Zerstörungskraft von Sonnenstürmen?

OP #2742320
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Obwohl ich mich gern und viel mit Naturwissenschaften befasse, wie 
sicher viele von euch, bin ich bei dem Phänomen der Sonnenstürme und 
deren Auswirkungen auf die Irdische Technik noch nicht wirklich mit 
einer vernünftigen Erklärung versorgt worden.

Im aktuellen Heft "National Geographic" ist wiedermal ein schöner 
Artikel über Sonnenstürme, deren Enteckung, Frühwarnsysteme etc. zu 
bestaunen.

Es wird dort auch wieder darüber berichtet, wie Sonnenstürme bei Ankunft 
auf der Erdatmosphäre  wirken.

Stromversorgungsnetze fallen aus, ( wie 1989 in Kanada ) Umspannwerke 
brennen durch, und viele andere elektrische Systeme werden gestört oder 
sogar zerstört.
Das alles liest und hört man oft, aber eigentlich nie eine Erklärung 
warum das so ist.

In der höheren Atmosphäre fliessen in so einem Fall wohl starke Ströme, 
aber was hat das mit Leitungsnetzen ( Starkstromelektrik! ) auf der 
Erdobefläche zu tun?
Warum werden die beschädigt?

Das ein empfindlicher Satellit ausserhalb der Ionosphäre leidet ist 
schon noch verständlich, aber wenn hier unten Starkstromnetze abrauchen, 
warum ist mein Handy dann noch heile, und warum ist in meinem Auto noch 
alles OK?
OP #2742336
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@ Michael k-punkt,

ja, das habe ich ja auch schon gedacht, ist ja naheliegend.
Aber eine nenneswerte Induktion findet ja nur bei einer "schnellen" 
Änderung des Feldes statt.
Das ein Sonnensturm ausreichend schnelle Änderungen hervorruft, kann ich 
mir aber nicht vorstellen. Das ganze Auf- und Ab müsste sich doch da 
wohl eher in Bereichen von mehreren Minuten abspielen ( oder? ).
Also viel zu langsam, um solche Induktionsströme zu erzeugen.
Da würde ich naturgemäss einen Blitzschlag für potenter halten, was 
lokal ja auch zutrifft.
#2742474
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Auch wenn die Staerke des Sonnenwindes hinreichend langsam aendert, 
ergibt sich in der Atmosphaere ein Plasma mit allen seinen nichtlinearen 
Effekten. Da gibt es nahezu beliebige Mechanismen, die auf einer viel 
kuerzeren Zeitskala ablaufen. Ein geladener Teilchenstrom erzeugt zB ein 
eigenes Magnetfeld, welches den Fluss zusammendrueckt, was das 
Magnetfeld erhoeht. Irgendwann wird der Teilchenstrom abgewuergt, und 
reflektiert, was das Magnetfeld zusammenbrechen laesst. Und so 
wiederholt sich diese Instabilitaet. Mit welcher Geschwindigkeit ? Mit 
der Geschwindigkeit des Teilchenstromes und der Ausdehnung des Effektes. 
Dh trotz eines fast konstanten Stromes mit langsamer Aenderung kann man 
kHz bis MHz erhalten.
#2742584
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So wie ich das verstanden habe, durchfliessen sehr viele geladene 
Teilchen eine Leiterschleife und induzieren dabei eine Spannung. Die 
Spannung ist sehr hoch, weil einerseits die Fläche sehr groß ist - ich 
stell mir da so 1000 x 1000 km in Kanada vor. Andererseits ist wohl auch 
die Anzahl der Teilchen astronomisch.

Dagegen spricht natürlich die langsame Änderung der Durchflutung. Ich 
wollte das schon mal durchrechnen, aber es sind so viele Unbekannte 
drin.

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