Hallo community! Ich hätte ein paar Fragen zu einer Schaltung, wo ich nicht selber weiter weiß. Es wäreschön, wenn mir jemand von euch helfen könnte. Ich höre sehr gerne KW und dachte mir, ich könnte doch auch mal versuchen mir selbst so ein Radio zusammenzulöten (habe nur Anfänger Elektronikkenntnisse). Ich habe mich für dieses entschieden. Ich bin jetzt fast fertig und da tun sich Fragen auf. Dieser Empfänger ist eigentlich für MW konzipiert (220µH). Ich habe mir gedacht (will 49, 41 und 31m Band empfangen) lass die große Spule weg und baue doch nur eine Spule für meinen gewünschten Empfangsbereich ein (etwa 5µH, Schwingkreis und Spulenberechnungen habe ich auf der Seite vom Hr. Kainka ausführlich lesen dürfen). Jetzt wo ich fast fertig bin und mir Gedanken über den Antenneanschluß gemacht habe, sehe ich, dass die große Spule (220µH) nicht nur den Schwingkreis macht, sondern auch die Antenne. Meine Frage ist jetzt: Kann ich das eigentlich einfach so abändern bzw. WO (im Schaltplan) könnte ich die Antenne dazuhängen und wie lange sollte der Draht in etwa sein? Braucht man für einen Schwingkreis eigentlich eine gewickelte Spule oder tuts eine Festinduktivität (sieht aus wie ein Widerstand) auch? Danke, Michi
Hallo Michi Hier erst mal die für Dich interessanten Bänder: ( 3850 - 4050) 75m Nachtband 5900 - 6250 49m Europaband 7200 - 7400 41m Europaband 9400 - 10000 31m DX Band (11500 - 12150) 25m DX Band (13500 - 13900) 22m DX Band Zumindest das 75m Band würde ich noch mitnehmen. Die BB112 hat einen Kapazitätsbereich von typisch 25-470 pF. Dann wird Deine mit dem Schwingkreis verbundene Schaltung noch ca. 10 pF haben und für die Induktivität rechne ich nochmal 10 pF. Du kannst damit von 45-490 pF variieren. Dann ist Wurzel(490/45)=3,3 Dein nutzbares Frequenzverhältnis. Mit einer Induktivität von 3,6 µH reicht der Abstimmbereich von 3,8-12,5 MHz. Er kann jedoch, falls gewünscht, durch Parallelschaltung eines 22pF Kondensators zur Kapazitätsdiode am oberen Ende auf ca. 10MHz begrenzt werden. Eine Rahmenantenne mit 2 Windungen, einem Durchmesser von ~50cm und einem Abstand zwischen den Windungen von 46mm hätte ungefähr die benötigten Eigenschaften. Ob die Windungen nebeneinander oder übereinander liegen, ist dabei nicht so wichtig. Die Alternative wäre eine zylinderformige Spule oder ein Ringkern. Dann wird aber zur Ankopplung einer Drahtantenne eine Koppelwicklung notwendig. Gruß, Bernd
Danke Bernd, für deine ausführliche Antwort! Also ist die Schaltung wohl nur mit einer "großen" Spule/Antennenkombination realisierbar. Ich habe gestern den Print fertig gelötet, trotz mehrfacher Kontrolle der Arbeit habe ich keinen Fehler an der Lötung gefunden. Es wird daher wohl an der Spule liegen. Ich habe mir zur Zeit eine eigene kleine "Luftspule" gewickelt. 0,5mm CuL, Durchmesser =11mm, Windungszahl = 20, Länge ca. 11mm. (ergibt ca. 4,8µH). Wenn ich also eine Drahtantenne anschließen möchte, müsste ich die mit einer Wicklung koppeln? Könntest du das bitte in zwei, drei Sätzen erklären wie man das macht? Oder ist die große Antenne die besser Wahl, weil einfacher? Der Aufbau mit einer Drahtantenne würde den Empfänger schon deutlich handlicher und flexibler machen. Vielleicht hast du nochmal Zeit für eine Antwort? Danke, Michi!
Hallo Michi
>Es wird daher wohl an der Spule liegen.
Heißt das, die Schaltung fängt nicht mit Schwingen an? Das liegt eher
nicht an der Spule. Eventuell R7 mit 47k probieren. Was in der Schaltung
noch fehlt, ist ein Blockkondensator zwischen Plus und GND mit 0,1µF.
Normalerweise bringt man diese Schaltung recht einfach zum Schwingen.
Die Koppelwicklung auf der "kalten" Seite der Spule anordnen, also bei
Plus. Ich würd mal für den Anfang 2 Windungen probieren. Die eine Seite
auf GND und auf die Andere die Antenne.
Bernd
Jetzt muß ich nochmal nachfragen: Wie merke ich das jetzt genau, wenn mein Schwingkreis schwingt?? Ich habe mir jetzt eine Rahmenantenne gebastelt die lt. Internetprogramm 3,6µH haben sollte: Kartondeckel (Spieleverpackung) von 19x19cm, 0,5mm CuL (bei Berechnungen wurde nie nach dem D des Drahtes gefragt), 3 Windungen in einem Abstand von 10mm. Wenn ich die Batterie anschließe, ist´s erst mal still. Ab einer gewissen Stellung des Rückkopplungspotis fängt es zu rauschen an. Und nach langem rumprobieren, habe ich EINEN Sender gut verstehbar reingebracht, sonst aber überhaupt nichts :-(( Es gibt zu diesem Schaltplan auch einen Verdrahtungsplan (VP), auf diesem sind aber einige Bauteilwerte anderer Größe. So hat zum Beispiel der C1 im VP 220µF, im Schaltbild (SB,oben) nur 100µF. Genauso der C4: 68pF im SB und im VP 50pF. Kanns daran liegen? Nochwas: Im Elektronikgeschäft habe ich nach diesen B494 gefragt, bekam aber B495 mit der Aussage, die sind gleich. Anstatt einer BB112 habe ich eine ISV321. Wäre schön wenn mir jemand die Fragen beantworten könnte. Danke schon mal. Michi
>Rückkopplungspotis fängt es zu rauschen an
Genau die Position des Potis knapp bevor es zu Rauschen anfangt, ist die
richtige. Die Einstellung ist ein bisschen kritisch. Da sollte auch der
eine Sender lauter werden, noch weiter wird er dumpfer und gleich danach
rauscht es. Mehr Windungen beim Antennenanschluß?
Ist das einfach nur leise? Ich häng immer Computerlautsprecher dahinter.
Normalerweise sollten da (nur) Nachts viele Sender zu empfangen sein.
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