Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Powerline Communication für industrielle Antriebe


von Pascal (Gast)


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Hallo miteinander

Ich habe ein Projekt, bei dem es um die Realisierung einer Powerline 
Kommunikation für industrielle Antriebe geht. Meine Aufgabe besteht in 
erster Linie mal darin die Eigenschaften des Übertragungskanals bei 
laufendem und bei nicht laufendem Motor zu messen und mir zu überlegen 
wie ich das Signal auf zwei der drei Phasen des Motors koppeln kann.
Ich bin auf diesem Gebiet ganz neu und kann noch nicht so richtig 
abschätzen auf was ich dabei achten muss. Hat hier schon jemand 
Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt? Wenn ich ein PLC Modem suche 
mit dem ich meine Tests machen möchte, kann ich ja wohl kaum ein 
handelsübliches Homeplug Modem nehmen oder? Auf was muss ich dabei 
achten? Kann mir da jemand Tips geben oder kennt eine gute Quelle wo ich 
mich informieren kann?

Grüsse
Pascal
von Reinhard Kern (Gast)


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Hallo,

ich musste in unserem Bohrmaschinen-Raum das Ethernet durch Lichtleiter 
vom übrigen Firmennetz entkoppeln, um eine zuverlässige Übertragung mit 
10 MBit/s zu erreichen - ich kann mir nicht vorstellen, dass PLC in so 
einem Umfeld zuverlässig ist.

Gruss Reinhard
von Pascal (Gast)


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Ich muss dazu vielleicht noch sagen: Es geht nicht darum eine Verbindung 
mit hoher Datendurchsatz Rate zu erreichen, sondern es geht darum 
Steuersignale zu senden oder Sensordaten auszulesen. Und ausserdem haben 
vorhergehende Messungen am Wechselrichter gezeigt, dass die Störsignale 
bei hohen Frequenzen massiv abnehmen. Diese Parameter kann ich selbst 
bestimmen und beeinflussen. So sollte eine solche Kommunikation doch 
bedingt möglich sein?
von Purzel H. (hacky)


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Natuerlich ist Powerline zuverlaessig. Speziell in so einem Umfeld. 
Allerdings wuerd ich von tieferen Datenraten ausgehen. Als ich noch 
damit gearbeitet habe, war die Datenrate 19200 Baud. Wir koppelten mit 3 
Kondensatoren parallel auf 3 Phasen, gegen Null/Erde.
Es gibt verschiedene Ansaetze, verschiedene Chipsaetze, und da sollst du 
die Uebertragunsqualitaet messen, das waeren dann zB kilobytes /sekunde 
unten den jeweiligen bedingungen. Da spielt dann rein ob die 
Blockgroesse, die Forward Error Correction, das Retry Handling sinnvoll 
implementiert sind.
von Pascal (Gast)


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Ja es geht um das Übertragungsverhalten des Kanals unter diesen 
Bedingungen. Dazu werde ich das Bode-Diagramm aufnehmen. Aber dazu muss 
ich natürlich erst mal ein Signal übertragen / ein- und wieder 
auskoppeln können. Dazu benötige ich ein Modem das mir unter diesen 
Bedingungen ein Signal übertragen kann. Ausserdem sollte es eine 
Messbandbreite von ca. 25MHz abdecken.
von Purzel H. (hacky)


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Ja. Da kann man vieles machen. Mit einem Spektrumanalyzer die 
Leistungsdichte messen und staunen. Oder effektive Uebertragungen 
messen.
Die Art der uebertragung sollte moeglichst optimal der Art der Stoerung 
angepasst sein. Deswegen ist das Powerspektrum wenig aussagekraeftig 
denn meoglicherweise ist die Stoerung synchron zum Netz. Die mir 
bekannten Verfahren verwenden Korrelation zur Detektion. Dazu sollte man 
ein moeglichst passendes Nutzsignal verwenden.
Wie schon gesagt man kann vieles zu Uebertragen versuchen.Der Tradeoff 
besteht zwischen Bandbreite des Nutzsignals zu Zuverlaessigkeit.
Ein Haushalt Breitband Modul ist moeglicherweise nicht eine optimale 
Loesung, aber zum Vergleich sicher recht.
von Pascal (Gast)


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Ich werde mich auf die Übertragung des effektiven Signals konzentrieren. 
Ich hätte da an ein Chirp-Signal oder einen PRBS gedacht, da ich 
möglichst alle Frequenzbereiche abdecken möchte und so auch eventuelle 
Reflexionen im Übertragungskanal finde.
Was könnte denn an einem Haushalt Breitband Modul das begrenzende 
Element sein? Oder anders gefragt: Wieso eignet es sich nicht für meine 
Anwendung? Liegt es daran, dass es die Störungen auf meinen 
Phasenleitungen nicht filtern kann? Oder welchen Nachteil würde ich 
damit haben?
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