Hallo,
da ich die entsprechenden Profibegriffe nicht kenne, hat sich bei einer
Suche leider nichts Passendes finden lassen. Mein
Elektrotechnik-Laiengefühl sagt mir aber, dass es zu meinem folgenden
Problem eine einfache Lösung geben muss:
Ich habe zwei Steuerboards, die mir jeweils ein Regelsignal zwischen
0-10V ausgeben. Damit möchte ich eine Pumpe mit entsprechendem 0-10V
Regeleingang regeln. Mit einem Board klappt das auch wunderbar. Nun
würde ich die Steuerboards gerne so zusammen schalten, dass die Pumpe
immer das jeweils größere Spannungssignal bekommt. D.h. z.B. wenn Board
1 4V ausgibt und Board 2 6V soll die Pumpe das 6V Signal bekommen. Mir
wäre eine möglichst simple Lösung lieb.
Könnt Ihr mir weiterhelfen?
Vielen Dank,
Gruß, Paul
Warum gibts denn auf einmal zwei Steuerboards für die Pumpe wenn
ursprünglich nur eins vorgesehen war?
Zwei Dioden ist wohl das simpelste, ansonsten gibt es wohl noch total
kniffige Schaltungen, die die Pegel vergleichen und auf das Board mit
dem höheren Pegel schalten aber ich vermute hier ins Blaue und sage, das
wird dir zu kompliziert sein.
Hallo,
danke für die ersten schnellen Antworten!
1) Da bin ich zu dumm für, wie ist das mit den zwei Dioden gemeint?
Hättest Du ein Schaltbild?
2) Ich möchte zwei Solarthermiekollektoren (nachgeführte Technik)
parallel mit einer Pumpe betreiben. Die Kollektoren sind nicht genau
gleich leistungsfähig, bzw. einer könnte auch einmal aus der Sonne
fahren. Damit die Pumpe nicht einfach langsamer fährt oder stoppt, was
sehr kritisch ist, sollen beide Kollektoren Ihren Bedarf an die Pumpe
melden und der jeweils höhere soll das 'Sagen' haben.
Bitte habt Geduld mit einem Nicht-Elektrotechniker,
danke,
Gruß, Paul
Du nimmst Dir eine Doppel-Schottky-Diode mit gemeinsamer Kathode und
schließt dann beide Eingangssignale an die Anoden an - das
Ausgangssignal greifst Du an der Kathode ab.
Ok, danke.
Nach Anlesen, was eine Schottky-Diode ausmacht, verstehe ich das so:
Je höher die Spannung an einer Schottky-Diode in der Durchlassrichtung
ist, desto schmaler wird die Sperrzone und desto mehr Elektronen fließen
durch und die entsprechende Spannung wird durchgegeben. Bei der
Doppel-Schottky-Diode richtet sich die Breite der Sperrzone nach der
größeren Spannung, die an den Anoden anliegt. D.h. bei z.B. 4V und 6V an
den Anoden ist die Breite der Sperrzone den 6V entsprechend und damit an
der Kathode 6V. Stimmt das oder war das anders gemeint?
Falls ja, muss ich vermutlich eine Schottkydiode nehmen, die für max.
10V ist?
Danke,
Gruß, Paul
Das stimmt zwar im Groben was du schreibst (und auch löblich dass du das
durchgelesen hast) aber es ist viel einfacher:
Eine Diode lässt den Strom nur in eine Richtung durch, wie ein Ventil
praktisch.
Wenn du deine Steuerungen beide an die Pumpe klemmen würdest, dann
würden die 6V der einen Steuerung in die andere rein fließen, die nur 4V
liefert, was unerwünschte Nebenwirkungen, ggf. sogar einen Defekt (eher
unwahrscheinlich) verursachen kann.
Wenn du nun vor jede Steuerung eine Diode setzt:
6V------|>|---+
+------ 5,xV
4V------|>|---+
So kann der Strom nicht in das andere Steuergerät zurückfließen.
ABER: an einer normalen Diode fallen i.d.R. 0,7V ab, so dass nur 5,3V an
der Pumpe ankommen. Bei einer Schottky-Diode ist der Spannungsabfall
0,1-0,3V
Deshalb solltest du besser so eine verwenden
Gruß
Roland
Hallo Roland,
danke für die ausführlichere Erklärung. So einfach ist es also. Ich
dachte irrtümlich, dass zwei parallel-geschaltete Spannungsquellen
irgendeine Art Mischspannung ergeben. Jetzt weiß ich wieder mehr, super!
Das mit dem Spannungsabfall ist kein Problem. Ich kann es durch die
Programmierung der Steuerboards abfangen, indem ich einfach die Signale
um den Spannungsabfall erhöhe.
Nochmal schönen Dank für die Hilfen,
Gruß, Paul
Wie schnell sich doch Probleme erledigt haben.
Den Temperaturdrift (absolut) wirst Du nicht ausgleichen können.
Zum Glück haben beide Dioden wenigstens (auf einem Die) ungefähr die
gleiche Vorwärtsspannung über Temperatur gesehen.