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Forum: Platinen Kicad erkennt SMD-Pad aus "Gerbview-Daten" nicht.


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von Werner D. (dorni)


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Ich habe von einer Baugruppe mit "Gerbview" extended Gerber-Dateien
eingelesen und als "PCBnew" mit "Kicad" übernommen.
Dieser Schritt funktioniert soweit.

Die SMD-Pads werden nicht erkannt. Daten siehe Dateianhang.

Was läuft hier falsch?

Gruß Dorni

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Werner.

> Ich habe von einer Baugruppe mit "Gerbview" extended Gerber-Dateien
> eingelesen und als "PCBnew" mit "Kicad" übernommen.
> Dieser Schritt funktioniert soweit.

Auch nicht wirklich. :-(

Ich habe
KWS-ESD.GBL als Rückseite
KWS-ESD.GKO als Platinenumriss
KWS-ESD.GTL als Vorderseite mit Pads
KWS-ESD.GTP als Pastenlschablone Vorderseite

interpretiert. Anschliessende habe ich in der von dir vorgegebenen Form 
und auch umbenannt nach dem Schema KWS-ESD-xxx.gbr mit den Dateien 
experimentiert.

Da ist noch mehr kaputt. Wenn ich die Dateien umbenenne mit .gbr als 
suffix und direkt als Gerberdatei einlese in der Reihenfolge von oben 
nach unten GTP , GTL, GBL und zuletzt noch den Umriss GKO wird in 
gerbview zuerst noch alles richtig angezeigt.
Beim export nach pcbnew muss ich dann auf zwei Lagen umstellen, und die 
Lagen passend zuordnen.

Und beim Import in PCBnew geht es dann durcheinander. Vorder- und 
Rückseite werden ohne Blinks dargestellt. Alles was Blink ist, wird zur 
Durchkontaktierung, und Pasten- und Umrisslayer sind verschwunden.

Wenn ich jetzt zurück nach Gerbview gehe, kann ich nur die zuerst 
eingelesene Lage noch sehen und weder an noch abschalten.....

Wenn ich mich nach den vorgeschlagenen 4 Kupferlagen richte, geht es 
noch schlimmer durcheinander.
Mein Verdacht war, das die Deutsche Übersetzung nicht stimmt ( Weil die 
Zuordnung .GBP und .GTP mit Pastenlayer oben/unten schon vertauscht 
erscheint). Darum habe ich auf Englisch umgeschaltet, und erhalte in 
komplett anderes Ergebnis von der Darstellung her in PCBnew, das aber 
auch falsch ist.

Genausowenig hilft es, wenn ich mich an die Originalen Bezeichnungen 
halte und .GKO weglasse, weil eine "Sperrfläche" hier wenig Sinn macht.


>
> Die SMD-Pads werden nicht erkannt. Daten siehe Dateianhang.
>
> Was läuft hier falsch?

Keine Ahnung, aber es scheint an Gerbview zu liegen, und an der 
Namensvergabe bzw. Lagenzuordnung.
Im Anhang findest Du eine Datei "GerberMuell.zip"

Da sind Gerberdateien enthalten, die ich aus PCBnew exportiert habe.
Ein Reimport via Gerbview liefert mir Muell.brd. Bis auf das Problem mit 
den Blinks, die zu Durchkontaktierungen werden, sieht das besser aus.

Hinweis: Ich habe alle Gerberdateien (aber die Bohrdatei nicht), 
gesammelt in Gerbview importiert. Dann nach PCBnew exportiert und dazu 
die Anzahl der Kupferlagen auf zwei gestellt und die Lagenzuordnung 
geradegebogen.

Dabei zeigt Gerbview wiederum andere Macken als mit Deinen Dateien. 
Sobald ich z.B. nach dem Exportieren auf "Zoom" gehe, habe ich keine 
Anzeige von den Gerberdatensätzen. Ich muss erst Gerbview schliessen und 
neu starten, bevor ich wieder was Sinnvolles damit machen kann.....

Ich denke, ich werde dazu was dazu in die Kicad-Usergroup ( 
http://tech.groups.yahoo.com/group/kicad-users/ ) schreiben und Deine 
und Meine Gerberdatensaetzte zu Testzwecken dazupacken.

Das Problem des Importes von Blinks kann ich mir so vorstellen, daß wir 
zwar erwarten, das kicad Pads als Pads in PCBnew reimportiert. Das ginge 
aber nur über eine Darstellung des Blinks als "Leiterbahn" oder aber als 
"echtes Pad". Eine "Leiterbahn" wäre aber nicht sehr sinnvoll, und die 
echten Pad daten können aus dem Gerberfile nicht rekonstruiert werden, 
weil die ja kontextabhängig zu anderen Lagen und dem Drillfile sind. 
Also wird ein Pad in allgemeinster Form als Durchkontaktierung 
eingebunden....
In diesem Punkte wäre also wesentlich mehr Aufwand an KI oder aber ein 
Benutzereingriff erforderlich.....

Für ein wirklich gutes "reverse ingeneering tool" müsste ich auch direkt 
zusammengehörige Pads markieren und als Footprint kennzeichnen können, 
mit manueller Angabe des Bohrdurchmessers bei THT.
Ebenso müsste ich Vias explizit manuell als Via kennzeichnen und 
ebenfalls den Bohrdurchmesser und eventuell welche Lagen angeschlossen 
sind bzw. welche Lagen gebohrt bzw. verbunden werden müssen.


Paralell dazu stellen dann die Draws Netzknoten für meinen Schaltplan 
dar, wobei sich dann die Verbindungen über die eben definierten 
Footprints ergeben, denen ich dann ebenso ein Symbol und einen Wert 
zuweisen müsste....

....eine nette Programmieraufgabe und etwas zu "sophisticatet" für einen 
Programmieranfänger wie mich.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Nachtrag zu Beitrag #2739329:


> Ich denke, ich werde dazu was dazu in die Kicad-Usergroup (
> http://tech.groups.yahoo.com/group/kicad-users/ ) schreiben und Deine
> und Meine Gerberdatensaetzte zu Testzwecken dazupacken.

Nachzu lesen hier: 
http://tech.groups.yahoo.com/group/kicad-users/message/12625


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Werner D. (dorni)


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Hallo Bernd,

vielen Dank für Deine Antwort. Es hat mit weiter geholfen.

Mein Einstieg in KiCad hatte nur eines zum Ziel. Ich wollte für den 
Leiterplattenhersteller eine Nutzenkonstruktion erstellen. Dies habe ich 
bisher immer noch auf einem WIN 95 Rechner mit Protel erstellt. Ich 
konnte also nur für die Nutzenkonstruktion die entsprechenden 
Gerberdaten erstellen.
In den Nutzenkonstruktionen lege ich auch die entsprechenden 
Passermarken für den Schablonendrucker und den Bestückungsautomaten 
fest.

Mit freundlichem Gruß
Werner

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Werner.


> vielen Dank für Deine Antwort. Es hat mit weiter geholfen.

Gern geschehen. Aber ich fürchte, das "weitergeholfen" bedeutet 
lediglich, das Du erkannt hast, das es für Deinen Zweck nicht geht.


>
> Mein Einstieg in KiCad hatte nur eines zum Ziel. Ich wollte für den
> Leiterplattenhersteller eine Nutzenkonstruktion erstellen. Dies habe ich
> bisher immer noch auf einem WIN 95 Rechner mit Protel erstellt. Ich
> konnte also nur für die Nutzenkonstruktion die entsprechenden
> Gerberdaten erstellen.

Schade eigentlich. Aber knapp daneben ist auch vorbei.

> In den Nutzenkonstruktionen lege ich auch die entsprechenden
> Passermarken für den Schablonendrucker und den Bestückungsautomaten
> fest.

Ja, das hätte gut gepasst. Passemarken hättest Du natürlich dann gut 
einfügen können. Und manchmal sind auch noch Füllstrukturen am Rand für 
die Kontaktierung in der Galvanik nötig.

Jedenfalls eine Motivation mehr, um mit meinem eigenen Gerberdaten 
Projekt weiterzumachen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http;www.dl0dg.de

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