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Forum: Platinen doppelseitige Leiterplatte -> alles Schrott?


Autor: Ronny Schulz (Gast)
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Ich habe mir letztes Wochenende eine Europlatine doppelseitig geätzt.
Besser gesagt, waren es mehrere Leiterplatten, die ich auf eine Platine
aufgebracht habe. Die Woche habe ich sie dann zurechtgeschnitten und
habe mit dem bestücken angefangen.

Meine größte Sorge war, dass der Versatz zu groß werden würde. Aber ich
habe Glück gehabt. Das ganze Gefummel hatte sich gelohnt und der Versatz
war in Ordnung.

Ein großes Problem trat dann allerdings auf. Mal davon abgesehen, dass
die Potis nicht passten, weil ihre Anschlüsse die Nachbarbauteile
berührten gab es ein riesiges anderes Problem, dass ich hier nicht auf
die Schnelle lösen kann: Beim Layerwechsel am Anschluss eines
Bauelementes fließt das Lot nicht durch. Das heißt ich kann alles
wegwerfen, weil ich eben auf Durchkontaktierungen verzichtet habe und
nur die Anschlussbeine der BEs nehmen wollte. Das ist zwar bei
bedrahteten Bauelementen kein Problem, weil man beidseitig löten kann.
Aber bei stehenden ELKOs, LEDs und Stiftleisten kann man das
vergessen.

Hat irgendwer eine Lösung für dieses Problem?

Autor: leo (Gast)
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ad 1) ein Layoutprogramm verwenden das die Konturen der Bauteile anzeigt
oder vorm Platzieren die relevanten Bauteile in einer Lochrasterplatte
"probeplazieren" oder fertiges Layout ausdrucken, auf eine
Styroporplatte legen und bestücken.

ad2) google nach Hohlnieten, mit etwas Glück kannst du deine Platinen
damit retten.

grüsse leo9

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

feine Drähte (z.B. Einzeldrähte einer Litze) durch die Bohrung stecken
und oben und unten anlöten. Anschließend Bauteil bestücken und unten
anlöten. Sollte funktionieren.

<eigenwerbung>
BTW:
Zur einfachen "Kollisionsabfrage" lohnt evtl. ein Blick auf Eagle3D
-> www.matwei.de
</eigenwerbung>

Autor: Matthias Friedrich (Gast)
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das arbeiten mit hohlnieten ist zwar ein schlimmes gefummel, aber damit
sollte es funktionieren. allerdings sollte man sie auf jeden fall auf
beiden seiten verlöten, da sonst manchmal der kontakt nicht richtig
hergestellt wird.
dünne drähte gehen natürlich auch, aber ich befürchte, das ist noch
mehr arbeit. für vias bieten sich drähte an, denn bei geringerem
bohrdurchmesser passen keine nieten.
du kannst auch fast alle bedrahteten bauteile leicht "schwebend" über
die platine löten um so mit dem lötkolben unter das teil zu kommen.
schön und stabil wiurd das dann natürlich nicht.....

eagle3d würde ich auf jeden fall über alle platinen laufen lassen.
selbst wenn es keinen praktischen nutzen hätte, sieht es einfach geil
aus :)

Autor: Ronny Schulz (Gast)
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Naja ich habe das Layout nun so geändert das Layerwechsel nur bei
Bauelementen vorkommen, wo ich auch von beiden Seiten löten kann.

Mit Eagle3D ist schon nicht schlecht. Leider fehlen noch sehr viele
Bauelemente. Ich habe zwar schon ein paar angepasst und könnte die
demnächst mal veröffentlichen. Aber vieles fehlt halt leider noch. Die
Potis müsste ich ja nur vergrößern und dann gehen die auch. Ich
verwende nämlich PT15 und nicht PT10.

So kann es dann z.B. aussehen:

http://mitglied.lycos.de/projectsilence/fancontrol...
http://mitglied.lycos.de/projectsilence/fancontrol...
http://mitglied.lycos.de/projectsilence/fancontrol...
http://mitglied.lycos.de/projectsilence/fancontrol...

Autor: Winfried (Gast)
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Einen ganz dünnen Litzendraht durchstecken und oben seitlich anlöten.
Klappt wunderbar. Nur nicht zu lange unten löten, sonst löst der Draht
sich oben wieder.

Mit dieser Methode haben wir viele Eurokarten Prototypen bestückt. Das
geht mit etwas Übung viel besser, als die Durchkontaktiernieten.

Das Verfahren ist jedoch für Signalleitungen gedacht, nicht für solche,
wo ordentlich Power fließt.

Winfried

Autor: Michel (Gast)
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Hallo Ronny

Beim Layouten musst du darauf achten, dass du solche Bauteile wie
Elkos, Potis etc. nur auf der Lötseite (Bottom) verbindest. Wie der
Name schon sagt, wird von hier gelötet. Wenn es nicht möglich ist,
ziehe einfach eine Leitung auf dem Bottom-Layer soweit über das Bauteil
hinaus, dass du dort ein Via setzen kannst, welches du dann beidseitig
löten kannst.
Zum Verlöten von Hohlnieten gibt es noch einen kleinen Trick:
-Setze alle Holnieten von einer her ein
-nimm z.B. eine Stahlplatte, die etwa der Printgrösse entspricht, und
lege diese Platte auf den Print
-drücke beides gut zusammen und kehre die beiden Platten
-mit einem sog. Durchschlag (Durchmesser ~4mm, aus dem Baumarkt) kannst
du die Nieten mit einem leichten Hammerschlag darauf verpressen
-löte sie beidseitig

Viel Spass dabei. Ist mühsam, aber die verpressten Nieten fallen so
nicht mehr heraus. Die Bohrungen sollten aber nicht viel grösser als
die Hohlnieten sein (für 0.6mm Nieten: Bohrung 0.65mm - 0.7mm) Sonst
"klemmen" diese nicht richtig im Loch.

Gruss
Michel

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