Hallo, ich untersuche zur Zeit die Programmierschnitstelle eines LC88F83B0A [1] von Sanyo. Der µC hat dazu einen mit "TEST" bzw "TST" bezeichneten Pin der (zusammen mit GND und Vcc) mit dem Programmiergerät kontaktiert wird. Das Programmiergerät kann sowohl eine Firmware flashen, als auch eine vorhandene (bzw gerade geflashte) Firmware verifizieren. Dh es muss sich um eine bidirektionale Verbindung handeln. Das Signal habe ich mir bereits mit einem Oszi und mit einem Logicanalyzer angesehen. Sieht so garnicht wie das typische 1-Wire aus. Auch ein Kollege der sich mit 1-Wire beschäftigt meinte, dass das was anderes sein muss. Ich würde nun gerne "direkt" mit dem µC sprechen, ohne auf das Programm und das Programmiergerät des Herstellers angewiesen zu sein. Ich hoffe darüber dann in der Lage zu sein, Informationen aus dem µC trotz gesetzter ReadProtection auslesen zu können. Oder auch nur Teile einer neuen Firmware flashen zu können (bestimmte Teile der FW sollen erhalten bleiben, die möchte ich auslesen). Weiß jemand welches Protokoll hier verwendet wird bzw wie ich mehr darüber herausfinden kann? Oder andere Tips zum Vorgehen? [1] http://semicon.sanyo.com/en/search/property.php?clcd=57&prod=LC88F83B0A
Hat niemand eine Idee, wie ich herausfinden könnte was für ein Protokoll das ist? Oder sonstige Informationen zu Sanyo-µC? Die offiziellen Datenblätter geben da echt wenig her :/
Gegenfrage: wofür ist das wichtig, solange du weisst, wie du den Programmierdongle anschliessen musst, und solange der Dongle deinen Code in den Chip bekommt?
Ich soll untersuchen wie gut die Readprotection des Chips ist. Wenn sie gesetzt ist, lässt sich der Inhalt natürlich nicht einfach so auslesen. Aber vielleicht lässt sich über den onboard-debugger was erreichen. Oder es lassen sich Teile des Codes überschreiben, wärend andere erhalten bleiben. Ist natürlich alles für sich genommen nicht sehr wahrscheinlich, aber vielleicht findet sich ja doch eine Möglichkeit. Nur dafür müsste ich den Chip direkt ansprechen können. Dass die Software oder das Programmiergerät keine "bösen Befehle" senden, kann man wohl ausgehen ;)
Über welcher Hardware könnte ich denn mit dem µC eine Kommunikation aufbauen? ich weiß leider sehr wenig über das Protokoll. Die Flankenwechsel treten mit bis zu 2 MHz (teilweise ein klein wenig mehr, könnte auch Messungenauigkeit des Logicanalyzers sein) auf. Es ist wie gesagt nur eine Datenleitung (Vcc und GND sind unverändert). Ich habe bereits versucht mit einer Diodenschaltung vor dem Logicanalyzer die Richtung der übertragenen Signale heraus zu finden, was auch so einigermaßen geklappt hat. Dh ich könnte versuchen den Teil aus "Senderichtung" (vom Programmiergerät aus) einfach zu wiederholen. Da ein Programmiervorgang aber bis zu 8 Sekunden dauert bekomme ich das natürlich nicht komplett ins RAM eines anderen Microcontrolers. Wäre aber auch erstmal egal, hauptsache ich kann überhaupt Signale so schnell schreiben, lesen und auch verarbeiten.
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