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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Einschalten eines ATX-Motherboards - CPU notwendig?


Autor: Martin S. (Gast)
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Wieweit ist eigentlich die CPU im Startvorgang eines PC involviert? Ich
dachte die ganze Einschalt-Logik wäre autonom, könnte also demnach auch
komplett ohne CPU und ohne Speicher funktionieren. Dem scheint nicht so
zu sein.

Ich hab hier ein AMD-basierendes Motherboard Asus A7V333, das bekomme
ich über den Standby-Schalter nicht aktiv. Leider hab ich nur eine
möglicherweise geschrottete CPU, und keine geeignete Speicherriegel,
aber ich bekomme das Motherboard nicht eingeschaltet.

Ein 2. Motherboard (Intel P4 basierendes ASUS P4P800) habe ich zum
Vergleich ebenfalls hier. Hier kann ich das Board komplett "nackt"
lassen, und es reagiert wie erwartet (ein und ausschaltbar per
Standby-Schalter)


Wer weiß genaueres, welches das unterschiedliche Verhalten dieser
beiden Motherboards / CPUs erklären könnte?


PS: Ich bin kein Board oder CPU-Killer, das sind alles Erbstücke, die
im Rahmen von irgendwelchen Aufrüstaktionen als Leichen in einer
Werkstatt aufliefen, und nun nochmal vor endgültiger Beerdigung von mir
überprüft werden

Autor: gimmik (Gast)
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akademische Frage, oder? Was willst du mit einem Board ohne CPU und/oder
Speicher, falls sich das starten lässt?

Autor: Lupin (Gast)
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Und wenn du das board ohne CPU zum laufen bekommen solltest (was nicht
gehen kann), was würdest du dann damit machen wollen? Einschalten und
zuschauen wie es strom verbraucht? :)

Was soll das board denn deiner Meinung nach ohne eine CPU und speicher
machen? Es kann gar nix machen außer vielleicht die peripherie mit
strom zu versorgen.

Wie merkst du denn ob das mainboard eingeschaltet ist oder nicht?

Ich finde diese frage irgendwie ziemlich komisch :P

Autor: Andi (Gast)
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@Martin S.:
Klar geht das im Normalfall!
Man kann jedes ATX-Board OHNE CPU und RAM einschalten, zumindest der
Netzteil-Lüfter läuft.
Zum Initialisieren der Board-Hardware oder ein Bild über eine VGA-Karte
auf den Monitor kommt es halt nicht aber es fließt Strom.
Geht der Netzteil-Lüfter nicht an, bei Power-On, ist das Board im
Eimer.
Bevor Du das P4P800 endgültig beerdigst, kannst es mir auch schicken.
Das mein ich ernst!

MfG
Andi

Autor: Günter Rebemann (Gast)
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ich hatte mal ein board aus einem p2 aldi pc (der erste glaube ich
sogar). Das ging ohne CPU an und hat sogar angezeigt: "CPU Missing"
wie das funktioniert ist mir bis heute ein rätsel

Autor: Andi (Gast)
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Auf einem heutigen (auch früheren) Mainboard ist die CPU nicht die
einzige CPU.
Da gibt es noch ein paar andere µController welche die "Vorarbeit"
erledigen damit das System starten kann.

MfG
Andi

Autor: Einer der Bernds (Gast)
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Auch wenn die Einschaltlogik funktioniert, was ist das für ein Testen
des Boards?

Das ist ja wie den Motor vom Auto starten und wenn der läuft darauf zu
schließen das das ganze Auto in Ordnung ist!

Selbst mit CPU und Speicher fällt nicht jeder Fehler gleich auf.

Gruß Bernd

Autor: Martin S. (Gast)
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Na ja, wenn gar nix hochkommt (aber hochkommen solte) ist es ein Indiz
dafür daß irgendwas anderes noch im Argen ist.

Ich hab halt hier einfach ein paar Komponenten, die ich im
Schnelldurchlauf auf grundsätzliches Betriebsverhalten testen möchte,
ohne weitere Komponenten zu besorgen oder andere Komponenten mit in den
test mit einzubeziehen und zu schrotten.

Mein Testansatz sieht so aus:
1. "nacktes" Board ans Netzteil. Muß sich mindestens ein und
ausschalten lassen
2. CPU aufs Board (ohne GraKa). Board muß spätestens jetzt hochkommen
und piepen (zu wenig Speicher, keine GraKa)
3. GraKa rein. Möglicherweise erfolgt jetzt schon eine Textmeldung auf
dem Schirm
4. Speicher rein. Jetzt sollte schon sehr viel zu sehen sein
5. Diskette/CD/PLatte dran, und Diagnosezeugs laufen lassen


Ich war der Meinung daß sich ein ATX-Board auch ohne CPU und Speicher
über den Taster einschalten lassen muß ,so wie das Netzteil durch
Brücken/kontaktieren des Einschaltsignals. Nach meinem verständniss
liegt da elektronisch noch was zwischen Standby-Taster des Rechners und
Standby-Einschaltleitung des Netzteils.


Fakt ist: meine beiden Boards verhalten sich bezüglich der
einschalterei unterschiedlich. das eine läßt sich einschalten, das
andere nicht. Somit ist mein Test Nr. 1 erstmal partiell nicht
erfolgreich

Autor: Andi (Gast)
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Punkt 3 und 4 müßtest Du von der Reihenfolge tauschen da allgemein ohne
RAM auch nix richtig geht.
Ansonsten kannst Du die Schritte 2 bis 4 auch weglassen da Dir das
rumgepiepse ohne Graka und RAM ja nix bringt, also gleich nach dem
"Nackt-Test" die 3 wichtigsten Komponennten einsetzen.
Weis nicht, wie Du immer auf Standby kommst, in der Regel nennt sich
der Anschluß zum Einschalten "POWER SW" den Du einfach mit nen Draht
oder Schraubendreher kurz überbrückst wenn nicht im Geheäuse
eingebaut.

Wie siehts denn nu aus mit dem P4P800?
Wenn Du es nicht komplett testen kannst nehme ich es Dir gerne ab (das
Board)!

MfG
Andi

Autor: Martin S. (Gast)
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Na ja, das Rumgepiepse bringt mir schon was, da dann ja der Prozessor
bereits erste Lebenszeichen gibt.

Und ich kenne genügend Intel-basierende Unix-Kisten welche keine GraKa
und keinen Bildschirm haben. Insofern ist die Anwesenheit einer GraKa
keine Pflicht.

"Standby" nenne ich ihn deshalb, weil das Board ja nicht wirklich
komplett stromlos ist, sondern in einen Bereitschaftsmodus geht, aus
dem es wieder hochkommt. Als echten Power-Switch kann ich sowas nicht
empfinden, wenn da noch ein paar Watt Leistung durch das NEtzteil
gesaugt werden. Ist aber so bei den ATX-Netzteilen. Hätt man denen ein
gescheites Relais verpasst, dann wäre es auch ein echter Power-Switch
geworden. [Leider hat auch mein Videorecorder und mein Digital-Receiver
keine echten "Power" Schalter mehr, sondern auch nur so komische
Bereitschafts-Tasten (AKA Standby)]

Autor: Andi (Gast)
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Ist schon klar, dafür bringt es andere Vorteile mit sich (Power-On mit
Keyboard, Maus, Modem, LAN etc.).
Aber was ist nun mit dem P4P800?
Kein Interesse, es weg zu geben statt zu beerdigen?

MfG
Andi

Autor: Martin S. (Gast)
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@Andi
Das P4P800 sollte in ein anderes Gehäuse verbaut werden, leider ist der
Umbauer mit der Zange abgerutscht und hat ein paar Leitungen
angeditscht. SIeht unter dem Mikro nicht aus wie durchtrennt, aber das
muß nix heißen.

Die orginal-CPU ist noch drauf, alelrdings hab ich keine Ersatz-CPU um
zu verifizieren was kaputt ist. Als Speicherriegel hab ich nur 1
(einen) 64er DDR, aber laut Handbuch soll das Board damit klarkommen.
Als GraKa hab ich eine Chinesische AGP-Karte. Ob de 1.5V (gemäß
Spezifikation vom P4P800) kann weiß ich nicht. In den Steckplatz passt
sie mechanisch rein (Einkerbungen), aber ob die geeignet ist kann ich
momentan nicht sagen und wills auch nicht ohne Not ausprobieren.

Mein erster Einschalt-Schnelltest (siehe oben, Schritt 1) war
erfolgreich. Schritt 2 passiert nix (piept nix). Möglicherweise haben
dei Leiterbahnen doch einen Schaden, oder de CPU ist kaputt, oder das
Board kommt ohne Speicher erst gar nicht auf die Füße, oder oder. Daher
meine seltsam klingenden Fragen.

Da mir aber nix anbrennt oder wegläuft, kann ich auch noch 4 Wochen
warten bis mir de passenden Test-Komponenten vorbei kommen. Na ja, ein
P4P800 kostet heute keine 100 EUR mehr, aber zum direkten wegwerfen ist
es mir auch zu schade.

Autor: Andi (Gast)
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OK, dann halt nicht!
Wenn die Graka passt, kann sie auch 1,5V.
Grakas mit dem Schlitz in der Steckzunge vorne laufen mit 3,3V, mit dem
Schlitz hinten 1,5V und die mit 2 Einkerbungen vorn und hinten machen
beides.
Ansonsten geht bei 99% aller Boards ohne RAM nix.

MfG
Andi

Autor: Sebastian (Gast)
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Sers,

das kann man pauschal alles nicht sagen. Meine Erfahrungen zeigen, dass
es immer auf das Board ankommt. Manche starten nicht wenn kein Lüfter
dranhängt, manches geht nur mit Board an, manche nicht. Man kann so
definitiv nicht sagen ob ein Board noch geht oder nicht.

Seb

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