Ich finde es echt teuer.
Wenn du etwas Plan von Elektronik hast würde ich dir Raten etwas Geld in
einen originalen Programmer zu investieren und dir Schaltungen
vielleicht über ein Steckbrett zusammen zu stecken.
Da bleibst du absolut flexibel und gibst am Ende vielleicht nicht mal
50€ aus.
Ich habe mit dem Launchpad von TI angefangen, das ist relativ billig
(nichtmal 5Euro!) in der Anschaffung und für erste kleine Projekte
reicht das auch aus. Du kannst da relativ einfach auch mit dem
Steckbrett Hardware dafür zusammenstecken.
Jonas Enderlin schrieb:> ist relativ billig> (nichtmal 5Euro!) in der Anschaffung und für erste kleine Projekte> reicht das auch aus
Ich schließe mich an. Das Launchpad ist ein Volltreffer. Da kann man
nichts verfusen und es ist alles onboard: Programer, Debugger,
Portanschlüsse, COM über USB. Also Perfekt für Anfänger. Und alles für
5€.
Ich habe auch mit selbstaufbauten angefangen.
Also Steckbrett und dann alles selber aufgebaut.
Kann man machen wenn man sich gut mit Elektronik auskennt.
Wobei ich heute jedem Anfänger der in erster Linie Programmieren möchte
nur davon abraten würde.
Die Boards sind heutzutage dermaßen günstig geworden.
Sei es ein Launchpad(was es ja mittlerweile auch in einer
Piccolo-Version gibt), ein LPCXpresso oder ein STMDiscovery.
Vorteil ist das man für sehr kleines Geld ein FERTIGES Board inkl.
Debugger bekommt. Dann heißt es eigenlich nur noch anstecken und los
geht es mit dem Programmieren. Vorallem wird zu allen 3 Boards sehr viel
Beispielcode mitgeliefert das eigentlich vieles sofort läuft.
Wie oft habe ich Fehler im Code gesucht und dann festgestellt dass was
mit meiner Schaltung nicht mehr gestimmt hat (z.B. durch ein
rausgerutschtes Drähtchen im Steckbrett).
Wenn es noch eine Stufe höher sein darf und man sich gleich einen
kleinen Webserver o.ä. basteln möchte...dann sollte man einen Blick auf
die XMC Boards von Infineon werfen:
http://www.infineon.com/cms/de/product/microcontrollers/32-bit-xmc4000-industrial-microcontrollers-arm%C2%AE-cortex%E2%84%A2-m4/xmc4000-development-tools,-software-and-kits/xmc4500-relax/relax-lite-kit/channel.html?channel=db3a30433a747525013a97f6e265721e
Vergiss die AVR's
Zu Teuer
Zu langsam
Zu Klein
Für das Geld was du da ausgeben musst bekommst du bei dem aktuellen
Cortex Derivaten ein viel besseres Preis/Leistungsverhältnis.
Zb das genannte Launchpad von TI oder diese Discovery Boards von STM.
Abgesehen davon bist du mit dem Cortex auf dem Stand der Technik der in
der Industrie in der breite eingesetzt wird.
Ja ich weiß da laufen auch noch ein paar AVR's . Aber damit fängt keiner
mehr ernsthaft was neues an.
Ralph schrieb:> Ja ich weiß da laufen auch noch ein paar AVR's . Aber damit fängt keiner> mehr ernsthaft was neues an.
Vielleicht sollte ich mir mal ein kleines Gerät bauen, was die Gruppe
hier überwacht und schon mal anfängt, mir Popcorn zu bereiten, wenn
grade wieder mal das für und wider AVR <-> ARM diskutiert wird. :-)
Sabine
Das AVR GCC Tutorial hier auf der Startseite ist spitze. Brauchst
eigentlich nur noch einen AVR dazu - typischer Einsteiger-uC ist der
ATmega8. Programmer und Board bekommst Du sicherlich hier im Shop. Die
IDE gibts bei Atmel und nennt sich AVR-Studio. Bin nicht sicher ob da
auch Compiler/Linker dabei sind. Falls nicht, nimmt man gewöhnlich
WinAVR. Alles kostenlos bis aufs Board und den Programmer natürlich.
David schrieb:> Vielen Dank für eure Vorschläge, wie gut muss ich mich denn mit> Elektronik auskennen um mir so ein Launchpad zu kaufen?
Programmierung ist für dich ja kein Problem und auf dem Board ist alles
Notwendige darauf. Die Spannungsversorgung kommt über USB. Bei TI kannst
du IDEs laden und dir Beispiele holen.
Ergo sind keine Elektronikkenntnisse erforderlich. Aber du willst mit
dem Ding später messen, steuern und regeln und irgendetwas anschließen.
Dann wirds natürlich elektronisch.
Sabine Wolf schrieb:> Vielleicht sollte ich mir mal ein kleines Gerät bauen, was die Gruppe> hier überwacht und schon mal anfängt, mir Popcorn zu bereiten, wenn> grade wieder mal das für und wider AVR <-> ARM diskutiert wird. :-)
Yep, sag, wenn Du fertig bist und schick mir die Pläne, dann bau ich mir
auch eins ;-)
Hallo David,
hier meine persönliche Meinung / mein Rat:
- Der Kauf des myAVR-Gesamtpaketes ist sicherlich zu teuer. Für den
ersten Einstieg reicht ein myAVR MK2 Bausatz völlig aus - vorausgesetzt
Du kannst löten und hat einen Lötkolben - ansonsten nimm das fertig
aufgebaute Modul. Ich habe damit ebenfalls angefangen und diesen Weg
nicht bereut. Du kannst Dir mit diesem Board alle "Grundgebiete" des
Mikrocontrollers erarbeiten: I/O, Timer, Interrupts, A/D-Konvertierung,
UART, PWM, ...
Für die ersten Erfolgserlebnisse startest Du mit der Demo-Software von
myAVR und schwenkst dann sehr bald zum avrstudio von Atmel - alles
kostenlos und legal. Außerdem ist das auf dem Board aufgesetzte mySmart
USB-Modul Gold wert und kann auch später vielfältigst verwendet werden,
enthält es doch einen sehr gut funktionierenden USB->RS232 Konverter
sowie ein ISP-Programmer, der ebenfalls zuverlässig funktioniert.
- Das übriggebliebene Geld steckst Du unbedingt in folgendes Buch:
http://www.amazon.de/Mikrocomputertechnik-Controllern-Atmel-AVR-RISC-Familie-Programmierung/dp/3486589881/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1353840867&sr=8-1
Das Buch ist (bis auf das Kapitel mit der Einführung in C - aber das
kannst Du ja schon) unglaublich gut und führt Dich detailliert in den
atmega-Prozessor ein. Es bietet zu jedem der o.g. Grundgebiete
detailliert erklärte Beispiele in C und parallel auch in Assembler. Nach
der Lektüre weißt Du definitiv, wie ein MC funktioniert und wie man ihn
programmiert.
Anschließend (Du wirst dann, je nach Engagement und Zeit, ca. 3-6 Monate
älter sein ...) kannst Du Dich größeren Mikrocontrollern wie den
ARM-Prozessoren widmen. Ich selber bin dann auf das
STM32F4Discovery-Board umgestiegen, würde dieses Board aber niemals
einem Anfänger empfehlen (die Ratschläge hier verwundern mich daher
etwas - das TI-Board hat einen ähnlich komplexen Prozessor drauf). Der
Komplexitätsunterschied ist wie Moped zu Ferrari. Wenn Du direkt mit dem
ARM - Prozessor anfängst, wirst Du vermutlich den Wald vor lauter Bäumen
nicht mehr sehen. Solltest Du nicht sehr, sehr, hochbegabt sein, so rate
ich von diesem Weg ab.
Gerne kannst Du die Datenblätter der beiden Prozessoren einmal
miteinander vergleichen - das sind zwei Welten!
Auch gibt es zum ARM / Cortex M4 wesentlich weniger Anfängermaterial im
Internet als für die Atmega-Prozessoren (da wirst Du förmlich
zugeschwemmt).
Fazit: Steig' mit dem myAVR-MK2-Board ein und wechsle erst später auf
ARM-Prozessoren - letzteres sind definitiv keine Einsteiger-MC's.
Das Invest von 40,- EUR für das myAVR MK2 Board sowie nochmals 40,- EUR
für das Buch sind gut angelegt, denn Du wirst vermutlich viele Wochen
mit dem Board verbringen - da macht es keinen Sinn, Zeit mit
halbgegarten Internet-Anleitungen zu vergeuden (wenngleich die zwei
AVR-Tutorial hier im Forum schon ganz gut sind - aber das Buch ist noch
2 Stufen besser und detaillierter).
Viele Grüße
Igel1
PS: Meinen Vorrednern, die Dir zu einem ARM-Prozessor raten, möchte ich
eine simple Frage stellen: Sendet uns einmal ein paar Links mit
Anfänger-tauglichen Büchern / Internetseiten zum ARM-Prozessor. Ich bin
mal sehr gespannt, was die Jungs so ausgraben - ich selber kenne nichts
wirklich Geeignetes (trotz einiger Suche).
Sergey schrieb:> Inzwischen verwende ich Atmel oder PICAVR ist zwar Atmel, aber Atmel nicht AVR. Die haben 8051, AVR und ARM
als große Familien im Programm.
hier mal ein vielleicht anfängertauglicher Link zum ARM ;-)
der hilft mir gerade sehr beim Umstieg vom AVR auf den ARMhttp://www.mySTM32.de
Gruß J.
PS: habe übrigens auch mit myAVR angefangen und bin von dort aus auf das
Tutorial gestoßen :-o