ESR und serieller Widerstand bei Quarz

Gast #2527312
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Hi,

hab eine allgemeine Frage zum Thema ESR. Bei einem IC wird laut 
Datenblatt ein Quarz benötigt, der maximal 50 Ohm ESR aufweisen darf. 
Gleichzeitig wird in der Xout Leitung zwischen Prozessor und Quarz ein 
30 Ohm Widerstand installiert.

Geht man richtig in der Annahme, dass der Quarz 80 Ohm ESR haben darf, 
wenn der 30 Ohm Widerstand im Schaltplan nicht implementiert wird? Oder 
verfolgt der 30 Ohm Widerstand einen anderen Zweck und beeinflusst den 
ESR Wert (aus der Sicht des Osciallators innerhalb des Prozessors) gar 
nicht.


Gruß
Lars
Gast #2528251
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>Geht man richtig in der Annahme, dass der Quarz 80 Ohm ESR haben darf,
>wenn der 30 Ohm Widerstand im Schaltplan nicht implementiert wird?

Nein!!! Ganz verkehrt!

>Oder verfolgt der 30 Ohm Widerstand einen anderen Zweck und beeinflusst
>den ESR Wert (aus der Sicht des Osciallators innerhalb des Prozessors)
>gar nicht.

Der 30R Widerstand begrenzt einmal den "crystal drive level" auf gesunde 
Werte (<<1mW) und bewirkt in Verbindung mit den Burdencaps eine 
Phasendrehung, ohne die der eingebaute Pierce-Ozillator nicht richtig 
arbeiten kann.

Der ESR des Quarzes bewirkt mit dem zugehörigen Burdencap zwar eine 
weitere, erwünschte Phasendrehung, entscheidend ist hier aber die 
Bedämpfung der Resonanz, die sich aus der ESL des Quarzes und der 
kapazitiven Belastung ergibt. Diese Resonanz macht die eigentliche 
Quarzschwingung aus und darf nicht zu stark bedämpft werden, weil sonst 
die Schwingunsgamplitude zu klein ist oder der Quarz beim Einschalten 
der Versorgungsspannung nicht anschwingen will.

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