Hallo Jens,
das hört sich wie eine Studien-/Diplomarbeit an, also eine
Einzelanfertigung. Für den Prototypenbau solltest Du überdimensionieren,
d. h. "zu gut" bauen, damit sich nicht unerwartete Fehler einschleichen.
Erst bei größerer Erfahrung mit der Schaltung (Serienproduktion), bietet
es sich an, in Richtung Preis zu optimieren.
Normalerweise verwendest Du zur Verstärkung für eine solche Schaltung
einen Differenzverstärker wie beispielsweise einen INA129
(http://www.ti.com/product/ina129).
Wenn Du mit einem µC arbeiten wolltest, könntest Du auch einen
AD-Wandler mit integriertem Vorverstärker nehmen (beispielsweise
ADS1231, http://www.ti.com/lit/ds/symlink/ads1231.pdf); dann würden die
Daten gleich digitalisiert. Für den Einstieg ist die Verwendung einer
Meßkarte aber sicherlich einfacher.
Beim Einlesen der Daten mußt im wesentlichen darauf achten, daß Du das
Abtasttheorem einhältst. Wenn Du bsp. einmal pro Sekunde die Temperatur
mißt, sollte die Grenzfrequenz Deines Sensors 1/2 Hz nicht übersteigen.
Im Falle des Temperatursensors ist das relativ unkritisch, da der
Tiefpaß gewissermaßen schon im Sensor mit eingebaut ist. Du speist die
Widerstände über eine Gleichspannungsversorgung (gut wäre die Verwendung
eines Linearreglers), für die die Grenzfrequenz idealerweise bei 0 Hz
liegt. Die Bandbreite des Temperatursignals kommt dann nur durch die
Temperatur selbst zustande, die in aller Regel sehr träge ist.
Praktisch gesehen dürften Dich die 50 Hz der Netzspannung am meisten
stören. Ich würde wahscheinlich den INA129 zum Verstärken nehmen, das
Signal mit einem einfachen RC-Glied (z. B. 5 Hz Grenzfrequenz) filtern
und nochmal über einen driftarmen nichtinvertierenden Verstärker mit der
Verstärkung 1 auf die Anschlußleitung zum PC geben.
Wenn Du einen Schaltungsentwurf hast, kannst Du sie ja mal zum
durchsehen posten.
Viele Grüße
Michael
> Danke für die Rückmeldung,
>
> Es steht bei mir eine Brückenschaltung(Viertelbrücken), wo einer
> Temperatursensor aufgebaut ist. ich ändere ständig die Raumtemperatur,
> so dass die Wert des Widerstandes von Sensor sich verändert.Diese
> Veränderung des Widerstandes hat zur Folge die Änderung der
> Ausgangsspannung der Brückenschaltung.
> In einem Analogeingang-DSpace-Karte(AD-Wandler mit 16-Bit auslösung,+-5V
> Input ) möchte ich die gemessenen Ausgangsspannungen dieser
> Brückenschaltung ständig einlesen. Die Ausgangsspannugen liegen leider
> im mV-Bereich. Das Signal(Ausgangsspannung) möchte ich erstes mal mit
> einem Verstärkungsfaktor von 1000 verstärken , dann filtern und später
> in die DSpace-Karte einlesen.
> Meine Frage ist,für die Auswahl des Filters was muss ich beachten? Was
> sind die bedingungen um den Filter zu bauen?
>
> danke