Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LM 2576HVT - welche Induktivität?


von guenter_s (Gast)


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Guten Morgen zusammen,

ich beschäftige mich mit Step-Down Schaltreglern und habe dazu ein paar 
Fragen anhand der Realisierung eines in der Ausgangsspannung regelbaren 
Wandlers mit dem LM2576HVT. Dazu verwende ich die Standardapplikation 
von National und dort wird für L ein Wert von 150µH angegeben (bei einer 
möglichen Ausgangsspannung von 1,21V bis 50V, dabei Uin = 55V).

Wenn ich die E*T Konstante für die kleinste Uout berechne, würde ein 
Induktivität von 47µH passen, für die grösste eine mit 150µH. National 
gibt im Schaltbild die größere Induktivität an, also 150µH.

Fragen:
1.) Wenn der Regelbereich nicht von einem einzigen Induktivitätswert 
abgedeckt wird, gilt dann immer der höhere Wert?
2.) Ist die Angabe der Induktivität die Angabe unter Last oder die 
Angabe der gewickelten Induktivität beim Messen, also quasi im Leerlauf?
3.) Ich habe gehört, daß die Angaben in amerikanischen Schaltbildern 
sich auf Werte unter Last beziehen und daher die Werte zum Wickeln mit 
Faktor 1,2 erhöht werden müssten, während sich die Angaben in 
europäischen Schaltplänen auf den Bauteilwert beim Messen beziehen 
würden. Ist das richtig?
4.) Derzeit verwende ich Eisenpulverkerne T106-52. Wieviel Leistung kann 
ich über solch einen Kern schicken? Ggf. hat jemand ein 
Berechnungsprogramm oder einen Link dafür?

Ich freue mich auf Antworten und wünsche ein schönes Wocheende. Genießt 
die Sonne!

Gruss

Guenter

von MaWin (Gast)


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> 1.)

Ja.

> 2.) Ist die Angabe der Induktivität die Angabe unter Last

Ja.

> 3.) Ich habe gehört, daß die Angaben in amerikanischen Schaltbildern
> sich auf Werte unter Last beziehen und daher die Werte zum Wickeln mit
> Faktor 1,2 erhöht werden müssten, während sich die Angaben in
> europäischen Schaltplänen auf den Bauteilwert beim Messen beziehen
> würden. Ist das richtig?

Nein.
Prinzipiell wird die effektive Induktivität bei Schaltfrequenz und Strom 
berechnet.
Auf Grund von Sättigungseffekten hat eine Spule bei Laststrom eine etwas 
geringere Induktivität als wenn man sie mit einem Induktivitätsmessgerät 
ausmisst, das ist der Bauteilwert (Ausnahme: Wenn das Bauteil für den 
Anwendungszweck gedacht ist, z.B. Elkos für Schaltregler werden oft bei 
100kHz gemessen und nicht bei 120Hz, das sagt einem das Datenblatt).
Also wickelt man die Induktivität mit etwas mehr, deine 20% kommen bei 
normaler Auslegung hin.
Ob im Schaltplan nun die berechnete oder Bauteilwert steht, hängt vom 
Verfasser ab, nicht vom Land. Da man normalerweise den nächstgrösseren 
Normwert über dem berechneten hinschreibt, hat man das ausgeglichen.

Auf 20% kommt es auch nicht an. Die Induktivität sollte so groß sein daß 
es unter allen Betriebsbedingungen funktioniert und eine grössere 
verlangsamt nur die Nachregelgeschwindigkeit des Schaltreglers, ist aber 
nicht direkt schädlich (nur teurer).

> 4.) Derzeit verwende ich Eisenpulverkerne T106-52. Wieviel Leistung kann
> ich über solch einen Kern schicken?

Hängt von der Schaltfrequenz ab.

> Ggf. hat jemand ein Berechnungsprogramm oder einen Link dafür?

Von Epcos habe ich Diagramme, der Kern kommt aber nicht von Epcos.
Du musst also mal suchen.

von Elektor (Gast)


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330 uH 4,5 A, murata 1433445c, oder 330uH 3A Würth 744137.

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