Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik HF Kondenstoren 3,3V Bypass


von Sebastian W. (maus23)


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Hallo

Auf einer Platine (ca. halbes Europakartenformat) sind 10 Layer, einer 
3,3V 3 GND und 6 Signallayer mit GND Polygonen.
Auf der Platine sind ein Sockel für ein 400MHz MCU der mit 2,5V leuft 
und ein PCI Bus herausgeführt ist.
Ein CPLD mit 175 MHz und und ein Ubicom USB2.0 Controller und Digipotis, 
ADC, Portexpander meist über I2C.

Der Power Pfat ist: Schaltregler->100µ/6,3V X7R->2,2µH->2x470µF 
Panasonic FR Elko und dann haben nur wenige Bausteine 
Bypasskondensatoren. z.B. der Ubicom und der CPLD und ein Oszilator.
Statt dessen sind auf der Platine verstreut 3 Kaskaden mit 
Unterschiedlichen Kondenstoren.
1x 680p/c0p, 1n/X7R, 22n/X7R, 1µ/X7R
1x 820p/c0p, 2,2n/X7R, 220n/X7R, 4,7µ/X7R
1x 1n/X7R, 3,3n/X7R, 47n/X7R, 4,7µ/X7R

Ich finde das ist Schwachsinn!

Ich würde die Kaskaden ersetzen durch:
3x 680p/c0p, 10n/X7R, 100n/X7R, 4,7µ/X7R

und Lieber darauf achten, das alle einen Bypass möglichst dicht am VCC 
Pin haben. z.B. 680p+10nF (je nach Arbeitsfrequenz und Stromaufnahme.

Mein Abteilungsleiter, der Nachrichtentechnik studiert hat, meint die 
Kaskaden währen genau berechnet. Ich sage: Schwachsinn! Einfach Impedanz 
der Versorgung am Anschlusspin nidrig halten und gut is. (ist vom Layout 
ja schwer genug.

Was meint ihr? Wozu sind die Kaskaden gut?

von Falk B. (falk)


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@Sebastian Will (maus23)

>1x 680p/c0p, 1n/X7R, 22n/X7R, 1µ/X7R
>1x 820p/c0p, 2,2n/X7R, 220n/X7R, 4,7µ/X7R
>1x 1n/X7R, 3,3n/X7R, 47n/X7R, 4,7µ/X7R

>Ich finde das ist Schwachsinn!

Warum?

>Ich würde die Kaskaden ersetzen durch:
>3x 680p/c0p, 10n/X7R, 100n/X7R, 4,7µ/X7R

Ist das wesentlich anders? Ist ur eine Nuance anders, somit persönliches 
Empfingen. Eine echte Messung wird wahrtscheinlich keine nennenswerten 
Unterschiede zeigen.

>und Lieber darauf achten, das alle einen Bypass möglichst dicht am VCC
>Pin haben. z.B. 680p+10nF (je nach Arbeitsfrequenz und Stromaufnahme.

Sind sie das nicht?

>Mein Abteilungsleiter, der Nachrichtentechnik studiert hat, meint die
>Kaskaden währen genau berechnet. Ich sage: Schwachsinn!

Tstststs, enfach so einem Vorgesetzen wiedersprechen. Kann schon sein, 
das man da gerechnet hat und dabei versucht hat, die Resonanzen der 
einzelnen Kondensatoren so zu legen, dass sie sich möglichst NICHT 
überlappen und somit ein halbwegs glatter Frequenzgang entsteht. Ob das 
real viel taugt muss man nachweisen. Siehe [[Stromversorgung für 
FPGAs]].

> Einfach Impedanz
>der Versorgung am Anschlusspin nidrig halten und gut is.

Das funktioniert auch zu 99,9% so. Ob dieser "berechneten" Kaskaden 
WIRKLICH besser sind, müsste man halt mal solide nachmessen und 
nachweisen, dass die 0815 Kadkande deutlich schlechter sind.

MFG
Falk

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