Hallo miteinander Ich habe ein Projekt, bei dem es um die Realisierung einer Powerline Kommunikation für industrielle Antriebe geht. Meine Aufgabe besteht in erster Linie mal darin die Eigenschaften des Übertragungskanals bei laufendem und bei nicht laufendem Motor zu messen und mir zu überlegen wie ich das Signal auf zwei der drei Phasen des Motors koppeln kann. Ich bin auf diesem Gebiet ganz neu und kann noch nicht so richtig abschätzen auf was ich dabei achten muss. Hat hier schon jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt? Wenn ich ein PLC Modem suche mit dem ich meine Tests machen möchte, kann ich ja wohl kaum ein handelsübliches Homeplug Modem nehmen oder? Auf was muss ich dabei achten? Kann mir da jemand Tips geben oder kennt eine gute Quelle wo ich mich informieren kann? Grüsse Pascal
Hallo, ich musste in unserem Bohrmaschinen-Raum das Ethernet durch Lichtleiter vom übrigen Firmennetz entkoppeln, um eine zuverlässige Übertragung mit 10 MBit/s zu erreichen - ich kann mir nicht vorstellen, dass PLC in so einem Umfeld zuverlässig ist. Gruss Reinhard
Ich muss dazu vielleicht noch sagen: Es geht nicht darum eine Verbindung mit hoher Datendurchsatz Rate zu erreichen, sondern es geht darum Steuersignale zu senden oder Sensordaten auszulesen. Und ausserdem haben vorhergehende Messungen am Wechselrichter gezeigt, dass die Störsignale bei hohen Frequenzen massiv abnehmen. Diese Parameter kann ich selbst bestimmen und beeinflussen. So sollte eine solche Kommunikation doch bedingt möglich sein?
Natuerlich ist Powerline zuverlaessig. Speziell in so einem Umfeld. Allerdings wuerd ich von tieferen Datenraten ausgehen. Als ich noch damit gearbeitet habe, war die Datenrate 19200 Baud. Wir koppelten mit 3 Kondensatoren parallel auf 3 Phasen, gegen Null/Erde. Es gibt verschiedene Ansaetze, verschiedene Chipsaetze, und da sollst du die Uebertragunsqualitaet messen, das waeren dann zB kilobytes /sekunde unten den jeweiligen bedingungen. Da spielt dann rein ob die Blockgroesse, die Forward Error Correction, das Retry Handling sinnvoll implementiert sind.
Ja es geht um das Übertragungsverhalten des Kanals unter diesen Bedingungen. Dazu werde ich das Bode-Diagramm aufnehmen. Aber dazu muss ich natürlich erst mal ein Signal übertragen / ein- und wieder auskoppeln können. Dazu benötige ich ein Modem das mir unter diesen Bedingungen ein Signal übertragen kann. Ausserdem sollte es eine Messbandbreite von ca. 25MHz abdecken.
Ja. Da kann man vieles machen. Mit einem Spektrumanalyzer die Leistungsdichte messen und staunen. Oder effektive Uebertragungen messen. Die Art der uebertragung sollte moeglichst optimal der Art der Stoerung angepasst sein. Deswegen ist das Powerspektrum wenig aussagekraeftig denn meoglicherweise ist die Stoerung synchron zum Netz. Die mir bekannten Verfahren verwenden Korrelation zur Detektion. Dazu sollte man ein moeglichst passendes Nutzsignal verwenden. Wie schon gesagt man kann vieles zu Uebertragen versuchen.Der Tradeoff besteht zwischen Bandbreite des Nutzsignals zu Zuverlaessigkeit. Ein Haushalt Breitband Modul ist moeglicherweise nicht eine optimale Loesung, aber zum Vergleich sicher recht.
Ich werde mich auf die Übertragung des effektiven Signals konzentrieren. Ich hätte da an ein Chirp-Signal oder einen PRBS gedacht, da ich möglichst alle Frequenzbereiche abdecken möchte und so auch eventuelle Reflexionen im Übertragungskanal finde. Was könnte denn an einem Haushalt Breitband Modul das begrenzende Element sein? Oder anders gefragt: Wieso eignet es sich nicht für meine Anwendung? Liegt es daran, dass es die Störungen auf meinen Phasenleitungen nicht filtern kann? Oder welchen Nachteil würde ich damit haben?
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