zuviel an. Wenn man nun damit von 50kg auf 40kg entlastet ist der Fehler auch nur 1%, aeh 100g.
Das stimmt so nicht. Sie zeigt bis maximal 1% Fullscale zu viel ODER zu wenig an, das weiß man ja nicht, deswegen heißt es ja Messunsicherheit. Und wenn's bei der einen Messung ein Kilo zuviel ist, kann's bei der nächsten eins zu wenig sein. Und deshalb verdoppelt sich die Messunsicherheit, denke ich zumindest. Grüße...
Dazu muesste man die Ursache des Fehlers kennen. -Nichtlinearitaet des Sensors -Hysterese des Sensors -Temperaturgang des Sensors -Temperaturgang der Elektronik -Spannungsabhaengigkeit der Elektronik Meist macht man alles so guenstig wie moeglich und die Ursache interessiert wenig. Man nimmt dann eine grosszuegige Grenze als Spezifikation, sodass man immer besser ist. Bei zwei sukzessiven Messungen wuerd ich eine bessere Genauigkeit wie plus minus ein Kilo erwarten. Das waere der schlechteste Fall.
> Das waere der schlechteste Fall.
Von dem musst du aber ausgehen. Sicher ist zu erwarten, dass das
Ergebnis weniger fehlerbehaftet ist. Wenn aber jemand nach der
Unsicherheit fragt, müsste man sagen: zwei Messungen +/- 1%, Ergebnis
daraus +/- 2%.
Grüße...
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