Mal ein kleines brainstorming:
Es soll ein Gerätchen gebaut werden, welches über verschiedene Medien
kommunizieren können soll.
Angedacht sind WLAN, LAN, Bluetooth und IrDa, evtl. auch ZigBee
(entweder oder, also nichts davon gleichzeitig). Die einzig bezahlbare
Variante wird wohl ein Controller mit USB-Host sein (wird nach
Möglichkeit ein STM32 werden), an den dann entsprechende USB-Sticks
angeschlossen werden. Die Software wird zum Glück nicht meine Baustelle
sein :-)
Kann man irgendwie abschätzen, was dafür an Speicher gebraucht wird
(Flash, RAM)? Also Software sollte möglichst für alle Gerätschaften drin
sein, zumindest für jedes Medium ein vorgegebener Typ.
Ok
was für ein OS will der software entwickler einsetzen.
Bei WLAN LAN stellt sich auch die frage, welche dienste sollen da gerade
bei LAN noch laufen. Webserver, TCP IP HTTP FTP .... und was es da noch
alles an protokollen und software schichten gibt.
bei USB was soll da noch alles angestöpselt werden? auser LAN WLAN
Bluetouht dongels?
Frage Komerziell oder Forschung oder Hobby?
bei der Kalkulation auch mal berücksichtigen, das auch software lizenzen
kostet / entwicklungszeit. gerade bei den vielen schnittstellen, ist das
ne ganze Menge, vorallem mit vielen stolpersteinen.
für mich schreit das schon fast nach einem Embedded Linux. man braucht
dafür relativ mächtige HW, viel RAM / FLASH (Min 16MB RAM 64MB Flash
ARM9 + ) aber die software kann aus dem vollen schöpfen bzw. das wofür
schon ein treiber existiert das läuft fast schon von alleine. An
pompeln, treiber laden, spass haben. Dienste, FTP HTTP SSH / ...
gibts schon fix und fertig. einbinden und konfigureren und läuft.
USB ist zwar ne feine sache, doch nicht jeder LAN WLAN ... Adapter
mit usb verhält sich gleich. hier braucht man dann für jeden ggf nen
eigenen treiber. (entwicklungsaufwand wenn man den schon erben kann um
so besser)
OK ich sollte die rosa brille wieder abnhemen. auch linux braucht
einarbeitungs zeit. Die BSPs von den Herstellern sind ggf auch niht die
besten.
Kommerziell ja, ich darf aber nicht sagen, was es werden soll. Ich soll
nur erst mal nen Vorschlag für ne Hardware machen - naja, so billig wie
möglich eben, wie immer :-(
Es soll nichts weiter dran, es müssen auch nicht alle möglichen
Protokolle unterstützt werden. Das Ding soll nur point-to-point
irgendwie kommunizieren können mit einer PC-Software (die auch erstellt
werden soll). Welcher Weg dafür gewählt wird, soll dem Kunden überlassen
werden - je nachdem, was da ist. Jedenfalls drahtlos (LAN fällt also
meiner Meinung nach raus), egal, steht erstmal auf dem Wunschzettel.
Es sollen Einstellungen an das Gerät gesendet werden können und online
Daten empfangen werden können. Ausserdem geloggte Daten (SD-Karte).
Ich brauche also einen universellen Draht :-)
was ist denn das fuer ne bastelbude.
Lassen wir den hardwarefuzzy was raussuchen, der von nix ne ahnung hat.
dem auch noch spassig egal ist, was seine software kollegen dann
auszubaden haben.
Und dann hilft hier auch noch jemand solchen schwachmatenbuden.
empfelung
systematisch vorgehen.
1. Welche connectivität wird wirklich benötigt,
2. wie kann diese realisiert werden? usb Module, rs232 Module , SDIO,
...
3. was braucht man da an software. woher kommt die eigententwicklung
zukauf, Open Source ...
dein vorschlag über USB und mit den passenden dongels hört sich erstmal
sehr flexibel an. Nur die SW wird stöhnen bzw anforderungen an die HW
stellen das es dir keinen spass mehr macht siehe oben. und man ist von
zulieferern abhängig die z.B. bei usb wlan adapter: keine versionsnummer
ändern, aber dafür das ganze innenleben. kommt man überhaupt an eine
schnitstellenbeschreibung oder ist die nur gegen NDA zu haben? existiert
hier ggf schon software zum ansprehen für das verwendete USB Framweork
oder muss man selber anpassen / Portieren oder gar neu entwickeln.
oder die connectivität in Module auslagern, die man zukaufen kann. Hier
geibt es z.B. Module die man aus der FW nur über RS232 ansprechen muss,
und die sich dann um die umsetzung auf LAN oder Bluetouth z.B. kümmern.
um noch mal zur eingangsfrage zurückzu kommen. Stell die Frage der SW
entwickler. Je nach OS RTOS das eingesetzt wird Knowhow das
vorhanden ist USB ggf auch schnell erledigt (ist nicht ganz so einfach
wie man denkt. vorallem mit den austauschbaren dongels) bzw er kann dir
sagen was der spass dan kostet und wieviel speicher er dann gerne dafür
haben will.
USB HOST stack
USB Class code
Netzwerk STack
Und die kosten setzen sich nicht nur aus der HW zusammen sondern auch
aus SW und Lizenzkosten..
Das Beste fuer die Firma waere maximus und seinen Vorgesetzten zu
entlassen. Das eingesparte geld dann fuer abc und die Entwicklung
ausgeben. Win-win.
Es bestaetigt sich wohl doch, dass es einen Fachkraeftemangel gibt.
ABC hast du gerade nen Job, der dir Spass macht? Was verdienst du
momentan?
>Angedacht sind WLAN, LAN, Bluetooth und IrDa, evtl. auch ZigBee>(entweder oder, also nichts davon gleichzeitig). Die einzig bezahlbare>Variante wird wohl ein Controller mit USB-Host sein (wird nach>Möglichkeit ein STM32 werden), an den dann entsprechende USB-Sticks>angeschlossen werden. Die Software wird zum Glück nicht meine Baustelle>sein :-)
- in einer Firma, in der HW- und SW-Leute nicht zusammenarbeiten,
wuerde ich zusehen, dass ich schleunigst eine Alternative habe. Sowas
ueberlebt am Markt nicht lange. Und wenn die Firma andere
(Produkt-)Finanzierungsquellen hat, werden das die beiden
Abteilungen sein, die man betriebsbedingt "umstrukturiert".
- offensichtlich sind auch die Requirements weder mit dem Marketing
noch dem Vertrieb abgestimmt.
- wie schon ein Vorschreiber bemerkt hatte: ostasiatische Zulieferer
aendern oft das Innenleben eines Produkts ohne Notification,
Ankuendigungen, Abkündigungen, Hinweise im Wochenrhythmus...
- das ist ein schnelllebiger Markt; kannst Du 10 Mannjahre reinbuttern,
kannst Du bei Adam und Eva mit der HW und der SW beginnen.
Vielleicht wird das Projekt in 3 Jahren dann einen ersten Prototypen
haben. Wenn Du die Vorgabe hast, zur naechsten CeBit einen
Prototypen zeigen zu koennen, wird Dir nichts anderes übrigbleiben,
ein ggf. (kommerzielles) embedded OS oder eine Unix/LInux-Variante
auszusuchen und dann zu schauen, welche HW unterstützt wird.
- IrDA gefaellt mir als Techniker supergut, ist am Markt aber
irrelevant. Dafür kostet es nur einen Euro(an HW). Aber auch
1 Mio Devices * 1 Euro ist Geld...
- ZigBee wird zugunsten von WLAN verdrängt werden.
- Bluetooth geht mit Version 4.0 eher Richtung "adhoc-WLAN".
Wenn Du in drei Jahren fertig sein solltest, sollte das im Hinterkopf
sein.
- Es gibt longterm Verfügbarkeits-Module, die können wesentlich
weniger als cutting edge Teile. Dafür sind sie in 10 Jahren noch
verfügbar(Industrial, Automotive Bereiche).
- Selbst wenn Du Dich nur für die HW zuständig fühlst und es Dir an
einem hollistischen Firmengemeinschaftsprojektsinn mangelt, am
Schluss wird man einen Schuldigen suchen, der das Projekt
verbockt hat.
Also aus Eigeninteresse: selbst wenn Dir Dein Chef gesagt hat, die SW
sei irrelevant für Dich: es stimmt nicht!
und es sind nicht nur chinesen die einfach die hw austauschen.
wieso sollte ein Wlan dongel hersteler dem endkunden sagen was da drinn
ist und wann er wieso etwas austauscht / umstellt. er liefert ja einen
treiber mit der das alles wieder in windows gladbügelt. der anwender
seiht davon gar nichts.
und bei dir mit eigenen treibern / bist aufgeschmissen wens plützlich
nicht mehr tut. Anfrauf aus dem feld, das von ihnen freigegebene teil
tut nicht. hab ich mir erst gestern gekauft. suchen suchen suchen, teil
zuschiken lassen, feststellen das die was verändert haben. grrrr und nen
patch ausliefern. (als beweis wlan / lan adapter treiber im linux
kernel. da taucht 3 - 5 mal dlink auf mit unterschiedlichen PIDs zum
selben produkt auf. wieso nur frag ich mich da wenn da nicht doch irgend
etwas anders ist. driver/net/usb)
Punkt 1: ich arbeite nicht in der Firma
Punkt 2: mir ist es letzten Endes egal, was wann wer an Software
reinpackt, das wäre eh ne Nummer zu gross für mich und unkalkulierbar
Punkt 3: das ganze macht mir auch einen etwas chaotischen Eindruck, ist
mir aber auch egal
Punkt 4: die wollen eine Hardware haben, auf der das zumindest
theoretisch möglich sein soll
Punkt 5: ich bekomme die Hardware bezahlt, fertig. Und wenn sich später
notwendige Änderungen ergeben - bitte schön, kann man auch machen oder
lassen.
Punkt 6: ich denke selber, dass da nie ein fertiges Produkt rauskommt,
ist mir aber ebenso egal
Aber ein paar brauchbare Antworten gabs ja, Danke dafür.
Ich werde erstmal relativ reichlich Speicher vorsehen, vor allem RAM.
Die eigentliche Software wird wahrscheinlich eh von der SD-Karte kommen
und im RAM laufen. Das hätte dann auch den Charme: bestellte Stick-Art +
passende Software auf der Karte, insofern müsste nicht alles sofort
fertig sein, sondern könnte sich Medium um Medium voran arbeiten,
flexibel wäre es auch.
Und für die ganz Oberschlauen hier: einen schönen Tag noch.
Punkt 7
Du bist das billigste, was sie gefunden haben und dass kommt ihnen
hoffentlich teuer zu stehen.
Verkauf denen doch einfach nen raspberry pi fuer 25 usd. Das waere das
allerbilligste was ueber alles gesehen hier am meisten sinn macht.
Hui aber dann waerst du ja ueberfluessig. Ja und weil so viele leute
sich mit gescheiten ideen ueberfluessig machen wuerden, gibts die nicht
so haeufig im wahren leben.
Bastelfred aka the consultant from hell