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Forum: Compiler & IDEs Linux und STK500, Update WinAVR-Komponenten


Autor: Lutz Müller (Gast)
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Hallo,
als geschändeter Windoof-User möchte ich mich so langsam vom besagten
Joch befreien. Da ich nun allerdings gaaanz langsam mit den uCs und
WinAVR warm werde, wollte ich nicht noch mehr Neuland auf einmal
betreten. SUSE 9.2 kann man ja mittlerweile schon als absoluter Newbee
installieren und surfen sowie Standardanwendungen nutzen (mehr aber
auch nicht). So weit, so gut.
Da mein Freund Google mir bei der Suche zum Thema Linux und STK500
sowie Update einzelner WinAVR-Komponenten (welches ich auch
weiterbenutzen will, was bei dem Preis wohl logisch ist) nicht wirklich
weiterhelfen wollte:
1.) Kann man das STK500 auch unter Linux zum Programmieren der uCs
nutzen?
2.) Kann man einzelne Komponenten von WinAVR (avr-libc und den AVR-GCC)
ohne größere Spezialkenntnisse selbst updaten oder muß man auf die
nächste WinAVR-Version warten?

Danke
Lutz

Autor: Kai Klenovsek (Gast)
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>> 1.) Kann man das STK500 auch unter Linux zum Programmieren der uCs
>> nutzen?
Hab zwar kein Linux, geht aber definitiv.

>> 2.) Kann man einzelne Komponenten von WinAVR (avr-libc und den
AVR->> GCC) ohne größere Spezialkenntnisse selbst updaten oder muß man

>> auf die nächste WinAVR-Version warten?

Tja da ist immer so eine Sache wie tief du Dich in die Materie
reinhängen willst. Um den ganzen kram selbst zu erstellen brauchst du
erstmal eine Art Unix Umbegung und den GCC auf deinem PC.
Beide Sachen werden mit CyqWin oder MinGW mitgeliefert.
Ich persönlich empfehle dir CygWin.
Wie, was und wen du zuerst compilieren musst steht in der avrlibc
Dokumentation drin. Leider ist das alles nicht ganz so einfach wie ich
es hier schreibe da des öfteren Fehler auftreten.
Ich empfehle jedem immer auf WinAVR zu warten...:)

Gruss,
Kai

Autor: Jörg Wunsch (Gast)
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Warum willst du denn WinAVR unter Linux benutzen?

Sorry, das ist ziemlicher Unfug.  Alle (wesentlichen) Komponenten von
WinAVR kommen aus der Unix-Ecke, WinAVRs Verdienst ist es
,,lediglich'', dass Eric Weddington sich via Cygwin und MinGW auf
den
ziemlich steinigen Weg begeben hat, den ganzen Krempel unter Windows
zu compilieren und in einem Installer zu verpacken.

Wenn du schon auf Unix bist: nix leichter als das.  Drei oder vier
Distribution-,,Tarbälle'' aus dem Internet saugen, mit tar -xvzf
(oder
-xvjf bei .tar.bz2) auspacken, configure, make und make install
aufrufen.  Fertisch.  (Bei avr-libc bitte nicht configure und make mit
der Hand aufrufen, sondern ./doconf und ./domake benutzen, man muss
diese in einem separaten Verzeichnis bauen, und genau das erledigen
die Scripte.)

Steht eigentlich in der avr-libc-Doku auch alles beschrieben.

Wenn du statt Linux FreeBSD nutzen würdest, kämst du sogar in den
Genuss meiner FreeBSD-Ports für all diese Komponenten, da brauchst du
dich nichtmal mehr um das ranschaffen des Sourcecodes etc. pp.
kümmern.  Dafür wäre aber vermutlich deine Lernkurve für das System
insgesamt etwas steiler im Vergleich zu SuSE (dafür weißt du hinterher
aber auch was du tust, statt blind darauf zu vertrauen, dass YaST es
schon für dich richten wird ;-).

Das einzige, was in WinAVR dabei ist und nicht unter Unix existiert,
ist PN2, das ist ein reines Windows-Programm.  Aber Editoren gibt's
wie Sand am Meer unter Unix, auch gute, und die kann man mittlerweile
allesamt als IDE benutzen.

Autor: Jörg Wunsch (Gast)
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Achso: sieh' bitte zu, dass du dein STK500 nicht auf die 2er
Firmware upgradest, avrdude kann derzeit nur mit der 1er Firmware
umgehen.

Autor: Lutz Müller (Gast)
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Hallo,
besten Dank für die Infos und Tips.

@Jörg:> Warum willst du denn WinAVR unter Linux benutzen? Sorry, das
ist ziemlicher Unfug.

Klar, weiß ich, will ich auch gar nicht. Ist ein Mißverständnis. Ich
will, um wie beschrieben nicht gleich mehrere Starts von Null hinlegen
zu müssen, alles was mit uCs zu tun hat (überwiegend WinAVR, Atmel
Studio und STK500), erstmal unter Windows weiternutzen. (Da ich schon
befürchtet hatte, daß WinAVR nicht so ohne weiteres selbst updatebar
ist, weil bei Google ja nix rauskam.)

Per Bootmanager will ich aber auch gleich Linux zur Auswahl haben und
die Standardsachen, wo man noch nicht sonderlich tief drinstecken muß
(wie z.B. surfen), mit Linux machen.

So kann ich zweigleisig fahren und mir nach aktueller Lust und Laune
aussuchen, welchen Bereich ich nun gerade vertiefen will, in dem ich
Linux oder Windows boote.

Gruß
Lutz

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