Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Digitaler 8-Bit-Chrominanz-Bandpass für 4,433MHz


von Electronicfox (Gast)


Lesenswert?

Hallo!
Diesmal hab ich eine ganz knifflige Frage an euch.
Ich habe hier ein digitales Videosignal (FBAS) , welches 8Bit breit ist.
Das Luminanzsignal zu erzeugen war einfach, da man nur ein Delay mit 300 
bis 340ns aufbauen musste und mit 6-D-FLIPFLOPs mit 17,732MHz kam ich 
gut auf 338ns und der DAC für die Luminanz kann auch ganz gut damit 
umgehen.
Bei der Chrominanz ist es leider nicht so einfach.
OK, ich könnte das Videosignal analogisieren, filtern, verzögern und 
danach wieder digitalisieren, aber der Aufwand wäre größer.
Gebraucht wird das für ein kleines LCD-Display aus der P-Wundertüte, 
ohne Bezeichnung. Am Panel steht nur U0-U7, V0-V7, Y0-Y7 und MCL, VCC 
und GND. Auch inkludiert die LED-Hintergrundbeleuchtung ;)

CPLD und DSP kann ich ich nicht programmieren, da mir das Equipment und 
die Programmierkenntnisse dafür fehlen.
Folgenden Link hab ich mir auch schon angeschaut: 
http://www.filter-solutions.com/digital.html
Vielleicht hat jemand eine Idee wie man sowas diskret aufbaut.

von Uwe (Gast)


Lesenswert?

> CPLD und DSP kann ich ich nicht programmieren, da mir das Equipment und
> die Programmierkenntnisse dafür fehlen.

Fürn CPLD bzw. FPGA braucht man Equopment für ca. 15€ und die Software 
ist umsonst. Das  Problem hört sich auch lösbar für einen Anfänger an 
dea es sich nur um eine Verzögerung handelt. Am Ende wirst du jedoch die 
ganze Displaysteuerung ins FPGA verschieben und kannst noch viele andere 
Features hinzufügen und FPGA noch für andere Dinge verwenden.
Diskret wirst du wohl kaum weiterkommen ( eventuell mit FIFOS und 
etlichen anderen Bauteilen) das dumme ist halt, daß du die gleiche 
schaltung Diskret aufbauen müßtest die du ins FPGA reinmalen könntest 
und dann ins FPGA sendest. Die einzelnen Bauteile (die im FPGA schon 
drin sind) würden den Preisrahmen sprengen.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


Lesenswert?

Ich verstehe nicht, warum ein digitales Farbfernsehsignal mit einer 
PAL-Verzögerungsleitung behandelt werden soll. Das PAL-Verfahren soll 
Übertragungs-Phasenfehler ausbügeln, die gibt es digital nicht.

Das Signal muss vermutlich nur in drei 8-Bit-Signale aufgeteilt werden. 
Das Y-Signal kommt soweit ich weiß doppelt so häufig wie U und V.

Drei 8-Bit-Register 74xx574 und eine Ansteuerlogik dazu ist vermutlich 
alles.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


Lesenswert?


von Electronicfox (Gast)


Lesenswert?

Es handelt sich um die YUV 4:4:4-Variante beim Display.
Also 3 x 8 Bit pro Signal

Dann noch ein weißer Aufkleber:
Mono: 4 - 6,875 MHz
PAL: 13,5 - 32 MHz
NTSC: 14,3 - 27MHz
VCC: 5V 150mA
DEC: 4:4:4
MAT INC. 2001

Mehr Infos hab ich nicht und bis jetzt nur ein S/W-Bild mit Y0-Y7 bei 
17,734MHz zusammen gebracht.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


Lesenswert?

Immerhin klappt es in Schwarzweiß, das ist schon ein Erfolg.

Sehr merkwürdig. PAL und NTSC sind nur analoge Verfahren, es macht 
keinen Sinn ein Digitalsignal so zu bezeichnen.
Aber das ist bei P. schon mal vorgekommen, eigentlich war damals - ein 
Sharp-TV-Display mit drei RGB-Analogeingängen - nur gemeint, dass es auf 
525 oder 625 Zeilen-Norm umschaltbar ist.

Die 4:4:4 muss das Interface aus dem 8-bit-Videosignal gewinnen, wie 
sieht das YUV-Verhältnis darin aus?

Mat Inc. gibts Dutzende, das wird schwer zu finden sein. Ist ein IC auf 
dem Display beschriftet, dann kann man dazu Datenblätter suchen.

von Electronicfox (Gast)


Lesenswert?

Der Display ist komplett von Aluminiumorigami umgeben. Ohne den Display 
zu zerstören, werde ich keinen Blick rein werfen können.

von Electronicfox (Gast)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo!
Ich hab mir jetzt etwas die Patentschreiben von ITT durchgelesen. 
Kapitel Digit2000 von 1982. Hinter das Geheimnis des Systems bin ich 
noch nicht gekommen, aber wie man wenigstens den Chrominanz-Burst 
teilweise isoliert.
ITT machte das mit Sandcastle-Signal und habe auch damit experimentiert, 
siehe Anhang.
Bei mir sind aber im Burst noch einige Fremdsignale enthalten, aber 
weniger als vorher. Ein kleiner Fortschritt.
ITT machte allerdings viele Geheimnisse rund um das Digit2000-Systems. 
Eigener Chipsatz mit eigens angefertigten CCU :)
Datenblätter gibts auch keine, sogar in den Büchern kann das nur der CCU 
steuern.
Aber die Patenschrift ist recht interessant und vielleicht finde ich 
noch den Teil der Filterung des Chromasignals :)

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.