Quarkoszillatoren für niedrige Frequenzen: Suche mal nach Butler und
Driscoll, da gibt es Einiges an Tricks. -- Wenn's nicht so genau sein
muss, auch CMOS-Gatter (s.o.; obwohl da manchmal fast zuviel Leistung
auf den Quarz kommt: mehr als 100µW sollten es in Serienresonanz nie
werden. Wenn an einem Serienkreis 1 V liegt, liegt an den Bauelementen,
dem L und dem C intern bekanntlich das Q-fache, also durchaus
kV-Größenordnungen. //offtopic: Manchmal bekommt man auf Flohmärkten
alte Leuchtquarze, wo dann bei Resonanz Gasreste angeregt werden und
glimmen. Meist allerdings sind die so uralt, dass das Gas längst
wegdiffundiert ist.)//
BTW wenn der Oszillator bei Spice nicht anschwingt: Hier wurde im Forum
ja schon über die 'Kickstart'-Methode geschrieben.
Um auf deine ursprüngliche Frage zurückzukommen: Jede Schaltung hat ja
parasitäre Kapazitäten und Innenwiderstände, die geringe Güten haben und
den Kreisen parallel liegen (oder als Innenwiderstände in Reihe). Die
Impedanzen der Kreise müssen einfach gegen diese Werte dominieren, damit
im Betrieb Güte übrigbleibt und Selektion entsteht. Faustregeln für
diese Betriebsgüten sind rar, aber so 10...50 ist nicht falsch. Wenn man
dann noch daran denkt, dass Induktivitäten in Güte und Wert
frequenzabhängig sind, hat man für Tage genug zu simulieren...