Gast
#2805268
Hallo, folgendes Szenario wird beschrieben Trafo wird ausgeschaltet, Kern behält Restmagetisierung. Spannung wird beim Nulldurchgang zugeschaltet, und zwar so dass die Restmagetisierung verstärkt wird. => Problem ist zu hoher Einschaltstrom. Argumentation ist: Kern in Sättigung => Induktivität sehr gering u = L * di/dt u durch Netz vorgegeben, i(t=0)=0, L gering => di/dt groß, i aufintegriert Weiterhin wird behauptet, dass zuschalten im Spannungsmaximum (in der Spannungsrichtung so, dass Restmagnetisierung ebenfalls verstärkend) einen etwas geringeren Einschaltstrom zur Folge hat. Nach der Formel oben ist doch einfach die Zeit entscheidend, damit Integrall über di/dt keinen zu hohen Wert erreicht. Zuschalten im "Spannungsmaximum" müsste doch demnach nicht notwendig sein, oder sehe ich das falsch? Eine wichtige Frage noch zum Schluss. Mir ist nicht ganz klar, wieso die Induktivität kleiner wird, wenn Restmagnetisierung bleibt. Wenn ich Spulenmodel zugrunde lege, dann W = 0.5*L*I^2 = 0.5*B*H*A*l mit H = N*I/l => L = u0*u*N^2/l*A W = magn. Energie der Spule A = Fläche der Spule l = hohe der Spule N = Anzahl der Windungen u = permeabilität Mache ich den Fehler darin, dass ich die Permeabilität als konstant ansehe? In Wirklichkeit ist sie vom H Feld abhängig? Dann ergibt sich ja diese B über H Hysterekurve, mit u Steigung bei sehr kleinen H. Gruß, Daniel