Hallo, ich habe schon einige Forenbeiträge zur Ladeproblematik gegeben. Es gibt ja neben der Delta-U Erkennung auch noch andere Möglichketien zur Erkennung. Mein Plan ist ein Akkupack (ein ganz kleiner (4 Zellen): NiMH 400mAh, 4.8V) zu laden. Desweiteren wäre es schön, wenn ich auch Akkus in einer Batteriehalterung (Reihenschaltung) laden könnte z.B. 4 Akkus a 1,2 V -> 4,8V (NiMH: 2500mAh). Dabei könnte mit der Batteriehalterung das Problem auftreten, dass nicht alle Akkus gleich geladen sind. Kann man hier zuverlässig eine Delta-U-Ladung durchführen? Gibt es bessere Erkennungsverfahren für diesen Fall. Das Ganze soll mit einem Atmega8 gesteuert werden. Wie gehe ich bei der Delta-U-Erkennung vor? 1. Akku bestimmte Zeit laden 2. Laden stoppen und messen 3. Wenn aktuelle Messung - vorherige Messung < 0 aufhören zu laden. Ansonsten wieder bei 1. beginnen Passt das so? Muss ich beim Messen vorher den Akku belasten (Verbraucher kurzzeitig anschalten) oder reicht einfaches messen ohne einen Verbraucher (z. B. Widerstand) kurzfristig angeschaltet zu haben? Danke Stefan
>Mein Plan ist ein Akkupack (ein ganz kleiner (4 Zellen): NiMH 400mAh, >4.8V) zu laden. Kauf dir ein Ladegerät. Und nein, DU kannst das nicht selber bauen.
Das Ladegerät muss ja die Zelle auch irgendwie laden, oder? Ich würde gern in meine Empfängerschaltung (Atmega8) zusätzlich eine Ladesteuerung einbauen, dass der Akku im Gehäuse bleiben kann. Danke
Bau doch in deine Schaltung einen IC der das Laden übernimmt... Schau mal bei Maxim http://para.maxim-ic.com/en/results.mvp?fam=batt_chrg&168=NiCd|NiMH
...oder bei LinearTechnology. Charger-ICs gibt's mittlerweile massensweise, wenn auch nicht ganz billig und es braucht Außenbeschaltung. Von einer selbstdefinierten Ladekurve würde ich abraten, da dies sicher auf die Lebensdauer der Akkus geht, wenn sie nicht gut ausgelegt wurde.
Die haben sogar einen für Batterypacks im Angebot. Der benötigt aber Temperatursensoren. Wie verhalten sich unterschiedlich geladene Akkus in Reihe? Ist hier eine zuverlässige Delta-U-Erkennung möglich?
>Wie verhalten sich unterschiedlich geladene Akkus in Reihe? Ist hier >eine zuverlässige Delta-U-Erkennung möglich? Nein, und unterschiedlich geladene Akus lädt man nicht in Reihe. Das ist tödlich für die etwas volleren Akkus.
Also die erste Antwort bezieht sich auf Maxim. Bei LinearTechnologies haben die einen IC der 16 Akkus unterstützt, ich bin mir aber nicht sicher ob in Reihe. Es heißt im Datenbaltt dass er Optional eine Temperaturerkennung nutzen kann. Ich würde eigentlich lieber eine Software schreiben und eine kleine Ladeelektronik (Transistor, Widerstand) am µC betreiben. Es fragt sich nun: Muss vor einer Delta-U Messung zuvor der Akku kurz belastet werden? Ist bei in Reihe geschalteten Akkus eine Delta-U Erkennung zuverlässig möglich? Falls nicht, ist diese (zuverlässige Erkennung) nach einer kurzen (evtl. nicht vollständigen) Entladung der in Reihe geschalteten Akkus möglich (in Reihe entladen)? Die Spannung wird nicht gemessen währen der Ladestrom anliegt, richtig? Danke (auch für die bisherigen Antworten)
Hier kannst Du weitere Infos finden: http://www.student.uni-kl.de/~dittrich/trxcharger/index.html ...
Wurde sich diese Problematik mit dem dU/dt Ladeverfahren vereinfachen?
> 1. Akku bestimmte Zeit laden > 2. Laden stoppen und messen > 3. Wenn aktuelle Messung - vorherige Messung < 0 aufhören zu laden. Nö. Du misst normalerweise während der Ladestrom fliesst. Der Spannungsabfall am Innenwiderstand des Akkus bleibt ja gleich, zumindest wenn der Ladestrom halbwegs konstant bleibt. Es ist nicht nötig, das Laden zu stoppen. Erlaubt wäre es schon, ebenso wie es erlaubt ist statt mit Konstantstrom mit 100Hz pulsierendem Strom zu laden. Das Problem bei -DeltaU ist jedoch der sinkende Innenwiderstand wenn man einen lange gelagerten Akku einlegt: Der hat zu Beginn erst mal einen hohen Innenwiderstand, also bei relevantenm Ladestrom (sagen wir 1/4 C) einen hohen Spannungsabfall also eine hohe Zellenspannung und die SINKT wenn sich der Akku während des Ladevorgangs erholt, was ein Ladegerät, welches die Akkuspannung bei angelegtem Ladestrom misst, als Spannungsabfall erkennt und die Ladung stoppt weil er glaubt daß er voll ist. Allerdings reicht es nicht, 1/100 Sekunde den Strom zu unterbrechen und gleich zu messen, denn die Zellenspannung sinkt langsam. EIn Akku ist eher eienn Kette von Regionen Anschluess + --R1-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+-R-+- C1 C C C C C C C C C C Masse - -----+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+- und selbst wenndu den Ladestrom über R1 unterbrichst, fliesst noch Ausgleichstrom über die anderen R und der am höchsten aufgeladene Teil C1 entlädt scih langsam um die anderen C auf dieselbe Spannung aufzuladen. Verstanden ? Akkus brauchen eine Stunde bis sich ihre Spannung ausgeglichen hat, oder sogar tagelang. Desweiteren gibt es noch den Effekt, dao so ein lange gelagerter Akku mit hohem Innenwiderstand beim Laden auch viel Wärme entwickelt durch Strom^2*Widerstand, und diese Wärme wegen des Temperaturkoeffizients des Akkus zu einem Absinken der Zellenspannung führt. Das ist EXAKT derselbe Effekt, der bei -DelatU genutzt wird, um das Ladeende zu erkennen, dort allerdings weil die Akkuzellen zum Schluss die hineingesteckte Energie nicht mehr chemisch binden, sondern eben kompolett in Wärme umsetzen. Kein -DeltaU Gerät kann diese Effekte vollständig erkennen und kompensieren Daher schalten -DeltaU Ladegeräte manchmal, insbesondere bei lange gelagerten Akkus, viel zu früh ab. Glücklicherweise behebt sich das, wenn man am nächsten Tag noch mal einen Ladeversuch startet. Es wird besser, wenn man die "wahre" Spannungsabsenkung (abhängig von Ladestrom, Zellentyp und dessen gutem Innenwiderstand, Gehäuse und dessen Wärmedämmung) kennt, und deswegen davon andere Effekte unterschieden kann. Bei universellen Ladegeräten schwer machbar. Bei Akkus in Reihe ist einer zuerst voll. Dann sollte man den hohen Ladestrom abschalten, und nur noch mit C/20 als Trickle-Ladestrom weiterladen um die anderen Zellen vollzumachen.
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