> 1. Akku bestimmte Zeit laden
> 2. Laden stoppen und messen
> 3. Wenn aktuelle Messung - vorherige Messung < 0 aufhören zu laden.
Nö. Du misst normalerweise während der Ladestrom fliesst.
Der Spannungsabfall am Innenwiderstand des Akkus bleibt ja gleich,
zumindest wenn der Ladestrom halbwegs konstant bleibt.
Es ist nicht nötig, das Laden zu stoppen. Erlaubt wäre es schon, ebenso
wie es erlaubt ist statt mit Konstantstrom mit 100Hz pulsierendem Strom
zu laden.
Das Problem bei -DeltaU ist jedoch der sinkende Innenwiderstand wenn man
einen lange gelagerten Akku einlegt: Der hat zu Beginn erst mal einen
hohen Innenwiderstand, also bei relevantenm Ladestrom (sagen wir 1/4 C)
einen hohen Spannungsabfall also eine hohe Zellenspannung und die SINKT
wenn sich der Akku während des Ladevorgangs erholt, was ein Ladegerät,
welches die Akkuspannung bei angelegtem Ladestrom misst, als
Spannungsabfall erkennt und die Ladung stoppt weil er glaubt daß er voll
ist.
Allerdings reicht es nicht, 1/100 Sekunde den Strom zu unterbrechen und
gleich zu messen, denn die Zellenspannung sinkt langsam. EIn Akku ist
eher eienn Kette von Regionen
Anschluess + --R1-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-
C1 C C C C C C C C C C
Masse - -----+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+-
und selbst wenndu den Ladestrom über R1 unterbrichst, fliesst
noch Ausgleichstrom über die anderen R und der am höchsten
aufgeladene Teil C1 entlädt scih langsam um die anderen C auf
dieselbe Spannung aufzuladen. Verstanden ?
Akkus brauchen eine Stunde bis sich ihre Spannung ausgeglichen hat,
oder sogar tagelang.
Desweiteren gibt es noch den Effekt, dao so ein lange gelagerter Akku
mit hohem Innenwiderstand beim Laden auch viel Wärme entwickelt durch
Strom^2*Widerstand, und diese Wärme wegen des Temperaturkoeffizients des
Akkus zu einem Absinken der Zellenspannung führt. Das ist EXAKT derselbe
Effekt, der bei -DelatU genutzt wird, um das Ladeende zu erkennen, dort
allerdings weil die Akkuzellen zum Schluss die hineingesteckte Energie
nicht mehr chemisch binden, sondern eben kompolett in Wärme umsetzen.
Kein -DeltaU Gerät kann diese Effekte vollständig erkennen und
kompensieren
Daher schalten -DeltaU Ladegeräte manchmal, insbesondere bei lange
gelagerten Akkus, viel zu früh ab. Glücklicherweise behebt sich das,
wenn man am nächsten Tag noch mal einen Ladeversuch startet.
Es wird besser, wenn man die "wahre" Spannungsabsenkung (abhängig von
Ladestrom, Zellentyp und dessen gutem Innenwiderstand, Gehäuse und
dessen Wärmedämmung) kennt, und deswegen davon andere Effekte
unterschieden kann.
Bei universellen Ladegeräten schwer machbar.
Bei Akkus in Reihe ist einer zuerst voll. Dann sollte man den hohen
Ladestrom abschalten, und nur noch mit C/20 als Trickle-Ladestrom
weiterladen um die anderen Zellen vollzumachen.