parallel/reihenschaltung vom spulen

Gast #193977
Lesenswert?

hi, ich hab folgendes problem: ich suche spulen mit einer induktivität
von 300uH, und einer strombelastbarkeit von 5ampere, was das problem an
der ganzen sache ist. solche spulen gibt es weder bei conrad, schuricht,
reichelt, farnell und rs-components.
deswegen bliebe entweder die aufwendige möglichkeit, eine solche spule
selbst zu wickeln, aber eher möglich wäre es, andere spulen parallel,
oder in reihe zu schalten. daher ein paar fragen: unterscheiden sich
spulen mit geradem und welche mit rundem kern?
kann ich 2 spulen in reihe schalten, und erhalte ich dann die doppelte
induktivität?
wie sieht es bei parallelschaltungen aus?

mfg, kevin
Gast #193979
Lesenswert?

Wird nen Schaltnetzteil?

Prinzipiel gilt bei Prallelschaltung von 2 Spule:

Lges = L1 x L2 / (L1+ L2)

da kannst du dir prinzipiell ausrechnen was du brauchst. Der Strom teil
sich auf. Du brauchst also max 2,5 A pro Spule-

ABER VORSICHTIG.

Es kommt noch darauf an ob die Spulen in deiner Schaltung magnetisch
gekoppelt sind. Selbst wenn rechnerisch bei einer und bei den
ersatzspulen das selbe rauskommt, verhalten tun sich beide Varianten
immer etwas anders.
Gast #193980
Lesenswert?

Naja, so aufwendig ist es auch nicht, eine solche Spule selbst zu
wickeln. So gibt es z.B. bei Micrometals ein schönens Progrämchen, da
gibts Du die gewünschten Daten Deiner Spule ein, und es rechnet Dir für
verschiedene Kerne aus, wieviele Windungen in welcher Dicke Du zum
bewickeln des Ringkerns nehmen musst. Dazu kannst Du Dir dann noch
allerlei möglichen Diagramme und Daten zu Deiner so berechneten Spule
anschauen und sonst noch mit den Werten experimentieren.

Solche Ringkerne gibt's auch bei Reichelt, wenn auch von Amidon und
nicht alle Micrometals-Materialen, aber drei Materialen die das
Programm auch kennt. In diesem Programm kannst Du angeben, welche
Materialen berücksichtigt werden sollen.

URL: www.micrometals.com
Gast #193981
Lesenswert?

ich habe mal ein bild der schaltung gemacht, ist aus "professionelle
schaltungstechnik band2 seite 745, schaltung nr. 908.
wie ich das sehe, müssen die 4a vom l 296 durch die spule.
da ich schon dabei bin, gleich die nächste frage: was ist das für ein
bauteil rechts von der zenerdiode byw 80? da ist ja keine bezeichnung
angegeben, was kann ich da einsetzen?

mfg, und thx soweit
Angehängte Dateien:
Gast #193985
Lesenswert?

das mit der diode weiß ich, nur das teil rechts von der diode war mir
unbekannt, ich hab jetzt aber erfahren,d as es ein triac sein müsste
(hat doch eigentlich ein anderes schaltsymbol, oder?). nur bin ich mir
nicht so ganz sicher, welches ich nehmen kann, da der steuerstrom ja
unterschiedlich ist.
Gast #193988
Lesenswert?

das ist ein Thyristor, Mann! Was der da zu suchen hat, steht im
Datenblatt bzw. in den Appnotes vom L296.

Sorry, das ich so giftig 'rüberkomme. Aber die Grundlagen sollte man
wenigstens beherrschen, BEVOR man sich an ein Schaltnetzteil wagt. Man
kann ja nicht von jedem hier im Forum langjährige Erfahrung
voraussetzen, da das Alter nicht beim Namen bei steht, aber wir hatten
Thyristor, Diac Triac und wie sie alle heissen, noch in der Schule im
"ESP" (-; Unterricht. Spätestens in der Berufsausbildung war das dann
aber Thema. Gerade jetzt mit den Möglichkeiten, sich zu Informieren
müssen solche unqualifizierten Dinger nicht passieren...
(diac ist ein halber triac, sowas..)
Sorry for exploding, war nicht so gemeint-ich lass es aber mal so
stehen.

Sieh Dir lieber die Applikation rund um den MAX1745 an. wesentlich
zeitgemäßer und für "Neubauer" besser beherrschbar.
http://www.maxim-ic.com/quick_view2.cfm/qv_pk/2314
http://pdfserv.maxim-ic.com/en/ds/MAX1744-MAX1745.pdf

Frohes Fressen
AxelR.
Gast #193989
Lesenswert?

Hmm, will ich mal gleich die Wogen schlichten, nicht das alle wieder
"ar§$%&/ch" zu mir sagen:
Also es ist so - die Ausgangsspannung wird in althergebrachter Weise
geregelt, die Spule speichert die Magnetische Energie und gibt diese im
richtigen Moment wieder ab. So entstehen die gewünschten "Völter" am
Ausgang. Über verschiedene Fehlerverstärker im Inneren des L296 wird
Strom und Spannung über die PWM und dem integrierten Schalter geregelt.
Der Thyristor schliesst im Fehlerfall die Ausgangsspannung kurz. der
treffende Begriff im Datenblatt ist mit "Crowbar" eigentlich
aussagekräftig genug (Brechstange). Eine effiziente Art, nachfolgende
Schaltungen vor dem sicheren Überspannungstod zu bewahren.
Ich habe mal einen Auszug des Datenblattes als JPG angehangen.
Hier werden auch verschiedene Kernmaterialien und Wickelschematas
angegeben. Hier noch der(einer von vielen) Link(s) zum Datenblatt:
http://www.alltronics.com/download/L296.pdf

schönen Abend, sorry nochmals für mein unbeherrschtes Posting vohins.
AxelR.
Angehängte Dateien:

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren