Vielen Dank erstmal,
ich glaube ich blicke schon besser durch. Die Basis des rechten SF131
liegt auf dem gleichen Potential wie die des linken, welche natürlich
auf UB/2 liegt. Dann lädt sich der 100µ Kondensator unten auf UB/2 auf
und über den 47K stellt sich dieses Potential auch am Ausgang ein.
Für mich ist es schwer nachzuvollziehen warum die Basis des rechten
SF131 immer auf dem gleichen Potential sein soll wie die des linken
SF131.
Ich versuchs mal zu erklären und ihr könnt mir dann hoffentlich sagen ob
ichs richtig kapiert hab.
Angenommen der rechte SF131 hätte mehr Basispotential, dann fließt fast
der gesamte Strom des Differenzverstärkers durch den rechten Zweig, über
den 2,4K fließt kein Strom mehr, und die Basis-Emitter-Spannung des
BC177 verschwindet. Damit sinkt das Potential an der Endstufe und die
Ausgangsspannung wird nach unten gezogen, das Basispotential des rechten
SF131 also nach unten "korrigiert".
Wäre das Basispotential des rechten SF131 niedriger, so wäre die
Spannung über dem 2,4K sehr hoch, der BC177 wird voll ausgesteuert, die
Endstufe stellt den Ausgang auf hohen Pegel, das Basispotential des
rechten SF131 wird nach oben "korrigiert".
Nur wenn die Basispotentiale der beiden SF131 gleich sind, teilt sich
der Strom im Differenzverstärker auf und der BC177 erhält eine
"sinnvolle" Basis-Emitter-Spannung, welche das Ausgangspotential und
damit auch das des rechten SF131 konstant hält.
Richtig so?