Forum: Offtopic Modem/Fax/Router


von Michael K. (charles_b)


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Habe derzeit ein Telekom-Modem/Splitter, der einen Arcor WLAN200 
Router/Switch (Zycel 660HW-T7P, kann ADSL2+) versorgt sowie zwei 
ISDN-Telefone (eines ist ne X120-USB-Telefonanlage für 2 Analoggeräte, 
das andere ist ein tiptel 195 isdn-Telefon)

So weit so gut. Allerdings ist aus dem WLAN200 seit neuestem eine Art 
Knistern zu hören und es kann ja sein, dass dieses Teil schlagartig den 
Geist aufgibt. Es ist ja auch seit ca. 6 Jahren nonstop in Betrieb.

Wenn das Zycel-Teil schlapp macht, kann ich nicht mal online was neues 
bestellen. Daher überlege ich, ob es nicht sinnvoll ist noch zu 
Lebzeiten die Erbfolge des Gerätes festzulegen.

Ist zu empfehlen, wieder so ein Zycel-Teil zu nehmen und Netz und 
Telefon quasi parallel zu fahren? Oder nimmt "man" heute gleich ein 
Kombigerät, welches dann auch noch Anschlüsse gleich fürs ISDN und 
Analog-Telefon auch noch hat?

Die fritzbox-Sachen machen ja erst einmal nen guten Eindruck, doch es 
gibt da wohl auch ne Menge Montagsgeräte...

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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> Die fritzbox-Sachen machen ja erst einmal nen guten Eindruck, doch es
> gibt da wohl auch ne Menge Montagsgeräte...

AVM ist aber schon seit Jahren dafür bekannt, nachzubessern. Und zwar 
noch lange nach der Markteinführung ihrer Produkte. So ist für die 2006 
eingeführte Fritzbox 7170 die bislang letzte Firmware im Sommer 2011 
erschienen.

7170, 7270 und 7390 sind gewissermaßen "Komplettlösungen", die analoge 
und ISDN-Telephone ansteuern können, die beiden letztgenannten enthalten 
auch eine DECT-Basisstation. Alle drei Modelle können autark Faxe 
empfangen (die sie dann entweder als Datei irgendwo speichern oder einem 
als Email zustellen), alle drei können auch die Funktion eines 
Anrufbeantworters übernehmen, wobei Anrufe wahlweise über ein Telephon 
abgehört werden können, als Datei aufgezeichnet oder als Email 
verschickt werden können.
Unterschiede gibt es bei der Geschwindigkeit der WLAN- und der 
Ethernet-Interfaces, die 7390 enthält einen GBit-Switch, währenddem die 
beiden ersten Modelle "nur" einen 100MBit-Switch enthalten. Die 7270 
kann wahlweise im 2.4- oder im 5-GHz-Band funken, die 7390 kann das 
gleichzeitig.

Alle drei können USB-Geräte ansteuern, die 7170 mit 12 MBit/sec 
(USB1.1), die beiden neueren Modelle mit 480 MBit/sec (USB2.0), 
USB-Geräte können entweder Massenspeicher oder Drucker sein, so daß sich 
ein einfaches NAS mit Druckserver ergibt. Mit einem speziellen Treiber 
kann aber der USB-Port auch als "virtuelle USB-Karte" genutzt werden, 
wie es auch USB-Device-Server können. Hieran funktioniert allerdings 
nicht jedes USB-Gerät.

Die 7170 hat drei, die beiden anderen Modelle zwei analoge 
Telephonanschlüsse, alle drei haben einen internen S0-Bus.

Faxversand ist über alle drei Modelle mit einer "Netzwerk-CAPI" möglich, 
die eine Art "virtuelle ISDN-Karte" nachbildet. Mit der Fritz.mac Suite 
ist diese Funktionalität auch von OS X aus nutzbar.


Wenn man die Komplettlösung haben möchte, sind die Fritzboxen eine gute 
Wahl, wenn man aber den Funktionsumfang gar nicht benötigt, kann man 
sicherlich viel Geld mit einer openwrt-Lösung o.ä. sparen.

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