Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Programmier- und Debugschnitstelle Sanyo Mikrocontroller (LC88F83B0A)


von Patrick W. (asdf742)


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Hallo,

ich untersuche zur Zeit die Programmierschnitstelle eines LC88F83B0A [1] 
von Sanyo.
Der µC hat dazu einen mit "TEST" bzw "TST" bezeichneten Pin der 
(zusammen mit GND und Vcc) mit dem Programmiergerät kontaktiert wird. 
Das Programmiergerät kann sowohl eine Firmware flashen, als auch eine 
vorhandene (bzw gerade geflashte) Firmware verifizieren. Dh es muss sich 
um eine bidirektionale Verbindung handeln.

Das Signal habe ich mir bereits mit einem Oszi und mit einem 
Logicanalyzer angesehen. Sieht so garnicht wie das typische 1-Wire aus. 
Auch ein Kollege der sich mit 1-Wire beschäftigt meinte, dass das was 
anderes sein muss.

Ich würde nun gerne "direkt" mit dem µC sprechen, ohne auf das Programm 
und das Programmiergerät des Herstellers angewiesen zu sein. Ich hoffe 
darüber dann in der Lage zu sein, Informationen aus dem µC trotz 
gesetzter ReadProtection auslesen zu können. Oder auch nur Teile einer 
neuen Firmware flashen zu können (bestimmte Teile der FW sollen erhalten 
bleiben, die möchte ich auslesen).

Weiß jemand welches Protokoll hier verwendet wird bzw wie ich mehr 
darüber herausfinden kann?
Oder andere Tips zum Vorgehen?



[1] 
http://semicon.sanyo.com/en/search/property.php?clcd=57&prod=LC88F83B0A
von Patrick W. (asdf742)


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Hat niemand eine Idee, wie ich herausfinden könnte was für ein Protokoll 
das ist? Oder sonstige Informationen zu Sanyo-µC? Die offiziellen 
Datenblätter geben da echt wenig her :/
von Dario B. (abcd)


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Gegenfrage: wofür ist das wichtig, solange du weisst, wie du den 
Programmierdongle anschliessen musst, und solange der Dongle deinen Code 
in den Chip bekommt?
von Patrick W. (asdf742)


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Ich soll untersuchen wie gut die Readprotection des Chips ist. Wenn sie 
gesetzt ist, lässt sich der Inhalt natürlich nicht einfach so auslesen.

Aber vielleicht lässt sich über den onboard-debugger was erreichen. Oder 
es lassen sich Teile des Codes überschreiben, wärend andere erhalten 
bleiben.

Ist natürlich alles für sich genommen nicht sehr wahrscheinlich, aber 
vielleicht findet sich ja doch eine Möglichkeit. Nur dafür müsste ich 
den Chip direkt ansprechen können. Dass die Software oder das 
Programmiergerät keine "bösen Befehle" senden, kann man wohl ausgehen ;)
von Patrick W. (asdf742)


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Über welcher Hardware könnte ich denn mit dem µC eine Kommunikation 
aufbauen?

ich weiß leider sehr wenig über das Protokoll. Die Flankenwechsel treten 
mit bis zu 2 MHz (teilweise ein klein wenig mehr, könnte auch 
Messungenauigkeit des Logicanalyzers sein) auf. Es ist wie gesagt nur 
eine Datenleitung (Vcc und GND sind unverändert). Ich habe bereits 
versucht mit einer Diodenschaltung vor dem Logicanalyzer die Richtung 
der übertragenen Signale heraus zu finden, was auch so einigermaßen 
geklappt hat. Dh ich könnte versuchen den Teil aus "Senderichtung" (vom 
Programmiergerät aus) einfach zu wiederholen. Da ein Programmiervorgang 
aber bis zu 8 Sekunden dauert bekomme ich das natürlich nicht komplett 
ins RAM eines anderen Microcontrolers. Wäre aber auch erstmal egal, 
hauptsache ich kann überhaupt Signale so schnell schreiben, lesen und 
auch verarbeiten.
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