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Forum: Platinen Platinen "versieglen" ?


Autor: miwitt001 (Gast)
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Hallo!
Da ich jetzt auch mal damit anfangen will, selber Platinen zu ätzen,
wollte ich wissen, ob ihr eure Platinen nach dem Ätzen irgendwie
versiegelt. Ich habe festgestellt, dass meine Lochrasterplatinen mit
der Zeit anfangen zu oxidieren und würde das gern vermeiden. Oder ist
das egal? Momentan bin ich mir aber nicht ganz schlüssig womit ich das
Ganze dann versiegeln soll. Ich schwanke noch zwischen "KONTAKT 227"
und "KONTAKT 212" (beides die Reichelt-Nummern). Oder soll ich etwas
ganz anderes nehmen bzw mir das Geld sparen?
Wär nett wenn mir jemand einen Tipp geben könnte.
mfg Michael

Autor: formtapez (Gast)
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Nach dem verlöten meiner Platinen decke ich alle Steckkontakte ab und
sprühe sie mit dem von Dir genannten 212er Kontakt-Spray ab (Plastik
Spray).

Wenn es hochwertiger sein soll dann könntest Du die Leiterbahnen vor
dem Löten mit Anreibsilber versilbern. Das ist allerdings sehr
teuer...

MfG
formtapez

Autor: miwitt001 (Gast)
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OK dann werd ich das auch so machen. Anreibsilber oder etwas in der
Richtung is mir zu teuer + zu viel Aufwand. Es soll ja nicht toll
ausschauen, sondern nur net gleich zu oxidieren anfangen.
mfg Michael

Autor: Gerhard Fischer (Gast)
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.... ich bin auch ein hobbymäßiger Selbstätzer. Allerdings verwende
ich als Platinenschutz nach dem Ätzen / vor dem Bestücken
Kontakt Nr. xxx Lötlack.
Vorher den restlichen Fotolack enrfernen !!

Nach dem Bestücken dann Lötseite mit Spiritus und alter Zahnbürste
von Flussmittelresten säubern und erst DANN mit Plastik-Spray
überziehen. Platik-Spray ist zwar (für nachträgliche Änderungen)
durchlötbar, aber mir kommt es auch auf das Entfernen der
Flussmittelreste an.

mfg  Gerhard

Autor: Marek (Gast)
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Billigste Lösung: Kollophonium bei pollin.de kaufen (spottbillig), in
Spiritus auflösen und damit die Platine einpinseln.

Autor: miwitt001 (Gast)
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@Marek: Gibt das net ne riesen Sauerei?? Ich mein wenn man die Platine
dann anfasst, dann geht das Zeug doch ab oder?

Autor: Michael DB9XQ (Gast)
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Wenn Du Bungard Material nutzt, kannst Du nach dem ätzen gleich
loslegen, die Beschichtung ist lötbar.

Der Lack bleibt einfach drauf.

Autor: Thorsten (Gast)
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Ich sprüh meine Leiterplatten auch gerne mit Lötlack (Kontakt Chemie)
ein, ist Flußmittel und Schutzlack in einem. Mich stört nur, daß das
Zeug so ewig lange braucht, um bei Zimmertemperatur zu trocknen.

Thorsten

Autor: Gunter (Gast)
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Hi,
@Thorsten
100% ACK

@Michael
ja, geht zur Not. Aber wenn eine Platine dünn mit
Lötlack besprüht ist kann man "vernünftig" löten.

Gunter

Autor: Michael DB9XQ (Gast)
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@Gunter

Hast nicht unrecht. Schöner löten lässt sich eine saubere Leiterbahn.

Autor: miwitt001 (Gast)
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@Thorsten: Selbe Frage wie oben, geht das Zeug dann nicht ab wenn man
die Platine anfasst?

Autor: Thorsten (Gast)
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Du mußt die Platine einsprühen und am besten über Nacht liegen lassen.
Die ist dann soweit trocken, daß man gut löten kann. Du solltest dann
aber trotzdem vermeiden, mit den Fingern zu fest auf die Leiterplatte
zu drücken, es bleiben häßliche Abdrücke zurück. Nach zwei Tagen ist
die Leiterplatte dann absolut trocken. Alternativ könnte man vielleicht
erst bestücken, und dann besprühen. Hab ich aber noch nicht
ausprobiert.

Thorsten

Autor: Michael DB9XQ (Gast)
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@Thorsten

Habe auch mal 2 Fragen

1)  Wie genau heisst der Lack?

2)  Kann man die Platine nicht erst löten, und dann einsprühen?

Autor: Gunter (Gast)
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hi Michael,

bin zwar nicht Thorsten, aber "Lötlack SK10".
Ich sprühe auch Lochrasterplatten ein, die ich lagern will.
NACH dem Löten reinige ich die Platinen mit Aceton und dann
benutze ich lieber "Plastik 70". Das wird härter als der Lötlack
und läßt sich zur Not auch nochmal durchlöten. Verkokelt dann
aber und stinkt übel - aber geht.

hth
Gunter

Autor: Thorsten (Gast)
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zu 1)

Lötlack SK10
Reichelt Best.-Nr. Kontakt 227 (200ml), EUR 5,10
                   Kontakt 228 (400ml), EUR 7,60

zu 2)

Wie gesagt, ich hab das noch nicht ausprobiert. Aber theoretisch
spricht nichts dagegen.

Autor: Gunter (Gast)
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Noch'n Tip:

mit Lötlack eingesprüht ist eine Platine nach 24 Std. gerade noch
klebrig genug, einen Mega 128 den man leicht andrückt auf seinem
Platz zu halten um die erste Ecke zu löten.

Gunter

Autor: Spok (Gast)
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Und hier das Datenblatt zum Lötlack SK10:
http://www.crceurope.com/wwwcrc/tds/TKC4%20FLUXSK10.PDF

Autor: Sebastian (Gast)
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Hallo zusammen,

warum macht Ihr euch so viel Arbeit. Ich unterlasse es einfach, den
Rest Photopositivlack zu entfernen. Der Lack schützt ausreichend vor
Korrosion (zumindest bei mir, habe aber fertige Platinen noch nicht
jahrelang im feuchten Keller gelagert).

Erst kurz vor dem Löten entferne ich dann den Lack mit Aceton.

Gruss,
s

Autor: Gunter (Gast)
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Hi,
>warum macht Ihr euch so viel Arbeit

1. ich lagere auch immer einige Lochrasterplatinen und habe alleine
schon dafür immer Lötlack geriffbereit

2. mit Lötlack löten sich die Platinen wesentlich besser, sodaß
ich auch sonst nicht darauf verzichten mag

3. wegen das Gestanks saue ich mit Aceton nicht in meiner Werkstatt
rum. Dann müßte ich wegen jeder Platine extra in den Keller

4. ich habe einige Platinen, die ich zum Experimentieren nur teilweise
bestücke. Nur wenn alles so funktioniert wie ich es mir vorstelle
UND die Schaltung autark laufen soll bestücke ich später den Rest

Gruß
Gunter

Autor: sven (Gast)
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Hallo,

ich lege die mit Lötlack eingesprühten Platinen immer (über dicke
Drähte als Abstandshalter) auf nen Halogenstrahler. Den aber
runterdrehen, ich nehm ca. 130V, sonst qualmen die Platinen ;-)
So etwa ne Stunde und die Platinen sind schön trocken und kleben nicht
mehr.

Sven

Autor: Gerhard (Gast)
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.... wenn ich es eilig habe liegen die Platinen bei mir
auf dem Brötchenrost über dem Toaster.

Geht auch gut !!

Gerhard

Autor: gunter (Gast)
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Hi,

da ich dieses stinkige Zeug nur im Keller verwende,
habe ich auch gleich den Heißluft-"Fön" zur Hand.
Aber nur wenn ich's mal wieder nicht abwarten kann.

Gruß
Gunter

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