Verwendung von Entlötlitze

Gast #191133
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Hallo!
Tut mir leid die erlauchte Runde mit solch einer Anfängerfrage zu
belästigen, aber was kann man bei der Verwendung einer Entlötlitze
falsch machen?! Eines schönen Abends beim Auslöten einiger Teile
verwendet - funktionierte echt fein. Nächster Tag, selbe Litze
(natürlich das vollgesaute stück weggezwickt, nicht ausgefranst, gar
nix) selber Lötkolben, selbe Platine (neuer Pin) - das ****ding saugt
genau NICHTS mehr auf. Aber sowas von überhaupt nichts mehr. Als würd
ich ein Stück Holz reinhalten. Wenns das geben würde, würd ich sagen
die Litze ist über Nacht kaputtgegangen.
Was zum Geier mach ich falsch?!

Hubert
Gast #191134
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Lötkolben eingeschaltet?


- OK, der war ein bisschen platt.

Entlötlitze in Lösungsmittel gelagert? In Öl gelagert?

Mal probeweise versucht, die ELL zu verzinnen? (Natürlich nur ein
kleines zum Wegwerfen bestimmtes Ende ...)
Gast #191135
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ja - der mit dem Lötkolben einschalten ist morgen auch noch gut :)

die ELL ist in gar nix gelagert. soll heißen auf einer spule, und seit
dem öffnen auch luftzugänglich.

sollte die in Lösungsmittel, Flux oder Öl gelagert sein?

versuch die ELL zu verzinnen kläglich fehlgeschlagen (Tropfen Zinn
drauf. saugt sich nicht rein nicht links nicht rechts. bleibt so stabil
wie man sich das von vielen dingen wünschen würd.)
Gast #191136
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ok. die spule ist einigermaßen luftdicht verschlossen, es ragte aber
immer ein stück raus. und das hat nicht gesaugt. hab nun, mit erfolg,
die ELL ca 5cm rausgezogen und es dort nochmal versucht - saugt
prächtig. gibts das dass die mit irgendwas getränkt ist was ziemlich
flüchtig ist? Kolophonium in Alk oder so? Aber das wär komisch denn die
restliche Litze is ja auch nicht 100%ig luftdicht verpackt...
Gast #191137
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Hallo,

das Flussmittel in der Litze ist nicht flüchtig. Ich hab hier noch
Litze liegen, welche ca 5 Jahre alt ist und immer noch super
funktioniert.
Sehr wahrscheinlich ists dein Problem auf einen Produktionsfehler
zurückzuführen.

Hab auch die Erfahrung gemacht, das sich dickere Pins leichter entlöten
lassen, wenn ich vorher einen Tropfen gelöstes Kolophonium auf die
Lötstelle mache.

Entlötlitze kannst du auch einfach selbstherstellen, indem du ein
Abisolierte Kupferlitze in mit Alk gelöstem Kolophonium tränkst und
trocknen lässt. Funktioniert super, lohnt sich beim geringen Preis der
käuflichen Litze aber eher nur für den Notfall ;-)

Gruß
Micha
Gast #191139
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Ich löse Kolophonium in Spiritus auf, das ergibt ein super gutes
Flußmittel und ist auch noch relativ ungiftig.

Dahinein tauche ich dann Litze oder Lötsauglitze.
Vorher hatte ich auch oft Probleme mit der Saugkraft der Entlötlitze,
mit dem Kolophonium funktioniert es unglaublich gut, auch bei SMD mit
homöopathischer Lötzinn Dosierung.

Kolophonium bekommst Du in der Drogerie oder Apotheke, oder beim
Violinenhädler, der streicht damit die Fäden der Geigen ein.

LG
Michael
Gast #191141
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Hi

> Kolophonium bekommst Du in der Drogerie oder Apotheke, oder beim
> Violinenhädler, der streicht damit die Fäden der Geigen ein.

So so, Fäden der Geige ... Du solltest Dir 'nen Bodyguard zulegen,
sonst lesen wir in absehbarer Zeit von einem Fädenmord in der Zeitung,
genau dann, wenn Dir ein Musiker eine seiner heißgeliebten Saiten (!)
um den Hals gelegt hat und dann versucht, selbige zu stimmen! :-)))

Nix für ungut, den konnt ich mir nicht verkneifen!

Schönen Tag noch,
Thomas
Gast #191143
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@tom-muc
ich glaub eher wir lesen dann vom doppelmord, weil der streicht nicht
seine saiten sondern seinen bogen damit ein. jetzt aber bitte nicht die
indianer noch mit ins boot bringen.
mfg pripri

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