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Forum: Platinen Neubefüllung eine alten Ätzanlage


Autor: Werner Just (Gast)
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Hallo,

ich darf die alte Ätzanlage auf der Arbeit wieder in betrieb nehmen :-)
oder besser :-((

20 Jahre alte Fe3CL-Lösung entfernt und entsorgt, dem restliche
Schlamm, Salzsäure löst den nach den paar Jahren auch nicht mehr
vollständig, entfernt und entsorgt. Nun steht das Neubefülen an.

Das soll wegen der Lagerfähigkeit wieder mit Fe3CL erfolgen, soweit bin
ich. Nur gibt es diverse Fe3Cl-Varianten zu kaufen und da weiß ich nicht
recht weiter.

Fe3Cl-Pulver, -56%Granulat, -98%Sublimat und beim Chemikalien Händler
fertige 40%Lösung .

Welche Konzentration brauch ich zum Platinen Ätzen in der Lösung?
Sind die verschiedenen Fe3Cl-Variante alle gleich gut und welche ist am
einfachsten zu handhaben?

Hat jemand 'ne günstige Bezugsquelle? (die Ätzmaschine fasst 30l.)

Vorab schonmal vielen Dank!

Ciao,
Werner

Autor: Spok (Gast)
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Bei Bungard unter Chemikalien lesen:
http://www.bungard.de/seiten/m_chem.htm
Optimale Lösung liegt bei einer Konzentration von 33%. 800gr. Granulat
in 1l warmen Wasser ergibt 1,4l gebrauchsfertige Lösung.
Vermutlich ist Dein Gerät eine Schaumätzanlage, da kannst Du nur Fe3Cl
nehmen. Empfehle Granulat und eventuell mit dem Lieferanten Entsorgung
klären (30l nimmt die Schadstoffsammelstelle vermutlich nicht ab).
MfG

Autor: Werner Just (Gast)
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Hallo Spok,

das Gerät ist eine alte Sprühätzanlage.

> Optimale Lösung liegt bei einer Konzentration von 33%.
was passiert wenn ich die 40% Lösung nehme? Ist Fe3Cl ein Säurepuffer,
d.h. der PH-Wert bleibt gleich?

Je nachdem wo ich schauen unterscheiden sich die Konzentrationsangaben
auch sehr stark. RS gibt 500g/l für Fe3Cl Granulat an.

Was mich beim Granulat ein wenig schreckt, ist daß ich 17kg davon in
die Maschine schütten muß. Erhältlich ist es bei Bungard zudem nur in
1kg und in 30kg Gebinden.

Bin einfach unsicher!;-(

Ciao,
Werner

Autor: Spok (Gast)
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Die Sprühätzanlage von WELISCH ätzt Platinen bis 30x40cm und hat eine
Befüllung von ca.16l. Deine Füllmenge erscheint mir sehr hoch. Was hast
Du gegen 17kg Granulat? Du willst doch die Anlage auch mit über 30kg
Flüssigkeit befüllen. Normalerweise sollte an der Anlage eine
Markierung angebracht sein, die Dir den optimalen Füllstand anzeigt.
Die Bedienungsanleitung gibt Auskunft. Bei zu geringer Befüllung geht
die Heizung defekt, bei zuviel leidet die Pumpe. In der Anlage sollte
auch ein Filter sein, der gereinigt werden muß.
Die 40% Lösung ätzt langsamer als 33%, also etwas verdünnen.
Meine Angaben über die optimale Konzentration stammen von Bungard und
der muß es wissen.
Das Granulat läßt sich gut lagern, kann gut angesetzt werden, da es
sich beim Ansetzen nicht erwärmt und läßt sich ohne Probleme versenden.
Beziehen kannst Du es auch eventuell auch vor Ort über eine Drogerie.
Das Granulat ist hygroskopisch (wasseranziehend) und muß unter
Luftabschluß gelagert werden. Ätzmittel außerhalb der Anlage ansetzen
und gut auflösen.
Wenn Du die Anlage gesäubert hast, probiere sie erst mal mit Wasser
aus. 30l Wasser lassen sich besser wieder ablassen, wenn irgendetwas
nicht funktioniert und die Anlage zerlegt werden muß.
MfG

Autor: Werner Just (Gast)
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Hallo Spock,

die 30l hab ich von unserem alten Mechaniker. Da die Aussage nur imo
war hab ich vorsichtshalber mit Wasser überprüft. 26l sind etwa der
Stand der noch drin was (an den Ablagerungen gut zu erkennen), 30l sind
es bis zur Lochplatte, welche bei sehr konstruierten Sprühätzanlagen die
maximale Füllhöhe angibt.
Die Bedienungsanleitung ist in den Jahren verloren gegangen. Jedenfalls
ist sie nicht auffindbar. Wir haben sogar das Archiv durchsucht.

> Das Granulat läßt sich gut lagern, kann gut angesetzt werden, da es
> sich beim Ansetzen nicht erwärmt und läßt sich ohne Probleme
> versenden.

Bei dem Durchsatz den wir haben ist Lagern so eine Sachen. Wie gesagt,
die alte Suppe war rund 20 Jahre in der Maschine und funktioniert hat
sie immernoch. Entgegen dem Grundstz 'nerver change a running System'
war mir das trotzdem ein Dorn im Auge. Gestern hab ich im Lager noch
eine alte Tonne gefunden. Inhalt ein massiver 10kg Klumpen Rest-Fe3Cl.

(Was/wie/welches Fe3Cl weiß ich nicht.) Geht heute zur
Schadstoffsammelstelle. Verwenden werd ich es jedenfalls nicht mehr.

Mal schauen wo ich 17 kg Granulat herbekomme. Das 30kg Gebinde ist mit
 zu groß, da müßte ich 13 kg wieder Lagern und auch wenn es bis zur
nächsten 'Überholung' nicht wieder 20 Jahre sind, weniger als 5-10
werden es sicher wieder werden. Und bis dahin ist das Granulat auch bei
Luftabschluß vermutlich auch ein kompakter Klumpen.

> Beziehen kannst Du es auch eventuell auch vor Ort über eine
> Drogerie.

Werd ich mal abtelefonieren. Bisher hab ich nur Chemikalienhändler
versucht.

Ciao und vielen Dank für die Unterstützung

Werner

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