Kribbeln in den Fingern

Gast #214435
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Hallo zusammen,

ihr kennt sicher diese Steckernetzteile in
115-230V-Schaltwandler-Ausführung?

Wenn ich den Sekundäseitigen Pluspol(+9V) mit einer Hand berühre und
mit die anderen Hand auf Schutzleiter lege, dann verspüre ich ein sehr
deutliches Kribbeln.

Kann das gefährlich werden? Ist das normal?

Bin sehr besorgt.   Mr. Fehlerstrom
Gast #214439
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Zoo Loo:
Mein Herz ist auf 230V AC und DC geeicht. Ich bin Fachmann! ;-))


Aber mal ernsthaft: Ich messe eine Spannung zwischen Sekundär +9V und
Erde von ca. 95V-AC. Der Ableitstrom zwischen Sekundär +9V und Erde ist
ca.135mA-AC.

Ich frage aus dem Grund, eidiweil ich mit diesem Netzteil eine
Versuchselektronik betreiben möchte, und ich nicht weiss, wie sich
diese Versuchselektronik mit diesem 'Fehlstrom' verhält.
Gast #214441
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"Stromstärke I beim Zusammenziehen von Muskeln: 0,015 A = 15 mA
Loslassgrenze: ca. 0,01 A = 10 mA
Schmerzen und Verkrampfen der Atmung: ca. 0,02 A = 20 mA
Tödlicher Stromstoß für Menschen: ca. 0,5 A = 500 mA (Diese Stromstärke
wird aufgrund des Innenwiderstandes des menschlichen Körpers (ca. 1000
Ohm) erst ab bestimmten Spannungen erreicht, so dass gewöhnliche
Batterien sowie elektrische Spannungen bis etwa 24 V in der Regel
harmlos sind.) "

Das ist von Wikipedia. 0.5A bei 1000 Ohm. Da könnte ich doch einfach in
die Steckdose packen. Ist die Grenze nicht etwas hoch angelegt? Ich
dachte, dass schon bei deutlich niedrigeren Strömen z.B.: 75mA etwas
problematisches am Herzen auftreten kann.

Es gibt nämlich auch andere Werte im Internet:
"Bei sachgemässem Umgang ist der Strom nicht gefährlich.
Biologische Wirkung auf den Menschen:
01 Milliampere = Wahrnehmbarkeitsschwelle
05 Milliampere = Elektrisieren (Ameisenlaufen)
15 Milliampere = Krampfschwelle (nach 3-4 Minuten tödlich)
50 Milliampere = Gefahrenschwelle (ab 0,5 Sekunden tödlich)
80 Milliampere = Todesschwelle (ab 0,3 Sekunden tödlich)
Zum Vergleich: Beim Betrieb einer 60 W Glühlampe fliesst ein Strom von
260 Milliampere.
(1000 Milliampere = 1 Ampere)"
Gast #214442
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Hab' mal bei dem Steckernetzteil von meinem Minidisc-Recorder mal
gemessen: 78Volt, Ableitstrom gegen Schutzleiter: 35 uA.
Ich denke mal, die gemessenen 135mA waren eher 135 uA.
Ist irgendwie realistischer. 135mA wären etwas tödlich...

Gruss
Jadeclaw.
#214443
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Es kommt sehr(!) darauf an, durch welche körperbereiche die ströme
fliessen. Lokal betrachtet ist neben stromdichte und frequenzspektrum
vor allem die gewebeart entscheidend.

Wie auch immer, von den drei angaben
(1) 95 V leerlaufspannung
(2) 135 mA kurzschlussstrom
(3) bei verbinden mit der hand lediglich "kribbeln"
alle auf einmal zu glauben, fällt mir nicht leicht. Hast du so trockene
hände?

gruss
zooloo
#214444
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>Das ist von Wikipedia. 0.5A bei 1000 Ohm. Da könnte ich doch >einfach
in die Steckdose packen. Ist die Grenze nicht etwas hoch >angelegt? Ich
dachte, dass schon bei deutlich niedrigeren Strömen >z.B.: 75mA

Natürlich ist 75mA näher an Realität. Wie sie da auf 0,5A kommen,
verstehe ich nicht.
Gast #214445
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Ich bitte demütig um Vergebung.
Die Angage von 135mA-AC entstand durch einen Ablesefehler(jaja, ich
will's garnicht hören.) Korrekt gemessen sind es ca. 65uA.

Trotzdem, es bleibt durch das Kribbeln eine psychologische
Hemmschwelle, dieses Netzteil einzusetzen.
Gast #214446
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Schaltnetzteile mit 2-pol Stecker kribbeln prinzipiell durch die
notwendige HF-Entstörschaltung.

Wandwarzen (Steckertrafos) dürfen nicht kribbeln, die sind in
vollisolierter 2-Kammerbauweise aufgebaut.


Peter

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