Hallo zusammen! Für eine sehr spezielle Anwendung möchte ich eine gute Digitalkamera in ein zylindrisches Gehäuse mit relativ geringem Durchmesser einbauen, wobei das Objektiv in axialer Richtung schauen soll. Damit das Ganze bezahlbar bleibt, würde ich gerne eine Systemkamera oder eine DSLR aus dem Consumer Bereich verwenden. Die sind jedoch vom Formfaktor nicht gerade geeignet dafür. Die Kamera zerlegen und den CCD herausführen wäre eine Möglichkeit, erscheint mir aber sehr fummelig, speziell wegen der Feinmechanik. Die Frage ist auch, um wieviel ich die Zuleitungen zum CCD verlängern darf (und wie...). Daher bin ich auf die Idee gekommen, die Ricoh GXR zu verwenden, eine Systemkamera bei der Objektiv und CCD in einem Modul gekapselt sind und als ganzes ausgetauscht werden können. Hier kann man den ~60-poligen Stecker an dem Modul gut sehen: http://www.ephotozine.com/articles/ricoh-gxr-12916/images/ricoh_gxr_50mm_lens.jpg Wie schätzt ihr die Chancen ein, gewissermaßen ein Verlängerungskabel für das Modul zu machen? Natürlich kann es sein, dass es noch sowas wie einen Schalter gibt, der das korrekte Einrasten des Modules überwacht, aber den kann man vermutlich überlisten. Kennt jemand den verwendeten Stecker oder ist das eine Eigenentwicklung von Ricoh? Weiß jemand, ob die Module wirklich nur den CCD enthalten, oder ist da Intelligenz mit 'drin? viele Grüße und Danke im Vorraus für alle Antworten!
Es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß die Schnittstelle zwischen "Body" und "Objektivmodulen" so einfach verlängerbar ist. Einige der übertragenen Signale werden recht hochfrequent sein, was ohne Kenntnis des elektrischen Protokolles eine Verlängerung kaum sinnvoll erscheinen lässt. Dasselbe Problem dürfte auch bei jeder Modifikation einer Kompakt-Knipse auftreten. Was spricht gegen die Verwendung eines Kameramodules? Ein 2 MPixel-Modul ist günstig beim Restpostenhändler Pollin zu bekommen, und dank Datenblatt etc. ist es recht bastelfreundlich: Beitrag "pollin kamera au-85" Wenns Geld kosten darf, kannst Du Dir mal das Angebot der Firma Framos ansehen, die sind auf derlei Dinge spezialisiert. Und wenn Du Forschergeist hast, sieh Dir die Kamera aus dem iPhone 4 an. Die wird mit einer mehr oder weniger standardisierten Schnittstelle betrieben, die mit dem ARM auf dem RaspberriPi angesteuert werden kann. Der Forscherdrang ist darauf zu verwenden, die CSI-Spezifikation der MIPI herauszufinden, das ist eine LDVS-artige serielle Hochgeschwindigkeitsschnittstelle u.a. für Kameramodule in Mobilgeräten. Die Kamera im iPhone4 (oder gar erst die im iPhone4S) ist für ihre Größe (kleiner als ein Stück Würfelzucker) beeindruckend gut, und als Ersatzteil spottbillig (< 10 EUR), so daß ein derartiges Projekt lohnen dürfte. Was genau hast Du vor, und wie sehen Deine nicht verhandelbaren Anforderungen aus?
Hallo rufus, danke für die schnelle Antwort! Ich hatte genau das auch vermutet / befürchtet, dass eine Verlängerung ziemlich problematisch werden würde... Gegen die Verwendung eines Kameramoduls wie des verlinkten Pollin Teils oder auch der iPhone Kamera sprechen meine Anforderungen an die vollständige Kontrollierbarkeit der Aufnahmeparameter und die erforderliche Bildqualität: Ich hätte gerne min. 5-8 Megapixel bei einem möglichst geringem Bildrauschen, hohe Farbtiefe sowie Daten im RAW-Format und hohe Lichtstärke. Die Belichtungszeit soll frei wählbar und gerne bis 60s oder länger sein. Die Bilddaten müssen lokal auf dem System (z.B. auf SD-Karte) gespeichert werden. Eigentlich also Anforderungen, die DSLRs oder Systemkameras genau erfüllen. Sie sind nur zu sperring, da der Innendurchmesser des Rohres max. 100mm sein darf. Und da ich den Entwicklungsaufwand natürlich gering halten will, wäre eine solche Modifikation mit abgesetztem CCD-Chip ideal. Den Kameras im industriellen Bereich fehlt halt immer die Möglichkeit Bilder lokal zu speichern. Gruß!
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