Hi, hab eine allgemeine Frage zum Thema ESR. Bei einem IC wird laut Datenblatt ein Quarz benötigt, der maximal 50 Ohm ESR aufweisen darf. Gleichzeitig wird in der Xout Leitung zwischen Prozessor und Quarz ein 30 Ohm Widerstand installiert. Geht man richtig in der Annahme, dass der Quarz 80 Ohm ESR haben darf, wenn der 30 Ohm Widerstand im Schaltplan nicht implementiert wird? Oder verfolgt der 30 Ohm Widerstand einen anderen Zweck und beeinflusst den ESR Wert (aus der Sicht des Osciallators innerhalb des Prozessors) gar nicht. Gruß Lars
>Geht man richtig in der Annahme, dass der Quarz 80 Ohm ESR haben darf, >wenn der 30 Ohm Widerstand im Schaltplan nicht implementiert wird? Nein!!! Ganz verkehrt! >Oder verfolgt der 30 Ohm Widerstand einen anderen Zweck und beeinflusst >den ESR Wert (aus der Sicht des Osciallators innerhalb des Prozessors) >gar nicht. Der 30R Widerstand begrenzt einmal den "crystal drive level" auf gesunde Werte (<<1mW) und bewirkt in Verbindung mit den Burdencaps eine Phasendrehung, ohne die der eingebaute Pierce-Ozillator nicht richtig arbeiten kann. Der ESR des Quarzes bewirkt mit dem zugehörigen Burdencap zwar eine weitere, erwünschte Phasendrehung, entscheidend ist hier aber die Bedämpfung der Resonanz, die sich aus der ESL des Quarzes und der kapazitiven Belastung ergibt. Diese Resonanz macht die eigentliche Quarzschwingung aus und darf nicht zu stark bedämpft werden, weil sonst die Schwingunsgamplitude zu klein ist oder der Quarz beim Einschalten der Versorgungsspannung nicht anschwingen will.
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