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Forum: Platinen Platinen Testbelichten funktioniert bei mir nicht


Autor: Freak5 (Gast)
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Also ich wollte mal mit dem Belichten von Platinen anfangen.

Ok ich habe jetzt zwei Ätzschalen genug Entwickler und genug
Ätzmittel.

Angefangen habe ich einfach mal mit einem 75W Gesichtsbräuner.

Ich habe ein 1x1cm Stück Platine genommen, ich habe die Schutzfolie
entfernt, dann habe ich 5 min lang entwickelt und 5 min lang die Säure,
die zugegebener Maßen nur 23° warm war, wenn es hoch kommt.

Inzwischen habe ich so um die 40min lang belichtet noch einmal über 5
min lang entwickelt und die Säure habe ich sogar schon im Backofen
ausprobiert.


Edit: Dieses Stück Platine habe ich übrigens gleich in einem 7ner
Streifen benutzt. Ich wollte testen, wie lange ich belichten muss.

Der Entwickler besteht aus Natriumhydroxid und das Ätzmittel aus dem
Set von Reichelt ist irendwas wie Natriumpermangnat.
Aufgefallen ist mir, dass das Ätzmittel sich gar nicht auflösen wollte
und eher eine Suspension ist als eine Lösung. Das hat sich im Backofen
aber geändert.

Geschüttelt habe ich auch alles schon einmal.

Die Schutzschicht ist schon herunterentwickelt. Zumindest so weit, dass
mein Multimeter auf einem kleinen Stück Platine 0Ohm misst.
Auf einem 7cm Stück misst mein Multimeter aber 100Ohm und das, obwohl
ich das an vielen Stellen eigentlich ganz durchgedrehmelt habe und die
Säure mit Wasser abgewassen wurde

Aussehen tut das ganze nur etwas weißlich und die Cupferschicht
scheint, wenn man von der Seite draufschaut noch ganz da zu sein.
Was soll ich tun? Ich sitze da jetzt schon 4 Stunden lang dran

Autor: Fasti (Gast)
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Hi!

Also wenn du mit Natriumpersulfat ätzt, dann musst du das ganze
erwärmen, am besten auf 45-50°, weil sonst kannst du die Platine
stundenlang drin lassen und es tut sich nicht viel. Also 40 min
belichten mit einem Gesichtsbräuner ist viel zu lang. Ich verwende zwar
keinen aber selbst bei meiner einfachen UV-Sparlampe brauch ich nur etwa
5 Minuten. Um die optimale Belichtungszeit festzustellen ist es gut,
wenn du dir einen Streifen Platine herunterschneidest und die
Schutzfolie alle 20 Sekunden ein bisschen weiter herunterziehst und das
ganze machst du dann bis etwa 5 Minuten. Danach entwickelst du die
Platine und dort, wo du nach etwa einer Minute entwickeln das Beste
Ergebnis hast, das ist dann die optimale Belichtungszeit. Nach dem
Entwickeln muss das Platinenlayout zu sehen sein, es sollten die Bahnen
noch mit einer grünlichbraunen Photolackschicht da sein, währen der Rest
blankes Kupfer ist.
Ausserdem solltest du Bungard Material verwenden. Bei diesen Platinen,
kann man fast nicht überbelichten und die Ergebnisse sprechen für
sich.

mfg

Fasti

Autor: Bri (Gast)
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Wie Fasti schon geschrieben hat, solltest Du Platinen von Bungard
nehmen. Mit denen habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht. Das
Ätzmittel Natriumpersulfat ist Mist. Es kann wenig Kupfer aufnehmen und
funktioniert bei Raumtemperatur gar nicht. Du solltest Eisen-III-Chlorid
nehmen. Das gibts z.B. bei Conrad im 1kg Beutel. (Aber Vorsicht, wenn Du
das verschüttest, dann macht es sehr schwer zu entfernende Flecken.)

Zum Belichten habe ich mal eine Baumarkt-UV-Lampe ausprobiert. Das ging
überhaupt nicht. Ich habe mir dann bei Reichelt eine Ersatz-UV-Lampe für
deren UV-Belichter bestellt, ein Vorschaltgerät und einen Starter
angeschlossen und belichte jetzt damit meine Platinen. Die Belichtung
dauert so ca. 5-7 Minuten, die Entwicklung ca. 1-2 Minuten. (Bei den
Bungardplatinen färbt sich der Lack violett, das sieht man also sehr
gut.)

Für Dein Layout solltest Du Dir unbedingt bedruckbare Folie kaufen. Im
Internet hab ich mal als Tipp gelesen, daß man normales Papier nehmen
kann und das dann mit Öl einpinseln soll. Das hat bei mir nicht
funktioniert.

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Das hört sich alles etwas wirr an. Kannst Du Bilder von Deiner Platine,
Vorlage und Chemikalien machen?

Autor: Freak5 (Gast)
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Bei der Backofenbehandlung habe ich den ersten Streifen jetzt vom Kupfer
befreit, aber komplett.

Jetzt habe ich das noch mal mit einer Platine gemacht, die von 30sek
bis zu 8min belichtet wurde und das sieht jetzt so aus, dass die 30sek
noch vollständig da sind. Die anderen Felder sind alle zur hälfte Weg
und die andere Hälfte des gesampten Streifens steht noch.

Jetzt versuche ich es mit einer Belichtung von
5-30min und schaue, ob ich da einen guten Unterschied merke.
Bungardplatinen habe ich auch, aber diese eine ist beim Ätzset
dabeigewesen und ich möchte sie erstmal wegtesten, bis ich mein(schon
auf Folie fertiges Layout) benutze.

Das Layout ist übrigens so oft durch meinen Drucker gegangen, dass man
nicht mal mehr durch die großen Flächen sehen kann, wenn man eine 100W
Birne dahinterstellt. Das Muster sieht man hinterher aber immmer noch
g

Autor: Michael S. (Gast)
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Hallo,

wenn du mit einem Gesichtsbräuner belichtest, welchen Abstand hast du
denn zwischen Röhren und Platine?

Verwendest du den Bräuner so wie er Original ist, oder sind die Röhren
irgendwo eingebaut (Gehäuse) ?
Die UV Röhren sind übrigens identisch mit denen von käuflichen UV
Belichtern, nur ist ein Gesichtsbräuner erheblich billiger.

Wieviel Gramm entwickler hast du denn auf 1 L Wasser ?
Standart ist 10 g NaOH pro Liter Wasser.

Das deine Ätzlösung erst wie eine Suspension aussah, lässt auf zu
niedrige Temperatur schließen. Natriumpersulfat und Ammoniumpersulfat
ätzen erst ab 45°.

Deine Belichtungszeiten kommen mir sehr hoch vor, also denke ich das
entweder mit dem Belichtungsabstand oder der Entwicklerkonzentration
was nicht stimmt.
Wäre hilfreich, wenn du die Fragen mal kurz beantworten könntest.

Gruß
Micha

Autor: Freak5 (Gast)
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Also ich habe auf Anraten einfach mal die Burgard Platine genommen und
gleich ein Muster draufbelichtet.
Natürlich waren 12min viel zu lang und weil ich aus dem vorhergehenden
Frust den Bräuner direkt über die Platine auf den Boden gelegt habe
waren gleich auch einige Leiterbahnen weg.

Naja ich habe das dann noch einmal mit 5min gemacht, dann mit 4min, wo
mir dann klar wurde, dass ich viel zu agressiv an die Sache herangehe,
weil die vorherigen Platinen fast unbelichtbar waren.

Dann habe ich alles einfach so begonnen, wie ich es beim ersten Mal
gemacht habe.

Also 20cm zwischen dem Bräuner und meiner Platine und nach einer 20sek
Entwicklung hatte ich schon ein super Muster.

Dann habe ich alles in den Backofen gelegt(mit dem Natriumpersulfat
Ätzbad) und nach 15 min auf 70° und einem ewigen Öffnen des Ofens und
einem Schütteln des Glases habe ich ein sehr zufridenstellendes
ergebnis erlangt.

Alle Fehler, die es noch gibt lagen am Layout, weil ich da mit einem
Edding eine misslungene Beschriftung durchgestrichen habe, was auf der
Platine wirklich nicht sehr gut aussieht, weil die Ecken rund geworden
sind :-(

Aber sonst ist alles super.
Ich habe gerade nur ein kleines Problem mit dem Auflöten eines Sockels,
weil beim vollständigen Einstecken dessen ja kein Platz zwischen der
Platine und dem Sockel bleibt um ihn anzulöten.

Ich habe alles auf eine Platte gelegt und mal etwas gelötet.

Es gibt wirklich nur ein ganz kleines Problem. Die Platine läuft beim
Löten so weiß an. Dieser Schein kann leicht abgeputzt werden, aber ist
das normal, oder mache ich was falsch? Die Temperatur ist bei 360° und
ich benutze normalen Elektroniklötzinn 0.5mm² und einen Wellalötkolben
mit Nadelspitze.

Ich habe das vorher nämlich noch nie gemacht und habe mir vorhin das
Layout eines Programmers mit Treiber und einigen Kondensatoren + einer
Statusled gebastelt.

Bilder kann ich morgen mal posten.

Autor: Michael S. (Gast)
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>Ich habe gerade nur ein kleines Problem mit dem Auflöten eines
Sockels,
weil beim vollständigen Einstecken dessen ja kein Platz zwischen der
Platine und dem Sockel bleibt um ihn anzulöten.<

Hallo,
ich habe beim lesen dieses Satzes grad die schlimme Befürchtung das du
die Platine von der falschen Seite bestückt hast. Bedrahtete Bauteile
werden durch die Platine gesteckt und auf der Leiterbahnseite
verlötet.Du must die Platine zum löten immer umdrehen. Hört sich so an,
alsob deine Leiterbahnseite auch die Bauteilseite ist.
360° löttemperatur sind zuviel. Versuchs mal mit dem Temperaturbereich
zwischen 250-320°. Bei dickeren Drähten kannst du immer noch
höherdrehen.
Der weiße Schimmer kommt evtl daher, das noch fotolack auf den
Leiterbahnen ist. Den bekommst du nach dem Ätzen mit Spiritus oder
Aceton runter.Der Lack lässt sich zwar durchlöten, aber mit gereinigten
Bahnen gehts besser.

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Naja, hoffentlich hat er die Vorlage auch richtig herum ausgedruckt und
die Platine richtig herum belichtet, nicht dass das Layout auch noch
Spiegelverkehrt ist...

Autor: Michael S. (Gast)
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Stimmt ;-)
Wenn das Layout auch noch falsch ist wirds anstatt eines Programmers
wohl eher ein Port-Zerstörer...

Autor: Freak5 (Gast)
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Ne ich habe mir nen Schaltplan angesehen und habe die Platine selber
gemacht. Ich dachte, das müsste so herum.

Naja ein Paar Pins sind jetzt schon fest.
Ich habe dann einfach etwas Luft zwischen dem Sockel und er Platine*g*
http://www.freak5mynew.no-ip.info/Muell/Schaltplan1.png
Das ist das Layout, was ich mir gemacht habe. Ich habe es so geroutet,
dass es auf eine Platinenseite passt :-)

Autor: Freak5 (Gast)
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Mist, es hat so gut funktioniert, dass ich gleich den ganzen Sockel
festgelötet habe und jetzt habe ich bemerkt, dass ich den anderen erst
hätte einlöten müssen(den kleinen), da der Große dem kleinen den Weg
versperrt.
Achja ich arbeite übrigens mit dem Treiber 74HC245 oder so...

Ich sollte mich mal anmelden, damit ich auch editieren kann.

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