100 Mhz 8 bit Zähler

#2401674
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Früher ging der 74S196 bis locker 120MHz. Diese zu bekommen ist aber 
mittlerweilig schwierig.

Wenn es schneller sein soll, den ebenfalls nicht mehr gefertigten
Plessay SP8335 nehmen. Das ist ein BCD Zähler mit Nandgatter als Tor am
Eingang und Übertragsausgang bis 600MHz. Alle Stellen sind rausgeführt.

Damit habe ich vor Jahren mal einen schnellen Frequenzzähler gebaut, der 
bis zu 600MHz direkt, ohne Vorteiler zählen konnte.

Heute gibt es sowas ja kaum noch.


Ralph Berres
Gast #2401780
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Korrektur, kann nicht mehr bearbeiten:

Meine Güte schrieb:
> Ja, schau mal Farnell:...74HC393D etc.

Grenzwertig, fclk max laut Datenblatt 99 MHz, bei HCT nur 53 MHz. Ist 
ausserdem ein Asynchron-Zähler, die Ausgänge sind also ziemlich 
gegeneiander versetzt, was bei der Auswertung Probleme macht. Bei 8bit 
ergibt sich ein Delay vom Eingang zum Ausgang von nominell 40 ns, das 
Maximum schaut man sich besser garnicht erst an.

Gruss Reinhard
#2401786
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Da sollte es schon ein Synchroner Zähler sein, also die genannten 
74xx160..163 oder 74xx190..193, davon zwei Stück synchron 
zusammengeschaltet. Wie das geht steht im Datenblatt. Sonst schaltet das 
RAM beim Zählen zwischendurch auf irgendwelche Adressen um, da ein 
einfacher Ripple-counter seine Ausgänge nicht gleichzeitig umschaltet.
AC-MOS oder F sind die klassischen schnellen 5V-TTL-Familien, neuere für 
3,3V gibts auch noch.
Gast #2401812
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Hallo,

sags doch gleich. Aber die bisherigen Einwände sind schon berechtigt: 
wenn du mit 100 MHz auslesen willst, must du ja aufs RAM zugreifen und 
nach Ablauf der Zugriffszeit die Daten in einen DAC oder sowas 
schreiben, da bist du gleich bei einem Mastertakt von 500 MHz oder so. 
Und überhaupt brauchst du als erstes mal ein GHZ-Skope, sonst stocherst 
du wie ein Blinder im Nebel.

Gruss Reinhard
#2401978
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Hallo zusammen,

bei den Projekt wird es durchaus Probleme geben, aber zerredet es doch 
nicht bitte gleich von Anfang an.

@TO:
Den 74ACT161 gibt es bei Kessler, der zählt syncron (und nur sowas 
kannst du gebrauchen) bis 125MHz. Reichelt hat nur den HC161, der geht 
nur bis knapp über 50Mhz.

Schau dir mal den Logikanalyzer Minilog hier im Forum an. Dort werden 
mehrere ACT161 miteinander verschaltet und funktionieren mit einem 
statischen RAM ähnlich deinem bis 80MHz.

Zu deinem R2R-Netzwerk: das würde ich keinesfalls direkt ans RAM hängen, 
sondern über einen Treiber mit Latch ansprechen. Vermutlich ist da ein 
HC373 einsetzbar, weil HC auch bei High-Pegeln noch ein wenig Strom 
liefern kann ohne dass die Spannung extrem einbricht. Oder du hängst 
dein R2R-Netzwerk nach +5V statt nach GND, die Low-Pegel aller 
TTL-Familien liegen ja recht nahe bei GND. Oder ich erzähl gerade 
Quatsch, weil ich R2R-Netzwerke nicht richtig verstanden habe ;-)

Das Latch entspannt evtl. auch noch dein Timing so weit, dass es mit 
TTL-Chips statt einem programmierbaren Baustein laufen könnte. Es kann 
ja gerne alles mit der gleichen Taktflanke laufen.
Takt steigt, Zähler zählt eins hoch und gleichzeitig wird das gerade vom 
RAM ausgegeben Byte im Latch gespeichert. Das Hauptproblem ist, dass der 
Zähler seine Ausgänge erst 1,5 bis 9,5ns nach dem Takt ändert und diese 
Zeit auch noch von Exemplarsteurungen und Temperatur abhängig ist.
Du musst also irgendwie dafür sorgen, dass die Ausgänge deines Zählers 
zeitlich mit der Ansteuerung des Latches zusammen passen.

Wenn du die Firmware soweit hast und das ganze mit 20 oder 50MHz funzt, 
dann kannst du auch an die 80MHz gehen.
Ein programmierbarer CPLD mit seinen recht klar definierten Laufzeiten 
hätte vermutlich Vorteile beim Sync Takt/Adresse/Latch, aber das kannst 
du vieleicht mal bei einem Re-Design angehen.

Ach ja: wäre nett, wenn du mal beschreibst was das Endziel werden soll. 
Dann finden sich vielleicht eher hifreiche Mitstreiter als wenn es um 
eine losgelöste Frage ohne Kontext geht (scheller Zähler bei Reichelt) 
und dann plötzlich weitere Punkte (R2R-Netzwerk) aufkommen.


mfg
Harri
Gast #2402191
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A. K. schrieb:
> Das nun grad nicht, aber bei Verzögerungsgattern.

Wolltest du damit sagen, dass es dadurch einfacher wird? So wie es 
aussieht, kann der TO nicht mal die Verzögerung eines Gatters messen.

Ich habe schon mal die Delays eines PAL-Bausteins für die 
Zugriffssteuerung von DRAMs (CAS,MUX,RAS...) verwendet. Das ist ein 
Haufen Aufwand bis es so wie gedacht funktioniert (es hat) und bei einem 
Technologiewandel oder einer Designänderung des Herstellers war alles 
für die Katz.

Gruss Reinhard
#2402200
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Reinhard Kern schrieb:

> Wolltest du damit sagen, dass es dadurch einfacher wird? So wie es
> aussieht, kann der TO nicht mal die Verzögerung eines Gatters messen.

Technisch wird es dadurch schon einfacher, bzw. überhaupt erst in 
Einzelteilen statt FPGA&Co sinnvoll realisierbar. Aber dass der TO sich 
hier jenseits seiner Fähigkeiten bewegen dürfte hatte ich auch schon 
angedeutet.
Gast #2402220
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Harald S. schrieb:
> bei den Projekt wird es durchaus Probleme geben, aber zerredet es doch
> nicht bitte gleich von Anfang an.

Umgekehrt!
Der arme Obi Plal hat ne Idee, aber noch keinerlei Erfahrungen und 
stochert deshalb erst mal im Nebel. Also ist es besser, genau jetzt 
das ganze Ideengewirr zu zerpflücken als damit zu warten, bis er von 
selbst auf die Nase fällt. Naja, und bei seinen 
Bauelemente-Bezugsquellen wird es auch schon eng. Ein RAM mit weniger 
als 10 ns Zugriffszeit? Ja, gibt's, aber nicht auf der Bastler-Rampe. 
Ein CPLD? Ja, wäre hier wohl am ehesten angemessen, immerhin muß der 
Gute ja auch noch Adressen und Daten umschalten zwischen PIC und 
Zähler... und so weiter. Ach je.

W.S.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2402235
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