Hallo,
also mit einer erschöpfenden Antwort könntest Du das Forum
hier sprengen.
Für das Thema Timing-Constraints werden ganze Seminare
angeboten (Bsp 2 tage : 800 EUR) - also erwarte nicht,
dass man das hier umfassend erklärt bekommt.
Wozu braucht man die ?
Auf jeden Fall nicht für die Simulation, sondern für den
Timing-Analyzer, der nach der Synthese im Design nachschaut,
ob es Timing-Verletzungen gibt.
Beispiel:
ein 64 bit Zähler soll mit 100 MHz von Null hochzählen
und bei einem bestimmten Wert wieder von 0 anfangen.
Dafür wird ein 64bit Komparator gebraucht, der den Zählerwert
z.B. mit einer Konstanten vergleicht.
Die Laufzeit vom Zähler durch den Komparator zurück zum
Zähler-Set-Eingang darf nur 10ns betragen, sonst schaffst
Du den Vergleich nicht zwischen 2 Takten!
Also setzt Du auf das Clock-Signal ein Timing-Constraint von 100MHz.
Jetzt ist der Timing-Analyzer in der Lage, am Ende eine
Fehlermeldung zu bringen, falls der Vergleich zu lange dauert.
Eine Synthese ohne Timing-Contraints kann "tödlich" sein, die
Kunst besteht darin, alle kritischen Timings zu erkennen und
entsprechend durch Constraints abzusichern.
Schau auch mal in die Doku der XILINX WebPack-Software,
"Constraints Editor", dort ist alles erklärt !