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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Auslaufmaterial für CNC Fräsen


Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Hallo,

nun habe ich endlich meine CNC-Maschine bekommen und bin fleissig am
Fräsen. Einfach genial das Teil! ;-)

Nun meine Frage: Was kann man denn als Auslaufmaterial zum Fräsen
verwenden? Also zwischen Frästisch und Werkstück, so dass man beim
Durchfräsen den Tisch nicht zerstört.

Was verwendt man da am besten? Es sollte möglichst günstig sein, und
natürlich problemlos zum Fräsen geeignet sein. Also nicht schmieren,
unenpfindlich für verschiedene
Drehzahlen/Fräsdurchmesser-Kombinationen.

Irgendwelche Tips?

: Verschoben durch Admin
Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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Holz? MDF?

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Ja, MDF heisst das Zeug. Das war es.

Habe mir jetzt ein bischen geholt, 10mm stark. Ist spottbillig und hat
ganz schön kleine Toleranzen. Habe ein 20cm * 20cm Stück ausgemessen
und der größte Dickeunterschied waren 3/100. Das kann sich sehen
lassen; das bräuchte man ja fast nicht plan fräsen.

Autor: Stefan Kleinwort (Gast)
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-- auch haben will ---

welche Frase hast Du denn gekauft? Für wieviel Geld? Zum Platinenfräsen
oder für Mechanik?

Viele Grüße, Stefan

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Eine kleine A5 Maschine von http://www.max-computer.de

Habe das Teil auf der Messe gesehen, und war begeistert. Habe über drei
Monate darauf gewartet. Die kommen mit Produzieren einfach nicht
nach...

Hauptsächlich ist die Maschine für allerlei Mechanik und zum Platinen
Bohren gedacht. Platinen mach' ich lieber fototechnisch, SMD kann man
nicht fräsen (10mil Strukturen).

Naja, was hat das Teil gekostet? Viel zu viel! Vor allem mit dem ganzen
Zubehör wie Werkzeuglängenmesser etc. ;-)

Aber die Maschine ist jeden Cent wert! Selbstbau wäre nicht viel
billiger gewesen. Bis man vernüftige Lineareinheiten, Spindel, Profile
und Software und Elektronik zusammen hat, gibt man vielleicht 1/3
weniger aus. Und dann hast Du aber erst noch keine Garantie dass die
Selbstbaumaschine nachher genau so präzise arbeitet, weil einfach das
Know-How und die Erfahrung fehlt. Bei einem Design-Fehler setzt man
Ruck-Zuck 500,- Euro in den Sand usw. Und die ganze Arbeitszeit
brauchst Du auch nicht rechnen. Selbstbau kam deswegen für mich nicht
in Frage.

Autor: Quark (Gast)
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Hallo Michael,

Du hast so eine Euro 1750,- (+ Zubehör) CNC-Maschine gekauft?
Sieht Interessant aus.
Darf ich Dir ein paar Fragen dazu stellen, auch wenn es auf der Website
steht?
Da steht etwas von kein Eisen, kein Stahl. Soll man noch nicht einmal
billigen ST37 damit bearbeiten? Aber Messing geht schon, oder?

Gibt es an der Maschine die Möglichkeit mit Kühlmittel zu arbeiten?

Danke für Deine Antworten, und viel Freude mit der Maschine.

Grüße

Quark

Autor: Quark (Gast)
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OK, jetzt habe ich die Tech. Daten.
Ich muss auf die "Bücher" Clicken, nicht nur auf den Text. ;-)
Vieleicht antwortest Du mir ja trotzdem, frisch aus der Praxis, Danke.

Autor: Quark (Gast)
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Kühlung ist möglich, siehe Mindermengendosierung.

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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@Quark:

Also, die sind relativ konservativ in ihren Angaben. Offiziell kann die
Maschine NE-Metalle bearbeiten. Also Messing, Alu, Kupfer etc. aber eben
kein Eisen oder Stahl. Kunstoffe auch GFK und CFK, Holz etc. sind
natürlich problemlos möglich. Du kannst sicher auch ST37 drauf spannen
und bearbeiten, wenn Du vorsichtig bist und nur wenig zustellst. Du
erreichst dann eben nicht mehr die angegeben Präzision und Du belastet
den Fräsmotor und die Lineareinheiten ziemlich, was sich natürlich in
erhöhtem Verschleiss äussert.

Wenn Du Stahl und Eisen fräsen willst, bieten sie Dir auch sogenannte
Maschinen im "Massiv"-Bausweise an. Da hast Du dann eine Spindel
dabei, die für Stahl geeignet ist, und die Maschine selbst ist extra
steif. Allerdings schlägt sich das im Preis und Gewicht nieder. So
wiegt glaub' die kleinste Massiv-Maschine von denen ca. 50 Kilogramm,
wenn ich das recht in Erinnerung habe.

Selbst meine kleine A5-Maschine bringt schon ca. 20 Kilogramm auf die
Waage. Und das, obwohl sie kein Ringkerntrafo, sondern ein
Schaltnetzteil eingebaut hat.

Das mit der Aufteilung in leichte Maschinen für Alu etc. und schwere
Maschinen zur Stahl-Bearbeitung, findest Du eigentlich bei allen
Herstellern. Ich habe mir verschiedene Hersteller angeschaut, und diese
hat mir vom Gesamtkonzept am besten gefallen. Auch hatte ich den
Eindruck, dass diese A5-Maschine eine der stabileren Konstruktion in
diesem Segment ist. Viele andere Hersteller verwenden deutlich
schwächere Profile für den Aufbau, schenken sich aber preislich kaum
etwas.

Also wenn Du Dir eine CNC-Maschine zulegen willst, musst Du Dir die
verschiedenen Maschinen und Hersteller genau anschauen, und überlegen
was Du brauchst und wo Du Kompromisse machen kannst. Der einzige
sinnvolle Weg ist, meiner Meinung nach, die Maschinen auf Messen
anzuschauen und sich vorführen lassen.

Mir wäre natürlich auch eine A3 in Massiv-Bauweise mit
Schnellfrequenzspindel, Tiefenmesser und 4. Achse (Drehzusatz) lieber
gewesen, aber dann wird's preislich ziemlich schnell, ziemlich
heftig.

Kühlung habe ich keine. Das ist mir zuviel Sauerrei und Aufwand. Auch
wenn mit der Mindermengendosierung (also viel Luft, wenig Kühlmittel)
sich das in Grenzen halten würde. Die Maschine steht neben mir auf dem
Schreibtisch, und da kann ich das nicht brauchen. Die Absaugung mit
einem normalen Haushaltsstaubsauger funktioniert erstaunlich gut. Und
Zeit habe ich ja auch, also kann ich auch mit weniger Zustellung und
ohne Kühlung fräsen. Geht wirklich gut.

P.S.: Ja, deren Web-Seiten sind etwas "gewöhnungsbedürftig"...
Web-Designer sind sie nicht, dafür können sie CNC-Maschinen bauen.

Autor: Quark (Gast)
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Hallo Michael,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

"Mir wäre natürlich auch eine A3 in Massiv-Bauweise mit
Schnellfrequenzspindel, Tiefenmesser und 4. Achse (Drehzusatz) lieber
gewesen, aber dann wird's preislich ziemlich schnell, ziemlich
heftig."

Du tiffst den Nagel auf den Kopf. Deshalb interssiert mich auch nur die
A5 Maschine. Dieses Jahr wird das leider noch nichts, aber ich werde
diese Maschine im Auge behalten, und wie Du vorschlägst mit anderen
vergleichen.
Viel Spaß mit Deiner Fräse.
Quark

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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So, habe mir jetzt einen Spezialfräser für Aluminium gekauft (leider
teuer) und bin wieder begeistert: Jetzt werden die Ergebnise in Alu
wunderschön.

Man muss aber ganz schön viel lernen, am Anfang. Habe schon zwei Fräser
durch Dummheit zerstört (Schaden ca. 18,- Euro). Das geht wirklich fix,
wenn man pennt...

Autor: Franknstein (Gast)
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Sach mal, was sind das für Fräser? Im Metallpraktikum haben wir Fräser
für 200€ das Stück(laut Meister). Da kann man bei S235-K auch mal 13mm
zustellen, ohne dass es knallt. Ok, sind allerdings auch richtige
Fräsen für richtiges Stahl...

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Das waren zwei Schaftfräser aus Vollhartmetall, 3mm,
Fischschwanzanschliff, mit zwei Schneiden.

Den Ersten hab' ich gekillt, weil sich das Werkstück löste. Der Fräser
hat sich im Material verkanntet und brach in der Spannzange
auseinander... Also quasi abgedreht, nur dass es Hartmetall war...

Beim Zweiten habe ich mit dem Werkstücknullpunkt Mist gebaut und danach
war der schöne Anschliff dahin... :-\

Wie gesagt, es ist eine kleine, zierlich CNC-Maschine, und nicht so ein
Stahlbearbeitungsmonster...

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