hallo thomas ! ist eigentlich ganz einfach: du setzt dich hin und
entwirfst dreidimensional dein gehäuse. wenn du mit displays und
bestimmten schaltern arbeitest oder tastaturen ist es wichtig
vorausschauend zu "ahnen" ob die bauteile alle in zukunft noch
unverändert zur vefügung stehen. ich habe das gleich in autocad gemacht
um dann am bildschirm das teil von allen seiten sehen zu können und um
abmessungen dann checken zu können. habe aber 2 wochen gbraucht
(abends) um mir autocad beizubringen... hmmm. wichtig ist dass man
keine fehler macht ! ein winziger fehler und das geld ist futsch. daher
habe ich mir zuerst ein modell aus papier gemacht und alles geprüft,
danach aus platinenteilen ein 2. modell zusammengelötet und mit
autospachtel und habe die rundungen etc mit der feile gemacht. wieder
alles probiert und nachgemessen.
dann habe ich die ausdrucke in mehreren projektionen an einen
kunstoff-gehäuse hersteller (kunstoffspritzguss ABS) in hh geschickt,
und zur sicherheit noch einen erläuterungstext hinzugefügt. bei der
firma dort gibt es sog. formenbauer, die machen dann in etwa 1-2
monatiger arbeit daraus ein sog. werkzeug aus metall und machen damit
dann eine paar testgehäuse die sie dir schicken. ich hatte noch eine
winzige änderung anbringen können, das ging noch. dann musste ich
unterschreiben dass alles ok ist, und dann wurde das werkzeug gehärtet
und die ersten 150 gehäuse wurden abgespritzt wie das so schön heisst.
und jetzt ist rien-na-va-plus. hat etwa 4000 euro gekostet, 2000
anzahlung. ein gehäuse besteht aus 2 teilen und zusammen kosten die
etwa 3 euro/stk. denke aber dass es im ausland billigere alternativen
gibt. es gibt auch in deutschland die möglichkeit einzelstücke
testweise nach einem anderen verfahren herstellen zu lassen, wobei kein
werkzeug hergestellt werden muss. (vergessen wie das verfahren heisst).
ist aber pro prototyp recht teuer und dauert auch etwas.
bin ansonsten sehr zufrieden, obwohl ich inzwischen wieder einen
winzigen fehler entdeckt habe.