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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Brandschutz bei Temperaturmessung


Autor: Hans (Gast)
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Hallo Community,

mit einem (bzw. mehreren) DS18B20 - Sensoren muss ich die Temperatur
von Getreide messen. Die Sensoren befinden sich dabei in direktem
Kontakt mit dem Getreide (mit Schrumpfschlauch umhüllt). Was kann man
schaltungstechnisch tun, um die Brandgefahr bei einem Fehler am Sensor
möglichst zu unterbinden? Helfen da strombegrenzende Widerstände in
Reihe zu den Sensoren? Die DS1820 werden regulär versorgt (kein parasit
power) und die gesamte Schaltung ist selbstverständlich mit einer
Feinsicherung abgesichert.

Vielen Dank für Euren Input!

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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.

  "Die Sensoren befinden sich dabei in direktem
  Kontakt mit dem Getreide (mit Schrumpfschlauch umhüllt)."

Das würde ich ändern. Übliches hermetisch dichtes
Edelstahlsensorgehäuse verwenden; der Schrumpfschlauch wird durch
längeren Kontakt zum Getreide sicherlich nicht besser.

Autor: Sven (Gast)
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>>der Schrumpfschlauch wird durch
längeren Kontakt zum Getreide sicherlich nicht besser.

Und lebensmitteltauglich ist das auch nicht, oder?

Einen Test machen, wie stark sich der Sensor (voll eingetaucht) bei
welcher Energiezufuhr (über extra Widerstand) im endgültigen Gehäuse
(Edelstahl oder Schrumpfschlauch haben andere Wärmeleitung) erwärmt.
Grenzwert für Temperatur festlegen, daraus maximal zulässige
Leistungszufuhr ableiten. Strombegrenzung (nicht Widerstand, sondern
Stromquelle oder elektronische Sicherung) so festlegen, dass im
Fehlerfall (alle Leistung in einen Sensor) die maximal zulässige
Leistungszufuhr nicht überschritten wird, eventuell die Sensoren in
Gruppen einteilen und auf mehrere Strombegrenzungen verteilen.
Datenleitung ebenfalls absichern, hier dürfte Widerstand genügen.

Du mußt halt herausbekommen, wieviel Leistung in einem Sensor verbraten
werden kann, ohne dass unter extremen Bedingungen (Sensor voll
eingetaucht, Getreide trocken, event. Staub, Dreckschicht) eine
kritische Temperatur überschritten wird.

Würd ich mal sagen.

Sven

PS: Was spricht gegen PT1000 oder KTY, brauchen keine extra
Stromversorgung, im Fehlerfall ist die Erwärmung minimal oder gar nicht
vorhanden.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"Was kann man schaltungstechnisch tun, um die Brandgefahr bei einem
Fehler am Sensor möglichst zu unterbinden? Helfen da strombegrenzende
Widerstände in Reihe zu den Sensoren? Die DS1820 werden regulär
versorgt"


Was ist regulär, ein 50A-Netzteil ?

Ich nehme immer 78L05 zur Versorgung, da können max 100mA fließen,
keine Brandgefahr.

Kannst ja noch ne 50mA flinke Sicherung davorschalten, die reicht dann
für 50 Sensoren (Imax = 1mA).

Parasite Power geht doch einwandfrei, was hast Du dagegen ?


Peter

Autor: Hans (Gast)
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Wow, das ging ja flott... Danke für die Antworten!

@ Rufus:
Edelstahl wäre natürlich schöner als ein Schrumpfschlauch. Wo kann man
denn solche Sensorgehäuse beziehen?

@ Sven:
Ob Schrumpfschlauch lebensmitteltauglich ist, kann ich nicht sagen.
Allerdings wird das Getreide nicht direkt zur Lebensmittel -
Herstellung, sondern zur Tierfütterung verwendet (also indirekte
Lebensmittelherstellung ;-) ).

@ Peter:
Als Spannungsregler verwende ich wahrscheinlich auch einen 78L05. Der
Bus beinhaltet 5 Sensoren und ist ca. 25m lang. Hab zuerst an einen
Begrenzungswiderstand gedacht, um auf Nummer sicher zu gehen, oder ist
das hier wirklich überflüssig.
Evtl. ist auch eine Busabschaltung per Software möglich, sofern ein
Sensor Amok läuft. 100% Sicherheit gibt's nicht, ist mir völlig klar!

Autor: Michael B. (Gast)
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Mit einem Infrarot Sensor die Temperatur berührungslos messen.

Autor: Transi (Gast)
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Vielleicht ist das jetzt zu weit gegriffen, aber fällt deine Schaltung
nicht vielleicht sogar unter den Überbegriff "Explosionsschutz und
Staubschutz". Wenn dein Gerät z.B. in einer Mühle eingesetzt wird,
kann es sehr wohl sein, dass du Staubschutz zu berücksichtigen hast.
Sollte das der Fall sein, dann kommt es auf die Zone an, in der deine
Sensoren und deine Elektronik sitzt. Falls du das berücksichtigen
müsstes, sind je nach Zone auch Fehlerszenarios durchzuspielen und es
darf immer noch nichts passieren wenn ein oder gar zwei Fehler
auftreten. Zudem bräuchte dein Gerät dann eine Bauartzulassung.
Vielleicht reicht aber auch eine Konformitätserklärung des Herstellers
(Dir). Eine Möglichkeit Explosions- und Staubschutz zu realisieren sind
z.B. „Eigensichere Stromkreise“.

War nur so ein Gedanke.

Gruss

Transi.

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