Hallo, ich habe mal gehört, dass man bei Serienproduktionen versucht, wenn ein Quartz eingesetzt wird, unter 12MhZ zu bleiben wenn der Prozess es zulässt. Hat jemand eine Begründung dafür? Mir wurde von einem Prof erzählt, dass die Tests bei Schaltungen im Labor dann deutlich teurer werden sobald man die Grenze von 12Mhz überschreitet... Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen. danke
Diese Einschränkung ist mir nicht bekannt und einen technischen Grund dafür gibt's auch nicht. Bei Microcontrollern mit integrierten Oszillatoren in Pierce- oder Colpitts-Schaltung (die mit den zwei Kondensatoren) bleibt man gerne bei Grundwellenquarzen. Da liegt die Grenze bei ca 20..25MHz. Mit Oberwellenquarzen ist die Anschwingsicherheit geringer und der Schaltungsaufwand größer, so dass man den Takt lieber intern per PLL vervielfacht. Bei Funk schaut's anders aus. Da sind die Leute am Zug, die Ahnung von Analogtechnik haben, und die bauen auch Oszillatoren für die 5. oder 7. Oberwelle. Aus EMV-Gründen vermeidet man 455kHz, 470kHz, 9MHz, 10MHz, 10,7MHz und Vielfache davon als Prozessortakt.
Hm, noch nie gehört... Die EMV-Problematik entsteht ja nicht (oder nur sehr begrenzt) am Oszillator. Gab früher (tm) mal so ne Grenze, bis wohin Grundwellenquarze überhaupt nur hergestellt wurden, lag so bei 12 oder 16MHz, alles darüber waren Obertonquarze. Liegt heute höher (32MHz?). Obertonquarze haben die unschöne Eigenschaft, einen Schwingkreis zu benötigen, unschön, will man nicht. Also lieber bei schnell getakteten IC ne PLL eingebaut -> Grundtonoszillator mit moderaten Frequenzen, den Takt on chip daraus gewinnen.
Habe nun Erfahren das es wohl um die CE-Konformitäts-Prüfung geht bei der man ab 12Mhz bis 4Ghz durchmessen muss und das ist halt teurer.
Häh? Leitungsgebundene Störspannungen werden nach EN 50081 im Bereich 150 kHz - 30 MHz gemessen, Abstrahlungen im Bereich 30 - 1000 MHz. Ein moderner Messempfänger erledigt die Messung in wenigen Minuten. Sag deinem Prof, dass er mal wieder zur Weiterbildung gehen soll.
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