Hallo,
ich habe mir ein Oszilloskop gekauft und will nun messen, ob der µC
Daten sendet. Mein Oszi hat zwei Kanäle und eine ext. Triggerung.
Muss ich da die ext. Triggerung verwenden und wie /wo wird die am µC
angeschlossen, damit ich z.B den UART des µC kontrollieren kann.
Grüße Max
Ich habe mir einen Porsche gekauft, wo ist das Gaspedal?
Ne, mal im Ernst, lag da keine Anleitung bei? Du wirst vermutlich ohne
ext. Trigger auskommen, da auch direkt vom Signal getriggert werden
kann - dazu müsste es allerdings einen Schalter geben. Typisch wäre da
die Auswahl Ch1/Ch2/Ch1+2/Ext.
Nö, die externe Triggerung ist nicht unbedingt erforderlich, um die von
einer UART gesendeten Daten zu sehen. Tastkopfspitze an Datenleitung,
Tastkopfmasse an Masse anschließen, Vertikalverstärker auf 0.1V/cm (bei
1:10 Tastkopf), Zeitablenkung je nach Baudrate einstellen.
Bei 9600 Baud benötigt ein übertragenes Zeichen etwa 1 msec, daher
erscheint eine Zeitablenkung von 100 µsec/cm geeignet, um ein einzelnes
Zeichen darzustellen.
DC-Kopplung und interne Triggerung ebenfalls mit DC-Kopplung
auswählen.
Solltest Du statt der UART-Leitung des µC eine mit V24-Pegeln messen
wollen, dann solltest Du den Vertikalverstärker entsprechend schwächer
einstellen (0.5V/cm).
Hallo,
es lag keine Anleitung bei, da ich es gebraucht gekauft habe. Ich habe
auch das Buch Wie messe ich mit dem Oszilloskop. Nur is das für mich im
Moment noch nicht so ganz verständlich(;
Jetzt versuche ich halt durch ausprobieren verschieder Schaltungen
hinter die Funktionen des Oszis zu kommen, damit ich es auch dann
richtig einsetzen kann
Hi,
an dem Oszi ist doch sicher auch so eine kleine Metallöse dran. Da
kannst Du mal abwechselnd Kanal1 und Kanal2 dranhängen, und dann mal an
den Einstellungen rumspielen. Diese Öse ist zum kalibrieren der
Tastköppe gedacht, und es wird eine Rechteckspg. rauskommen mit z.B.
1Vpp/1KHz oder so.
Probier halt mal rum
ts
Bei Hameg-Oszilloskopen sind statt der Metallöse zwei Buchsen
vorgesehen, in die man die Tastkopfspitze hineinstecken kann. An den
Buchsen liegen unterschiedliche Spannungen an, die (Rechteck-)Frequenz
kann mit einem Druckschalter in der Nähe umgeschaltet werden.
Was isses denn genau für ein Oszilloskop?
@Lord
> Ne, mal im Ernst, lag da keine Anleitung bei?
Jetzt aber mal wirklich im Ernst, zeig mir mal eine Oszianleitung, die
eine Antwort auf die hier gestellte Frage liefert. Nach dem Motto:
FAQ:
1. Ich möchte die UART meines µC kontrollieren, was muß ich tun?
....
oder
Troubleshooting:
1. Ich kann die UART nicht kontrollieren, woran liegt es?
....
Die Anleitung soll natürlich nicht explizit die Frage nach der Messung
am UART erklären.
Aber wenn sich der Nutzer ersteinmal ein grundlegendes Bild von den
Möglichkeiten des Gerätes, den nötigen bzw. möglichen Einstellungen
aller Schalter und den daraus resultierenden Ergebnissen gemacht hat,
dann kann er sich die Frage weitestgehend selbst beantworten. So ein
Oszi ist ein Messgerät, bei dem man ein "Gefühl" dafür entwickeln
muss, was man wie misst.
@Max:
Damit hatte ich gerechnet. So etwas kommt hier leider häufiger vor.
Trotzdem noch viel Erfolg mit Deinem HM605 - anständiges Gerät, wenn Du
auch noch anständige Tastköpfe verwendest, wirst Du damit viel lernen
können.
Hallo Max!
Ein Oszi ist in erster Linie ein Gerät mit dem sich wiederholende
Signalformen darstellen lassen, gedacht in erster Linie für analoge
Signale wie z.B. Sinuswellen. Bau mal ne kleine Oszillatorschaltung und
miß an den verschiedenen Punkten...
Einen UART kann man mit einem Oszi natürlich auch prüfen, aber eben
mehr PRÜFEN als MESSEN. Bei einem UART werden zwar in gewisser Weise
wiederholende Signale gesendet (Start/Stopbit), aber der eigentliche
Datenteil, der zur Fehlersuche interessant wird, ist ja nach Datenstrom
nur schwer zu analysieren. Das Oszio hilft aber trotzdem bei Fragen wie
Baudrate u.ä. Für eine komplette Datenanalyse empfielt sich im
Digitalbereich ein Logikanalyser oder zumindest ein Speicheroszi.
Auf jeden Fall aber mal das Manual lesen, wie eigentlich bei jedem
komplexeren Gerät zu empfehlen. Muß mich auch immer wieder zu so etwas
zwingen, aber gerade bei Markengeräten sind die Manuals recht
hilfreich.
Gralf