Merkwürdiges Oszillogramm

Gast #209346
Hallo,

ich bastel gerade mit Quarzoszillatoren ´rum. Wenn ich die
Ausgangsspannung von einem 8-MHz-Oszillator messe, dann sehe ich
was Rechteckähnliches bei ca. 22 Hz und dann natürlich die gewünschte
Schwingung bei 8 MHz.

Das Oszi ist ein Tektronix 2430, hab ich noch nicht so lange, und mit
den ganzen "Komfortfunktionen" bin ich noch nicht so vertraut.

Die Frage, die mich nun beschäftigt, ist woher die 22Hz kommen.
Bedinfehler am Oszi? Vielleicht weiß´von euch ja jemand Rat.

Gruß,
Harald
Gast
Ist das nicht einfach nur die "Anregwechselspannung" oder wie auch
immer die offiziell heißen mag, die den Quarz letztendlich in
Schwingung versetzt?
Gast
Da sieht man dass man eben nicht immer alles glauben sollte, was das
Oszi ausgibt. siehe dazu
http://www.dsptutor.freeuk.com/aliasing/AliasingDemo.html

mit Digital Phosphor könnte man das umgehen, aber das ist für die
meisten Hobby-User doch zu teuer.

Ich nutze deswegen immer noch ein Analog-Oszi und kein DSO für 2000
Euro oder so. Sieht man zwar keine Ereignisse, die nur einmal auftreten
...

- cl
Gast
C.Lechner:

>IMHO ist das 2430 ein Digital-Speicheroszi, stimmt das?
>Was für eine Zeitskala verwendest Du wenn du die 22 Hz siehst?

Werd ich, wenn ich heute Abend wieder daheim bin nachschauen. Übrigens
war ich nach dem Kauf des Gerätes ein wenig überrascht, daß man es nur
als DSO betreiben kann. Von Hameg, Gould und Philips war ich bisher
gewohnt, daß der Speicher abschaltbar ist.

Das ´mit dem Aliasing ist wohl tatsächlihc des Pudels Kern. Deßhalb
triggert der das 22Hz-Signal auch nicht ordentlich...

>mit Digital Phosphor könnte man das umgehen, aber das ist für die
>meisten Hobby-User doch zu teuer.

Hab´schon eines mal unter den Fingern gehabt, als Praktikant. Leider
ging aber bis heute an mir vorbei, was eigentlich der Witz an der
Phosphor-Technologie ist... ...eigentlich dachte ich, daß es dabei nur
um die Mehrfarbigkeit ginge (Farb-LCDs in einer solchen Auflösung waren
zu meiner Praktizeit noch nicht am Markt, daher war der Schluß
naheliegend). Kannst du mich aufklären?

Gruß,
Harald
Gast
Bei DPOs gibt die Helligkeit/Farbe der einzelnen Pixel Auskunft darüber,
wie oft das betreffende Pixel in einer gewissen Zeit (z.B. 5s oder auch
unendlich) "überstrichen" wurde (imaginärer Elektronenstrahl). Ist
bisschen schwer zu erklären, siehe
http://www.tek.com/Measurement/App_Notes/XYZs/deu/03G_8605_2.pdf ab
Seite 17. Auf jeden Fall sieht man Glitches etc. Super wenn die Zeit
über die er sammelt auf unendlich gestellt wird und das Fading
deaktiviert wird.

Ist also wie bei einem Analog-Oszi, wo die Helligkeit ebenfalls
Auskunft darüber gibt, ob eine Stelle ständig erreicht wird oder
manchmal oder auch nie.

- cl

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