Hallo
Wenn Du DSP-Anwendungen realisieren möchtest, dann sind FPGAs
notwendig, die 18x18 Multiplizierer (DSP-Einheiten) besitzen.
Du sagst Dein System soll mit 300 MHz laufen. Das wirst Du nie
hinbekommen, denn um so mehr Logik Du verbrauchst, desto schwieriger
wird das Plazireren und Routen der Bauelemente. Die 300 MHz die vom
Hersteller angegeben werden, gelten deshalb nur für sehr kleine
Logikblöcke.
Aber das ist ja auch nicht so schlimm, denn wenn Du z.B. einen FPGA
kaufst der sehr viele DSP-Eineheiten besitzt, dann kannst Du diese
parallel arbeiten lassen.
z.B. wenn Du einen Filter 64. Ordnung realisieren möchtest, dann
benötigst Du ja auch 64 Muliplikationen und die ganzen Ergebnisse
müssen aschließend zu einer Summe zusammengefasst werden. Soviel ich
weiß muss man bei einem DSP alles nacheinander berechnen, beim FPGA
jedoch baut man die Logik so auf, dass alle Multiplikationen
gleichzeitig erledigt werden. Das sparrt enorm viel Taktzyklen und vor
allem Verarbeitungszeit.
Demnach kann man einen FPGA mit einem DSP nicht so einfach
vergleichen.
Während Du die DSP-Berechnung machst, kannst Du sogar gleichzeitig
einen AD-Wandler ansteuern, die Ergebnisse über Schnittstellen ausgeben
und irgendwelche Sensoren abfragen.
Alles das muss man beim DSP mit Interrups erledigen. (beim FPGA läuft
das ohne Probleme nebenbei)
Ich hoffe es hat Dir ein wenig geholfen
Michael